Kreuzigen im Namen Allahs

Vergleiche:
► Warum schweigen die Medien zur Kreuzigung von Christen?
Kreuzigungen im Namen Allahs

Wenn in den Medien über das Abschlachten von Christen durch IS-muslime berichtet wird muß man darunter mit Sicherheit auch die gerade in den letzten Monaten erfolgten Kreuzigungen vieler Christen verstehen. Gerne bezeichnet man die Täter als blutrünstige Terroristen. Allerdings können sie sich auf ihren Gott Allah berufen, der in Sure 5, Vers 33 den Auftrag erteilt, Unruhestifter und Gegner Allahs zu kreuzigen, ihre Hände und Füße kreuzweise abzuhacken oder auch beides:

Sure 5, Vers 33: Siehe, der Lohn derer, welche Allah und Seinen Gesandten befehden und Verderben auf der Erde betreiben, ist nur der, daß sie getötet oder gekreuzigt oder an den Händen und Füssen wechselseitig verstümmelt oder aus dem Lande vertrieben werden. Das ist ihr Lohn hienieden und im Jenseits wird ihnen schmerzliche Strafe.

Zu jeder Offenbarung Allahs gehört ein ► Offenbarungsereignis.

Allah hat sich also über Seinen Gesandten immer dann zu Wort gemeldet wenn aufgrund eines aktuellen Vorkommnisses die Offenbarung einer neuen Anweisung, eines neuen Gebotes anstand. Die historische Herleitung von Vers 33 aus Sure 5 und damit die Legitimation dieser schariatischen Strafbestimmung kann dem Kapitel

Verderben stiften auf Erden

entnommen werden. Der Hergang wird in den einzelnen Belegen des Dogmas leicht unterschiedlich dargestellt: Eine Gruppe von Beduinen kam nach Medina um den Islam anzunehmen. Weil sie krank waren erlaubte Mohammed ihnen, Milch von Kamelen zu trinken. Nach ihrer Genesung sagten sie sich vom Islam los, töteten den Kamelhirten und raubten seine Herde. Mohammed ließ ihnen Hände und Füße wechselseitig abhacken und sie dann verbluten.

Diese Regelung bezieht sich eigentlich auf Straßenraub in Tateinheit mit Totschlag verbunden mit Apostasie „welche Allah und Seinen Gesandten befehden und Verderben auf der Erde betreiben“ und ist ein ► hadd-Vergehen

Die Verbrechen der erwähnten Beduinen werden von der ulema (Rechtsgelehrte) allerdings als Gefährdung der umma (muslimische Gemeinde) und damit als staatsfeindliche Aktivität gedeutet. Deshalb bildet der vorliegende Vers 33 aus Sure 5 im Strafgesetzbuch der islamischen Republik Iran die Grundlage für Bestimmungen zur Ahndung von

  • – schwerem Straßenraub in Tateinheit mit Totschlag
    – subversiver staatsfeindlicher Tätigkeit

Strafgesetze der islamischen Republik Iran – Verderben stiften

Dem iranischen Richter stehen – getreu dem Koranvers – bei seinem Urteil folgende Tötungsvarianten offen:

  • Art. 190 – Die hadd-Strafe für den Kampf gegen Gott und das Verderben-stiften
  • auf Erden ist eine der vier folgenden:
  • – Tötung;
    – Kreuzigung;
    – Abschneiden zuerst der rechten Hand und dann des linken Fußes;
    – Verbannung.

  • Art. 191 – Die Auswahl aus diesen vier Strafen liegt im Ermessen des Richters, sowohl
  • wenn der Kämpfer gegen Gott eine Person getötet, verletzt oder beraubt hat als
  • auch, wenn er nichts davon getan hat.

Saudi-Arabien hat im Herbst 2015 einen jungen Mann zum Tode durch Kreuzigung verurteilt nachdem dieser gegen das Königshaus – und damit gegen den Islam – demonstriert hatte.

Tod durch Kreuzigung

Die Welt / 27.09.2015

Saudi-Arabien köpfte 2015 mehr Menschen als der IS


Am Donnerstag soll Ali Mohammed al-Nimr hingerichtet werden. Tod durch Kreuzigung lautet das Urteil gegen den 21-jährigen Saudi, dessen Verbrechen es war, als 17 Jahre alter Teenager in seinem Heimatstädtchen Qatif gegen das Königshaus zu demonstrieren. Dafür erwartet al-Nimr nun eine besonders grausame Strafe: Kreuzigung heißt in Saudi-Arabien, dass er zunächst geköpft wird, bevor sein Torso dann an ein Kreuz geschlagen und öffentlich aufgestellt wird.

Einen genauen Termin, wann al-Nimr sein Martyrium erwartet, gibt es nicht. Nach saudischem Brauch wird normalerweise nicht einmal die Familie des zu Tode Verurteilten informiert, wenn die Exekution bevorsteht. Es war reiner Zufall, dass vergangene Woche ans Licht kam, dass al-Nimrs Berufung abgelehnt worden war und er wohl am Donnerstag seine Strafe verbüßen muss.

Ali Mohammed al-Nimr gehört der schiitischen Minderheit aus dem Osten Saudi-Arabiens an. Als der „arabische Frühling“ im Frühjahr 2011 auch in das Königreich schwappte, schloss sich auch der Teenager den Protesten an, denen die saudischen Sicherheitskräfte mit massiver Gewalt begegneten. Am 14. Februar 2012 wurde er festgenommen und ins Gefängnis gesperrt, ohne Zugang zu einem Anwalt.

Sein Geständnis sei unter Folter erzwungen worden, sagte al-Nimr während seines Geheimprozesses aus, berichten die Menschenrechtsorganisationen Amnesty International und Reprieve, die sich für al-Nimr einsetzen. Untersucht wurde diese Behauptung aber nicht. Dem jugendlichen Dissidenten wurde unter anderem Waffenbesitz und Gewalt gegen die Sicherheitskräfte vorgeworfen, Al-Nimr bestritt die Vorwürfe. Beweise – außer das umstrittene Geständnis – gab es keine. Am Ende fiel dennoch das Todesurteil.

Kreuzigung wird demnach – wie alle islamischen Bestrafunsmethoden – auch heute praktiziert. Alle Anweisungen Allahs und die vorbildhaften Taten Seines Gesandten sind in der scharia kodifiziert und ewig gültig.

Der Kalif des Islamischen Staats, Abu Bakr al-Bagdadi, ist keine abartige Bestie, sondern ein promovierter Islamtheologe der Universität Bagdad. Augenzeugen der Menschenrechtsorganisation Alliance Defending Freedom berichten von Hinrichtungen, wo IS-Schergen ihren christlichen Opfern sagten: „Wir werden dich kreuzigen wie den Hund Jesus Christus.“ Offensichtlich forderten sie ihre Opfer auf, sich zu Allah zu bekehren. Da die Christen ihrem Glauben an Jesus jedoch nicht abschworen, sagten die Mörder zu ihnen: „Wenn du Jesus so liebst, wirst du auch sterben wie Jesus.“

Wenn also Christen durch IS-muslime gekreuzigt werden ist dies durchaus schariagerecht, denn sie haben das Angebot zur Konversion abgelehnt. Eigentlich hätten sie als sogenannte „Schriftbesitzer“ noch die Option, in die dhimmi-Position abzusteigen.

dhimmitude und Schutzgelderpressung

Diese Möglichkeit wird ihnen von den IS-muslimen allerdings verwehrt. Offenbar wird schon die schiere Anwesenheit von Christen als staatsgefährdend eingestuft.

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