Muslimischer Fundamentalismus und muslimische Fremdenfeindlichkeit

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Fundamentalismus und Fremdenfeindlichkeit

Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
WZB Mitteilungen  /  Heft 142
Autor: Ruud Koopmans  /  Dezember 2013

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Fundamentalismus und Fremdenfeindlichkeit

Fundamentalismus

vergleiche:
► Fundamentalismus-Studie: Hohe Werte in Österreich
► Eine Mehrheit der muslime will die scharia – auch in Europa


Zusammenfassung

Fast die Hälfte der in Europa lebenden muslime findet, dass es nur eine gültige Auslegung des Koran gibt, dass muslime zu den Wurzeln des Islam zurückkehren sollen und dass religiöse Gesetze wichtiger sind als weltliche. Anhand dieser Indikatoren zeigt eine WZB-Studie in sechs Ländern, dass der religiöse Fundamentalismus unter muslimen deutlich weiter verbreitet ist als unter Christen. Der Befund ist insofern besorgniserregend, als mit religiösem Fundamentalismus ein erhöhtes Maß an Fremdgruppenfeindlichkeit einhergeht.

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Im Einzelnen:

Zur 1. Grafik: Fast 60 Prozent stimmen der Aussage zu, dass muslime zu den Wurzeln des Islam zurückkehren sollten; 75 Prozent meinen, dass nur eine Auslegung des Korans möglich ist, an die sich alle muslime halten sollten; und 65 Prozent sagen, dass ihnen religiöse Regeln wichtiger sind als die Gesetze des Landes, in dem sie leben. Durchgängig fundamentalistische Überzeugungen mit der Zustimmung zu allen drei Aussagen finden sich bei 44 Prozent der befragten muslime.

Zur 2. Grafik: Während etwa jeder fünfte Einheimische als islamfeindlich gelten kann, ist das Ausmaß der Phobie gegen den Westen – für die es sonderbarerweise kein Wort gibt, man könnte sie „Abendlandphobie“ nennen – unter muslimen viel höher; 45 Prozent glauben, dass der Westen den Islam zerstören will während nur 23 Prozent Christen in Deutschland dies den muslimen unterstellen. Zu diesem Befund ist anzumerken, daß sicher ein guter Teil dieser 23 Prozent deshalb überzeugt ist, daß die muslime die westliche Kultur zerstören wollen, weil sie über das islamische Hass- und Eroberungsdogma ganz einfach sachgerecht informiert sind und die entsprechenden, auch in Deutschland laufenden muslimischen Aktivitäten richtig einschätzen. Sie sind sicher auch vertraut mit der exorbitanten Christenverfolgung in muslimischen Ländern. Deshalb handelt es sich hier also zu einem guten Prozentsatz um Faktenwissen und nicht um Fundamentalismus oder fremdenfeindliche Vorurteile.

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