Das Verbrennen von Menschen als islamische Hinrichtungsmethode

Die folgende Fatwa erlaubt das Verbrennen von ideologischen Gegnern und Gefangenen als islamische Hinrichtungsmethode:

IS und Fatwa legalisieren Verbrennung als islamische Hinrichtungsmethode Quelle: http://www.islaminstitut.de/Nachrichtenanzeige.4+M5526e419702.0.html  26, Mai 2015

Die Verbrennung eines jordanischen Kampfpiloten wurde per Kamera festgehalten und dient Propagandazwecken

(Institut für Islamfragen, dh, 26.05.2015) Die arabische Zeitung www.elwatannews.com veröffentlichte am 03.02.2015 das offizielle Rechtsgutachten der Terrororganisation IS zu ihrer Verbrennung des jordanischen Kampfpiloten Mu’ad al-Kassassbe. Nachdem sein Kampfflugzeug von einer Rakete getroffen worden war, verhafteten ihn IS-Kämpfer. Später schloss man ihn in einen Eisenkäfig ein und verbrannte ihn darin bei lebendigem Leib. Die Szene wurde filmtechnisch professionell aufbereitet und wird als wirkungsvolles Propagandamittel für den IS eingesetzt. Obwohl Webseiten wie „Youtube“ die schrecklichen Videoaufnahmen dieser Verbrennung immer wieder von ihren Seiten entfernen, werden solche Filme wiederholt hochgeladen und können dann dort abgerufen werden.

Mehrere IS-Sprecher haben sich mittlerweile für die Verbrennung als einer im Islam erlaubten Hinrichtungsmethode ausgesprochen, wie diese Fatwa zeigt:

„Die Hanafiten und Shafiiten [zwei der anerkannten islamischen Rechtsschulen des sunnitischen Islam] sehen die Verbrennung als allgemein erlaubt an. Die Auslegung von al-Mulheb bin Safra zu der Aussage des Propheten [Muhammad], Allahs Segen und Heil seien auf ihm, lautet: ‚Nur Allah foltert mit Feuer‘. Er sieht dies nicht als Verbot der Verbrennung, sondern als Ausdruck der Bescheidenheit. Die Quelle dafür ist: Fath al-Bari. 6/174. [Diese Quelle gilt im sunnitischen Islam als die authentischste Auslegung zu den in Sahih al-Bukhari gesammlten Überlieferungen].

… Was beweist, dass die Verbrennung erlaubt ist, sind die Taten der Weggefährten [Muhammads]. Außerdem hat Allahs Prophet [Muhammad], Allahs Segen und Heil seien auf ihm, die Augen von Arniyin mit durch Feuer erhitzten Nägeln verbrannt. Und Khaled bin al-Walid [einer der wichtigsten Weggefährten Muhammads und der prominenteste islamische Militärführer, der viele Länder erobert hat] hat Leute verbrannt, die vom Islam abgefallen waren. Quelle: Fath alBari. 6/174.

Einige [muslimische] Gelehrte meinen, die Verbrennung sei im Allgemeinen [im Islam] verboten, aber als Bestrafung „im gleichen Maße“ erlaubt. [Der IS beruft sich in anderen Kommentaren zur Verbrennung des jordanischen Kampfpiloten u. a. auf den Koranvers ‚Wer nun gegen euch gewalttätig handelt, gegen den handelt in gleichem Maße gewalttätig, wie er gegen euch gewalttätig war‘ (Sure 2, 194). Da der betroffene Kampfpilot die IS-Kämpfer mit Bomben seines Kampfflugzeuges ‚verbrannt‘ habe, so der IS, müsse dieser auch durch Verbrennung umgebracht werden.] Allahs Prophet [Muhammad], Allahs Segen und Heil seien auf ihm, hat die Augen der Arniyin verbrannt als Bestrafung gleichen Maßes. Diese wurde in as-Sahih [die authentischste Überlieferungssammlung des sunnitischen Islam] erwähnt und diese gilt als der klarste Beweis dafür.“

Quelle: www.elwatannews.com/news/details/654891

Hier noch einige zusätzliche Belegstellen zur Frage der Legitimität der Verbrennung von Menschen als schariakonforme Hinrichtungsmethode. Das diskutierte Anwendungsgebiet erstreckt sich nicht nur auf Kriegsgefangene sondern auch auf Apostaten und Homosexuelle:

1. Ali verbrannte einige Apostaten öffentlich. 
Ibn Abbas meinte dazu, daß man Menschen nicht mit Allahs Strafe (Höllenfeuer) bestrafen soll.

Bukhari V4 B52 N260 berichtet von Ikrima: Ali verbrannte einige Leute und als Ibn Abbas diese Neuigkeit vernahm sagte er: „Wäre ich an seiner Stelle gewesen hätte ich sie nicht verbrannt, denn der Prophet sagte: „Bestrafe niemanden mit Allahs Strafe.“ Ich hätte sie sicherlich auch umgebracht, denn der Prophet sagte: „Töte jeden Muslim der seine Religion verlässt.““

2. Mohammed schickte seine mujahidun auf eine ► razzia und befahl, einige speziell ausgewählte Feinde zu verbrennen. Dann besann er sich eines Besseren und änderte seinen Befehl ab:

Bukhari V4 B52 N259 berichtet von Abu Huraira: Allah´s Apostel schickte uns auf einen Kriegszug und sagte: “Wenn Ihr den und den findet, dann verbrennt sie beide mit Feuer.“ Als wir uns daran machten aufzubrechen kam der Gesandte Allahs und sagte: „Ich habe euch befohlen, den und den zu verbrennen. Aber nur Allah bestraft mit Feuer, also bringt sie um wenn ihr sie findet.“

3. In der Biographie Mohammeds findet sich ein klarer Befehl betreffend Einsatz von Feuer im Krieg. Anläßlich des Kriegszuges nach Tabuk im Norden, der nicht nur beschwerlich sondern dessen Erfolg auch unsicher schien, ergab sich für die Heuchler wieder einmal die Gelegenheit, die mujahidun von Mohammed abtrünnig zu machen: „Ein Zuverlässiger hat mir berichtet, ihm sei von Mohammed Abd Errahman erzählt worden, Ibrahim Haritha habe von seinem Vater gehört, dem sein Grossvater gesagt hat, Mohammed habe vernommen, daß einige Heuchler sich im Hause des Juden Suweilim versammelten, welches bei Djasum lag, und in Bezug auf den Feldzug von Tabuk die Leute von ihm abtrünnig machten. Er schickte daher Talha I. Obeid Allah mit einer Anzahl seiner Gefährten und befahl ihm, das Haus Suweilims über ihnen zu verbrennen. Talha vollzog diesen Befehl. Dhahhak I. Ghalifa sprang von Aussen herunter und brach ein Bein, seine Gefährten thaten das Gleiche und entkamen. Dhahhak dichtete hierauf: „Bei dem Tempel des Herrn, wenig fehlte so wäre Dhahhak und der Sohn Obeirak’s im Feuer Mohammed’s verbrannt, und als ich über das Haus Suweilim’s sprang, erhob ich mich mühsam mit zerbrochenem Bein und Ellbogen. Heil euch! ich werde zu Aehnlichem nicht wiederkehren, ich fürchte mich, wer vom Feuer erfasst wird, der verbrennt.“ (Gustav Weil, Das Leben Mohammeds, Verlag Metzler, Stuttgart, 1864, 2. Band, Seite 259)

Mohammed befiehlt hier, das Haus über den darin verweilenden Heuchlern anzuzünden. Ein solcher Befehl kann nur im vollen Bewußtsein der Konsequenz dieser Handlung gegeben werden: Die Menschen können, ja sie sollen in den Flammen umkommen.

4. Mohammed bittet Allah darum, die Häuser und Gräber von lästigen Kriegsgegnern anzuzünden:

Bukhari V4 B52 N184 berichtet von Abdullah bin Abi Aufa: Am Tage der Schlacht von Al-Ahzab rief der Prophet Allahs: „O Allah! Erfülle die Häuser und Gräber der Ungläubigen mit Feuer weil sie uns so lange beschäftigt haben daß wir die Gebete nicht verrichten konnten bis die Sonne unterging.“

5. Homosexualität ist gemäß den unten zitierten Auszügen der Fatwa auf der islamischen Internetseite „Die Wahre Religion“ eine der übelsten Verfehlungen, der sich ein Mensch zuschulden kommen lassen kann.

„Aufgrund der schrecklichen Konsequenzen gehört die Homosexualität zu den übelsten Taten, daher ist ihre Bestrafung eine der schwersten in dieser Welt und im Jenseits.“

Die Todesstrafe ist zwingend; entweder indem man die Täter kopfüber von einer hohen Stelle in die Tiefe stürzt und anschliessend noch steinigt (in Analogie zur biblischen Vorlage von Lot: Sure 51, Vers 33: damit wir Steine aus (gebranntem) Lehm über sie schicken) oder indem man sie verbrennt.

► Die Geschichte von Lot
Homosexualität
► Islam wirf Mann vom Hochhaus und steinigt ihn

„Die Sahābah stimmten einmütig überein, dass Homosexuelle hingerichtet werden mussten, doch sie waren unterschiedlicher Meinung darüber, wie sie hingerichtet werden sollten. Einige von ihnen vertraten die Ansicht, dass sie mit Feuer verbrannt werden sollten, was die Meinung von `Ali (möge Allah mit ihm zufrieden sein) und auch von Abu Bakr (möge Allah mit ihm zufrieden sein) war, wie wir weiter unten sehen werden. Und einige von ihnen meinten, dass sie von einem hohen Platz herab geworfen und anschließend mit Steinen beworfen werden sollten. Dies war die Ansicht von ibn `Abbās (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Einige meinten, dass sie gesteinigt werden sollten, was sowohl von `Ali als auch von ibn `Abbās (möge Allah mit ihnen zufrieden sein) berichtet wurde.“

Die ganze Fatwa hier: http://www.diewahrereligion.eu/fatwah/?p=287

6. Ahmed al-Tayeb von der Al-Azar-Universität in Kairo empört sich über das Verbrennen als Bestrafungsmethode, weil es die Menschen verstümmle. Er empfiehlt deshalb eine andere, nicht minder effiziente Verstümmelungsmethode – in Anlehnung an:

Sure 5, Vers 33: Siehe, der Lohn derer, welche Allah und Seinen Gesandten befehden und Verderben auf der Erde betreiben, ist nur der, daß sie getötet oder gekreuzigt oder an den Händen und Füßen wechselseitig verstümmelt oder aus dem Lande vertrieben werden. Das ist ihr Lohn hienieden, und im Jenseits wird ihnen schmerzliche Strafe.

Wir haben schon darauf hingewiesen, daß dieser Vers polyvalent verwendet werden kann.

► Verderben stiften auf Erden

Das Oberhaupt der höchsten und respektiertesten sunnitischen Lehranstalt hat seine Empörung über die Verbrennung bei lebendigem Leibe des gefangenen jordanischen Piloten ausgedrückt. Statt dessen propagierte er das Töten, die Kreuzigung und das wechselseitige Abschlagen der Extremitäten der IS Gewalttäter.

Ahmed al-Tayeb, der Grossscheich der Kairoer Al-Azhar Universität meinte, die IS jihadisten verdienten derartige Bestrafung weil sie mir solchem Tun Gott und den Propheten Mohammed bekämpfen würden.

Mit seinem Statement vom letztem Dienstag (27. Januar 2015) präzisierte al-Tayeb, das die IS jihadisten mit ihrer Verbrennungsaktion des Leutnants Muath Al-Kaseasbeth das islamische Verbot, Körper zu verstümmeln verletzt hätten. Dieses gelte auch in Kriegszeiten.

Al-Kaseasbeh wurde im Dezember gefangen genommen, nachdem seine F-16 im Zusammenhang mit einem US-Luftwaffenangriff gegen den IS Staat abgestürzt war.

Quelle

   

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