Sklaven im Islam?

jihad muß nicht mit dem Schwert erfolgen. Es gibt viele Möglichkeiten, den Islam in der freien Welt zu befördern; eine davon ist Mission ► da’wa im Internet. Auch dafür stellt die islamische Eroberungsideologie eine zweckdienliche Strategie zu Verfügung: ► taqiyya Täuschung der Ungläubigen. Nebst dem vorliegenden Beispiel haben wir noch zwei weitere islamische Internetseiten untersucht:

► Der „Heilige Krieg“ hat mit dem Islam nichts zu tun
jihad hat mit dem „Heiligen Krieg“ nichts zu tun

Die Sklaverei hat mit dem Islam nichts zu tun! Diese dreiste Belehrung finden wir auf einer islamischen Internetseite:

KAABA – die junge islamische Internetseite für den interkulturellen Dialog

Die Schlußfolgerung dieses Aufsatzes ist besonders erhellend: „Es ist deswegen töricht zu sagen: Der Islam legt die Grundlagen für die Sklaverei. Aber wenn sogenannte „Islamkenner“ immer noch behaupten, daß es im Islam Sklaven gibt, dann kann ich sie beruhigen. Sie haben Recht, im Islam gibt es Sklaverei, denn jeder Muslim ist ein Sklave des Barmherzigen Herrschers.“

Der Muslim als Sklave Allahs: ► vollständige Unterwerfung

Lesehilfe: ► Sklaven im Koran

 

taqiyya kann auch sehr plump sein – aber man erreicht im Internet immer einen Gutgläubigen.

Hier geht es zum Text:

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Westliche Schriftsteller haben nach vielen Forschungen einsehen müssen, daß der Islam niemals die Sklaverei als Doktrin den Menschen auferlegt hat, wie es fälschlicherweise von den anderen monotheistischen Religionen durchgeführt wurde. Nein, der Islam hat versucht die jahrhundertelang als Tradition und ihren Ausschweifungen und Ausführungen zu mildern. Dies wurde mit Hilfe der islamischen Gesetzgebung gewährleistet.

Im Islam sind zwei Kategorien von Gesetzen zu unterscheiden:

I. Die Gesetze, die der Islam direkt den Menschen auferlegt und sie den Menschen direkt offenbart. Diese haben die Besonderheit, daß sie in keinen anderen Gesetzgebungen vorhanden sind, und so ihre Originalität in der islamischen Welt bewahren.

Bei diesen Gesetzen ist die Religion Islam der Gründer dieser Legislative. Nach den Aussagen der islamischen Juristen (Gelehrten) sind diese Gesetze nur zum Vorteil, zum Nutzen der Menschen, sie dienen zur Verbesserung der menschlichen Existenz. Als Beispiel dafür kann man die Institution der Almosen nennen.

II. Die Gesetze, die der Islam nicht direkt offenbart, haben ihre Wurzel nicht in der islamischen Gesetzgebung. Sie haben vorher in anderen Systemen auf eine grausame Art existiert. Der Islam hat hierbei lediglich versucht, die bestialische Art der Ausführung zu verändern, damit diese für die Menschen erträglich waren. Als ein vorläufiges Fazit kann man folgendes formulieren:

Der Islam hat die vorher auf eine bestialische Art und Weise ausgeführte Sklaverei in eine „zivilisierte“ Form gebracht. Zu den Bräuchen der heidnischen Araber gehörte auch, daß die Witwe zusammen mit dem Besitz des Verstorbenen vererbt wurde. Ibn Abbas berichtet: „Ein Mann übernahm die Witwe seines toten Vaters oder Bruders zusammen mit dessen Inventar. Er konnte sie, je nach Belieben als Frau besitzen oder sie zu seiner Sklavin machen, bis sie sich freigekauft hatte oder starb und ihr Hab und Gut hinterließ, welches er dann erbte. Diese Unsitte und Roheit wurde von Allah verboten. „Oh die ihr glaubt! Es ist euch nicht erlaubt, Frauen gegen ihren Willen als Erbe zu übernehmen, auch nicht, sie (gegen ihren Willen) festzuhalten, um ihnen einen Teil dessen wegzunehmen, was ihr ihnen gegeben habt.“ (4;19)

Es gibt zwei Gesichtspunkte, die hier genannt werden sollten, da sie uns einen Anhalt geben, wie die Sklaverei im Islam in eine zivilisierte Form gebracht wurde:

Primär wurden zunächst die Umstände der Sklaverei gemildert. Für die „Haltung“ von Sklaven gab es in der römischen Gesetzgebung bis zu zehn Gründe, die der Islam auf zwei reduziert. Vor der Offenbarung des Islam gab es in anderen Rechtssystemen banale Gründe für das Halten von Sklaven.

Hierbei kann man folgendes aufzählen:

1. Es wurden Kriege begonnen mit der einzigen Absicht eine höchstmögliche Anzahl von Sklaven zu erkämpfen.

2. In den Gesellschaftssystemen, die sich nach der Lehre des Aristoteles orientieren, wurde die These vertreten, daß Menschen entweder als Sklaven oder als „Freie“ auf die Welt kommen. Der Lebensinhalt der Sklaven bestand nach dieser Lehre darin den Aristokraten zu dienen.

3. Aus Armut konnte ein Mensch sich, seine Kinder und seine Verwandten als Sklaven verkaufen.

4. Ausgesetzte Kinder und Menschen wurden automatisch als Sklaven angesehen.

5. Bei hoher Verschuldung mußte der Schuldner seine Schulden in der Form ableisten, daß er als Leibeigener (Sklave) für eine bestimmte Zeit dienen mußte.

6. Im Feudalismus waren Leibeigene der Großgrundbesitzer eine andere Art von Sklaven.

7. Wenn beide Eltern oder die Mutter von Neugeborenen Sklaven waren, wurden sie durch die Gesellschaft als Sklaven abgestempelt.

Islam hatte das Ziel die Sklaverei ganz abzuschaffen, da sie der menschlichen Natur in sich widerspricht, doch um die Sklaverei abzuschaffen, wurden zunächst Vorsehungen getroffen.

In sehr vielen Hadithen des Propheten Muhammed (F.s.m.i.) werden Anregungen geschaffen, Sklaven aus ihrer Knechtschaft zu befreien, z.B. wurden den Sklaven eine Chance gegeben, sich selbst aus ihrer Sklaverei zu befreien, wobei sie ihrem Herren einen bestimmten Preis dafür bezahlen mußten (mukatabah). Die Sklaven, die ja kein Hab und Gut besaßen, konnten so keinen Preis zahlen, deswegen ermutigte der Prophet Muhammed die Muslime primär dazu den Sklaven Almosen zu geben.

Ähnlich wie „mukatabah“ (sich selbst aus der Knechtschaft zu befreien), gab es bei Nichteinhalten eines Versprechens als Busse (für den sündigen Muslim) einen Sklaven freizukaufen („zihar“).

Außerdem sollen die Sklaven nach islamischem Recht, in der Zeit, in der bzw. während sie noch Sklaven sind, wie zivilisierte Menschen behandelt werden. Diese Handlungen wurden durch Qur´anverse und Hadithen des Propheten drastisch angeregt und unterstützt. Islam sprach den Sklaven die Rechte eines Familienmitgliedes zu.

Aus dem Archiv des Osmanischen Reiches kann man ersehen, daß die christlichen Sklaven bei Gerichtsverhandlungen ihr Eid folgendermaßen anfingen: „… Ich schwöre auf den Gott des Jesus (F.s.m.i.)…“

Dies ist ein gewaltiges historisches Zeugnis über die Rechte der Sklaven in einer islamischen Gesellschaft. Aus diesem Grund können wir die Einrichtung der Sklaverei im Islam als eine Durchlaufphase von der Knechtschaft zur Freiheit eines Menschen ansehen. In der Zeit, in welcher der Islam von Allah gesandt wurde, war die Sklaverei sozio-ökonomisch gängig und sie wurde in ihren grausamsten Richtungen verwirklicht.

Als der Islam in die arabische Gesellschaft gesandt wurde, war in dieser Gesellschaft (wie in ähnlichen Gemeinschaften) die Sklaverei eine sehr verwurzelte, wirtschaftlich wichtige Institution. Damals nahezu war die Hälfte der arabischen Gesellschaft Sklaven, so daß eine sofortige Abschaffung der Sklaverei durch den Islam verheerende Folgen mit sich gebracht hätte. Sozio-ökonomisch hätte die Abschaffung der Sklaverei eine fatale Folge für die Gesamtwirtschaft bedeutet, und für die Sklaven, die jahrelang in der Obhut der Besitzer standen, würde die Freiheit ein Vakuum der Geborgenheit darstellen. Deswegen wurde die Sklaverei nicht sofort abgeschafft, aber ihre Wurzeln wurden langsam geschwächt.

Um die Sklaverei stufenweise abzuschaffen, mußte man zunächst die Quelle der Sklaverei ausrotten und ihre Spuren für immer beseitigen. Dies wurde zunächst so verwirklicht, daß für die Zeit der „Djachiliyya“ unüblich, den Sklaven fast so viele Rechte gegeben wurden wie freien Bürgern und Bürgerinnen.

Es ist deswegen töricht zu sagen: Islam legt die Grundlagen für die Sklaverei. Aber wenn sogenannte „Islamkenner“ immer noch behaupten, daß es im Islam Sklaven gibt, dann kann ich sie beruhigen. Sie haben Recht, im Islam gibt es Sklaverei, denn jeder Muslim ist ein Sklave des Barmherzigen Herrschers.

Quelle: Osmanli´da Harem

Prof. Dr. Ahmet Akgündüz, Islam Hukukunda Kölelik ve Cariyelik Müessesesi

Seminur Yücel

Quelle: http://www.geocities.ws/kaaba_online/texte/3sklave.htm

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