Islamische Toleranz

„Toleranz hat im Islam keine Basis. Was immer heute als Toleranz angeführt wird, etwa, dass man die Andersgläubigen, sofern sie sich zu einer Buchreligion bekennen, leben lässt, ist keine Toleranz. Denn diese der islamischen Herrschaft Unterstehenden sind in vielerlei Hinsicht gegenüber den muslimen von minderem Recht. Sie haben zum Beispiel kein Recht, eine Waffe zu tragen – im Dialog mit den Andersgläubigen wird dann gesagt, sie brauchen keinen Kriegsdienst zu leisten … “  Tilman Nagel  Quelle

1. Einführung

Wie in den Kapiteln

Aufruf zur Annahme des Islam
► Abrogation

dargestellt wurde, ist im islamischen Dogma der Expansionsgedanke, die „Anstrengung für die Sache Allahs“ als zwingendes Gebot für jeden Gläubigen verankert:

► Der „Heilige Krieg“ als Pflicht und Prüfung für die Gläubigen und seine bestmögliche Tat

Während in der mekkanischen Periode die Weigerung der Ungläubigen zum Islam überzutreten noch hingenommen oder als göttlich gesteuerter Akt der Lähmung ► Irreleitung von besonders renitenten Kandidaten gedeutet wurde, ist es mit der Freiwilligkeit des Übertrittes in medinensischer Zeit vorbei. Die Optionen sind klar abgesteckt:

  • – Annahme des Glaubens
    – Degradierung in die dhimmi-Position
    – Tod bei Glaubensverweigerung und Abfall vom Islam

► dhimmitude und Schutzgelderpressung
► Abfall vom Glauben – Apostasie

2. Kein Zwang im Glauben (Sure 2, Vers 256)

Aus dieser medinensischen Periode ist uns ein koranischer Vers überliefert, der von der islamischen Apologetik unermüdlich zitiert wird, um den Ungläubigen in den Ländern des dar al-harb (Gebiet des Krieges) zu versichern, daß für sie vom Islam keinerlei Gefahr ausgehe. Vielmehr soll dieser Vers angeblich islamische Toleranz demonstrieren (so wie Toleranz im Westen verstanden wird). Es ist Vers 256 aus Sure 2, der auch im Kapitel ► Abrogation diskutiert wird:

Sure 2, Vers 256: Es sei kein Zwang im Glauben. Klar ist nunmehr unterschieden das Recht vom Irrtum; und wer den Tagut (Götzenverehrung) verleugnet und an Allah glaubt, der hält sich an der stärksten Handhabe, in der kein Spalt ist; und Allah ist hörend und wissend.

Zu diesem Vers zitieren wir im Folgenden eine aktuelle fatwa, anschliessend wird er von den beiden Islamwissenschaftlern T. Nagel und R. Paret untersucht. 

Der Inhalt der fatwa ist zusammengefasst folgender:

  • 1. Allah will den Unglauben und den Polytheismus ausrotten und schreibt deshalb den jihad vor.
    2. Die Menschen sollen nicht nach ihrem freien Willen leben vielmehr sind sie die Knechte Allahs. Deshalb haben sie Ihm zu dienen – nur dafür hat Er sie geschaffen.
    3. Der Islam verkündet nicht Religionsfreiheit für falsche Religionen.
    4. Allah will Seine Knechte vor Abirrungen, falschem Glauben und korruptem Denken schützen, weshalb Er all die Strafen der scharia vorgeschrieben hat. Das ist unter Seiner Barmherzigkeit zu verstehen.
    5. „Kein Zwang im Glauben“ will demnach lediglich heissen, daß man niemanden zwingen kann, an die Religion des Islam im Herzen zu glauben. Das kann nur Allah bewirken.

► Die Konsequenzen der vollständigen Unterwerfung

Fatwa zur Frage der Religionsfreiheit: „Es gibt keinen Zwang im Glauben“ (Sure 2, 256)

Der Islam verkündet keine Glaubensfreiheit, da die Menschen von Allah zum Dienst für ihn geschaffen wurden.

Vom Rechtsgutachter Scheich Saleh al-Fawsan, Mitglied des Vorstands der muslimischen Gelehrten Saudi-Arabiens

(Institut für Islamfragen, dh, 27.07.2011)  /  Quelle


Frage: „Wir hören neuerdings öfter die Aussage: ‚Der Islam garantiert Glaubensfreiheit‘. Diejenigen, die das behaupten, beziehen sich dabei auf den Koranvers ‚Es gibt keinen Zwang im Glauben‘ (Sure 2, 256). Nun, stimmt diese Behauptung?“

Antwort: „Das ist eine Lüge, die Allah zugeschrieben wird. Der Islam hat nicht die Glaubensfreiheit verkündigt. Der Islam verkündigte das Verbot des Polytheismus und Unglaubens und schrieb den Kampf gegen die Polytheisten vor. Falls der Islam die Glaubensfreiheit verkündigt hätte, hätte die Menschheit weder die Sendung der Gesandten, noch die Herabsendung der Bücher [der Offenbarungen] benötigt.

Die Menschheit hätte weder [die Anweisung zum] Djihad noch zum Kampf nach Allahs Willen benötigt. Wenn dem so wäre, könnte jeder leben wie er wollte, jeder wäre frei. Nein, ganz im Gegenteil sagt Allah: ‚Und Ich habe die Dschinn und die Menschen nur darum erschaffen, damit sie Mir dienen‘ (Sure 51, 56). Allah sagte nicht, dass jeder nach seinem [eigenen] Willen leben dürfe, sondern ‚… nur, damit sie Mir dienen.‘

Allah sagte auch: ‚ Und kämpft gegen sie, bis es keine Verwirrung [mehr] gibt und die Religion Allah gehört‘ (Sure 2, 192). Derjenige, der sich weigert, Allah anzubeten, wird bekämpft. Er darf nicht sich selbst überlassen werden, sondern muss solange bekämpft werden, bis er entweder zur Religion [des Islam] zurückkehrt oder getötet wird.

Der Islam hat nicht die Glaubensfreiheit der falschen [wörtlich: ungläubigen] Religionen verkündigt. Dies ist eine Lüge, die Allah zugeschrieben wird. Allah sendet die Bücher herab, sendet die Gesandten, schreibt den Djihad vor und schreibt die Bestrafungsmethoden und die Strafen vor, um die Menschen vor dem falschen Glauben und dem korrupten Denken zu schützen.

Allah möchte die Menschen auf diese Weise schützen, weil sie Allahs Knechte sind. Deshalb müssen die Menschen lediglich Allah allein anbeten, ohne ihm etwas beizugesellen [etwas anderes neben ihm zu verehren]. Andernfalls müssen die abschreckenden Strafen vollzogen werden; also die Strafen, die Allah vorgeschrieben hat.

Die Aussage Allahs ‚Es gibt keinen Zwang in der Religion‘ meint keine Meinungsfreiheit, sondern, dass dieser Koranvers nicht die Menschen zwingen kann, an die Religion [des Islam] im Herzen zu glauben. Dies kann nur Allah bewirken: ‚…du kannst dem den Weg nicht weisen, den du liebst; Allah aber weist dem den Weg, dem Er will‘ (Sure 28, 56).

Nur Allah kann die Herzen rechtleiten. Dies kann nicht durch Zwang geschehen, sondern nur durch freien Willen. Wir kämpfen jedoch gegen die Ungläubigen und die Polytheisten, denn Allah hat uns das vorgeschrieben. Wir laden zum Guten ein und verbieten das Unrecht. Wir erklären das und sagen nicht ‚Es gibt keinen Zwang in der Religion‘.

Wir zwingen die Menschen nicht zum Glauben, aber wir bestrafen denjenigen, der die Religion [des Islam] verlassen hat. Wer aber seinen Unglauben im Herzen versteckt, der wird Allah überlassen. Nur Allah kann solche Menschen [die rein äußerlich den Gesetzen des Islam folgen] besiegen. Dies ist die Bedeutung des Verses ‚Es gibt keinen Zwang in der Religion‘. Allah sagt: ‚ Du kannst dem den Weg nicht weisen, den du liebst; Allah aber weist dem den Weg, dem Er will‘ (Sure 28, 56).

Wer sagt: ‚Es gibt keinen Zwang in der Religion‘ sagt ebenfalls: ‚Und kämpft gegen sie, bis es keine Verwirrung [mehr] gibt und die Religion Allah gehört.‘ (Sure 2, 192)‘. Also, warum nennen Sie einen Koranvers und übersehen einen anderen?“

 Hier nun die beiden exegetischen Betrachtungen von T. Nagel und R. Paret:

1. Tilman Nagel weist darauf hin, dass ein (allerdings entscheidendes) Wort oft falsch interpretiert wird. Aus kein Zwang im Glauben wird in der falschen Übertragung kein Zwang zum Glauben. Er schreibt: „Der Anfang von Sure 2, Vers 256 wird vielfach falsch übersetzt: „Es gibt keinen Zwang im Glauben …“; aus dieser Wendung leitet man dann die Behauptung ab, Mohammed habe niemanden zum Islam zwingen wollen und eine religiöse Toleranz gepredigt. Der Text lautet aber nicht, wie man, sofern letzteres ausgesagt sein sollte, erwarten müsste: „Es gibt keinen Zwang zum Glauben …“ Das Verbalnomen „Zwang“ müsste, um diesen Sinn zu rechtfertigen mit der Präposition ‚ala verbunden sein. Die richtige Übersetzung ist: „Im praktizierten Glauben gibt es keinen Zwang„. Sure 2, Vers 256 drückt allso den gleichen Gedanken aus wie Sure 2, Vers 185: Gott will es euch mit dem praktizierten Glauen – im Vers 185 geht es um das Fasten im Ramadan – leicht machen, nicht schwer (vergl. auch Sure 22, Vers 78) Denn die Juden und die Christen, die ja nicht vollends zu Gott hingewandt sind, erfanden Formen der Gottesverehrung, die beschwerlich sind. (Sure 3, Vers 93; Sure 57, Vers 27) …

und kommt zum Schluss:

„Das Thema der Duldung anderer Religionen wird in Sure 2, Vers 256 gar nicht angesprochen.“ (T. Nagel, Islam, WVA-Verlag Skulima, Westhofen, 2001, Seite 152)

Kein Zwang?

Indem man aus Vers 256 die Formulierung «. . . kein Zwang in der Ritualpraxis (din)» herauslöst und so begreifen möchte, als lautete sie: «. . . kein Zwang zu einem (bestimmten) Glauben», gewinnt man einen Scheinbeleg für eine in der koranischen Botschaft angeblich enthaltene Religionsfreiheit. Weder sonst im Koran noch im Hadith oder in den Überlieferungen zur Prophetenvita findet man einen Hinweis darauf, dass Mohammed mit diesem Gedanken gespielt habe. Er sah sich vielmehr berufen, mit allen denkbaren Mitteln die Befolgung der von ihm für wahr erkannten Riten durchzusetzen, die, da erstmals von Abraham verkündet, älter als Judentum und Christentum seien und schon allein deshalb richtig (Sure 3, 64 f.).     Quelle

oder in etwas ausführlicherer Exegese:

Wir kommen zu dem vor der westlichen Öffentlichkeit meist mit voller Absicht falsch, nämlich im Sinne einer durch Allah angeblich eingeräumten Religionsfreiheit wiedergegebenen Vers 256 aus Sure 2:

In der Daseinsordnung (arab.: ad-din) gibt es kein Zwingen, denn der rechte Weg ist nun klar vom Irrtum geschieden. Wer daher nicht an das Götzentum (arab.: at-tagut) glaubt, sondern an Allah, der hat die feste Halteschlaufe ergriffen, die nicht aufgehen kann. Allah ist allhörend, allwissend.

Ich schließe gleich Vers 257 an:

Allah ist der Schutzherr derjenigen, die zum Glauben finden. Er führt sie aus der Finsternis ins Licht. Diejenigen, die ungläubig bleiben – deren Schutzherren sind die Götzen. Sie führen sie aus dem Licht in die Finsternis. Sie werden im Höllenfeuer enden, auf ewig.

Wer sich der gänzlich dem Schöpfungshandeln Allahs entsprechenden Daseinsordnung, dem din, anempfindet, für den ist jeder Zwang aufgehoben, wie er aus dem Abweichen von dieser Ordnung resultiert. Mohammed denkt dabei an die beschwerlichen Speisegebote der Juden und an das Mönchtum. Beides ist eine Last, die er in:

Sure 7, Vers 157: Die da folgen dem Gesandten, dem ungelehrten Propheten, von dem sie geschrieben finden bei sich in der Tora und dem Evangelium. Gebieten wird er ihnen, was Rechtens ist, und verbieten das ungerechte, und wird ihnen gewähren die guten Speisen und verwehren die schlechten; und abnehmen wird er ihnen ihre Last und Joche, die auf ihnen waren. Und jene, die an ihn glauben und ihn stärken und ihm helfen und dem Lichte folgen, das mit ihm hinabgesandt ward, ihnen wird’s wohlergehen. 

von den Menschen zu nehmen verspricht; denn ihnen verkündet er nun – letztmalig? – die wahre Daseinsordnung, die mit dem Islam identisch ist, wie er in Sure 3, Vers 19 kurz und bündig erklärt:

Sure 3, Vers 19: Siehe, die Religion bei Allah ist der Islam. Und die, danen die Schrift gegeben ward, waren nicht eher uneins, als nachdem das Wissen zu ihnen gekommen war – aus Neid aufeinander. Und wer die Zeichen Allahs verleugnet – siehe, Allah ist schnell im Rechnen. 

Quelle

2. Rudi Paret beleuchtet diesen Vers aus einer anderen Sicht, und vergleicht ihn inhaltlich mit folgenden anderen Versen:

Sure 10, Vers 99: Und wenn Dein Herr gewollt hätte, so würden alle auf der Erde insgesamt gläubig werden. Willst du etwa die Leute zwingen, gläubig zu werden?

Sure 12, Vers 103: Und die meisten Menschen, wie sehr du es auch begehrst, glauben nicht.

Sure 16, Vers 37: Wenn du, o Mohammed, auch ihre Leitung begehrst, siehe, so leitet Allah doch die, welche Er irreführen will, und sie finden keinen Helfer.

und kommt zum Schluss:

„Der Passus soll demnach nicht besagen, dass man niemanden zum Glauben zwingen darf (wie nach der üblichen Deutung), sondern dass man niemand dazu zwingen kann; das heißt, er predigt nicht Toleranz, sondern weist darauf hin, dass der Bekehrungseifer des Propheten infolge der menschlichen Verstocktheit weitgehend zur Erfolglosigkeit verurteilt ist.“ (Digitale Bibliothek: R. Paret, Der Koran, Kommentar zu Sure 2, S. 1212, Verlag W. Kohlhammer). 

Das Lexikon des Islam interpretiert Vers 256 aus Sure 2 in der gängigen falschen Art und schreibt zu dhimmitude und Apostasie: „Zwar versteht sich der Islam als die letzte, endgültige Form der von Gott offenbarten Religion und daher als Fortsetzung und zugleich Überbietung und Aufhebung von Judentum und Christentum. Er verbietet unter Androhung der Todesstrafe den Abfall vom islamischen Glauben. Gleichwohl respektiert er die Gewissensfreiheit der Schutzbefohlenen und garantiert ihnen ihre Religionsfreiheit. »Es gibt keinen Zwang in der Religion«, proklamiert der Koran (2,256). So dürfen die Schutzbefohlenen nicht dazu gezwungen werden, ihre eigene Religion zu verlassen und den Islam anzunehmen. Darüber hinaus beinhaltet die Religions- und Kultfreiheit der Schutzbefohlenen das Recht, ihre Kinder und ihre Glaubensgenossen in der eigenen Religion bzw. Konfession zu unterweisen. Auch steht ihnen das Recht zu, die Kulthandlungen ihrer Religion zu vollziehen. Der Staat erlegt ihnen jedoch die Einschränkung auf, die Zeremonien ihres Kultus nur innerhalb der Kultgebäude und in einer Weise zu vollziehen, die dem religiösen Empfinden und dem Überlegenheitsgefühl der muslime nicht widerstrebt.“ (Digitale Bibliothek: A.T. Khoury, L. Hagemann, P. Heine: Lexikon des Islam, S. 719, Verlag Herder)

Vergleiche: ► Nicht-muslimische Untertanen des islamischen Staates

Entsprechend dem eklatanten generellen Gewaltpotential das die koranischen Heilsbotschaft gegen jeden Unglauben (kufr) beinhaltet erstaunt es allerdings nicht, daß in islamisch geprägten Staaten immer mehr tödliche Übergriffe gegen Christen („Schutzbefohlene“) stattfinden:

Wir Christen feiern Weihnachten in Angst

islam-toleranz-religionen

Zur islamischen Toleranz gegenüber Ungläubigen (Polytheisten, Atheisten, Animisten, Hindus, Buddhisten etc.) finden wir im erwähnten Lexikon des Islam leider keinen Eintrag. Hier die fehlende Information: Sie werden versklavt, umgebracht oder vertrieben wenn sie nicht konvertieren wollen.

► Fatwa zur Frage, ob die Annahme des Islam freiwillig ist oder nicht

3. Das islamische Verständnis von Toleranz

Reflektieren wir die exegetischen Erkenntnisse von T. Nagel und R. Paret (sie sind im Übrigen untereinander nicht kompatibel) so gelangen wir zum Schluß: Der oben zitierte Vers 256 aus Sure 2 beinhaltet also keineswegs ein Bekenntnis zu Toleranz, ebenso wenig wie die im Kapitel ► Aufruf zur Annahme des Islam (da’wa) aufgeführten Verse eine solche beinhalten.

serveimage-1

Vielmehr versichert Allah seinen muslimen entweder, daß die von Ihm geforderten rituellen Gebote durchaus zumutbar sind. (T. Nagel) oder sie kapitulieren vor dem freien (oder von Allah gesteuerten) Willen des Menschen. (R. Paret) Nie aber duldet Allah Ungläubige und ihre religiösen Vorstellungen. Für die kafir ist ewige Verdammnis vorgesehen und für die islamische Gemeinde ist vorgeschrieben, daß sie sich – notfalls mit Waffengewalt – über die ganze Welt verbreiten soll. Auch beim Thema der „Religionsfreiheit“ begegnen wir wieder der ethischen Zweigleisigkeit, die für den Islam so typisch ist:

► taqiyya
► Der „wirkliche“ Mohammed
► Das Ziel des „Heiligen Krieges“

Islamische Toleranz divergiert mit dem seit der Aufklärung geltenden und in der Erklärung der Menschenrechte verwendeten Toleranzbegriff grundsätzlich und wird auf eine eigene Weise definiert. „Schriftbesitzer“ werden als dhimmis innerhalb der islamischen Gemeinde geduldet, solange sie sich der Schutzgelderpressung unterwerfen, Ungläubige hingegen werden liquidiert.

In der Tat sind muslime auch heute noch der Meinung, daß es sich bei diesem Konzept um einen Akt toleranter Menschlichkeit gegenüber Christen und Juden handle.

Im Übrigen belegen all die unzähligen Verse, die den Unglauben generell verdammen überdeutlich die absolute Ablehnung jeglicher anderer Glaubensformen:

Sure 3, Vers 85: Und wer eine andere Religion als den Islam begehrt, nimmer soll sie von ihm angenommen werden und im Jenseits wird er verloren sein.

Sure 33, Vers 64: Siehe, Allah hat die Ungläubigen verflucht und hat für sie die Flamme bereitet.

Sogar die eigenen Verwandten sind zu meiden, wenn sie ungläubig sind.

► fitna

Sure 9, Vers 23: O ihr, die ihr glaubt, sehet weder in euren Vätern noch euren Brüdern Freunde, so sie den Unglauben dem Glauben vorziehen; und wer von euch sie zu Freunden nimmt, sie sind Ungerechte.

Nichts im Islam ist daher sicherer als der Zwang im und zum Glauben.

Der Absolutheitsanspruch des Islam schließt Toleranz vollständig aus. Dies kommt in der Glaubensformel des Glaubensbekenntnisses zum Ausdruck:

►  Das islamische Glaubensbekenntnis

4. Mischehen

muslime dürfen christliche Frauen heiraten, weil sich letztere, auch wenn sie ihren Glauben behalten sollten, den religiösen Vorstellungen des Mannes völlig unterordnen müssen. Trotzdem werden solche Ehen von den islamischen Rechtsgelehrten (mujtahedin) nicht empfohlen (siehe unten). Die Heirat einer muslima mit einem Christen ist hingegen verboten. Ungläubige wie z.B. Hindus etc. dürfen selbstredend nicht geheiratet werden. Wir lesen zu diesem Thema im Lexikon des Islam:

„Ein Schutzbefohlener darf keine muslimische Frau heiraten, denn im Verständnis der Rechtsgelehrten birgt eine solche Ehe die direkte Gefährdung des Glaubens der muslimischen Frau in sich. Wenn eine solche Ehe irrtümlich zustande kommt, muss sie aufgelöst werden. Ein Schutzbefohlener, der im Wissen um die Rechtslage und das bestehende Verbot dennoch eine muslimische Frau heiratet, muss bestraft werden.

Ein muslim darf eine Frau aus den Reihen der Leute des Buches, wie Juden und Christen im Koran bezeichnet werden, heiraten, so bestimmt es der Koran selbst:

Sure 5, Vers 5: … und züchtige Frauen von denen, welchen die Schrift vor euch gegeben ward, so ihr ihnen die Morgengabe gegeben habt …

Solche Ehen werden jedoch von den Rechtsgelehrten nicht empfohlen. Es sprächen viele Gründe dagegen; z.B. darf die nicht-muslimische Frau theoretisch Dinge tun, die für einen Muslim verboten sind: Sie darf die Kirche besuchen, Wein trinken, Schweinefleisch essen. Dadurch wird sie zu einem ständigen Herd der Verunreinigung für ihren Mann, mit dem sie lebt und Geschlechtsverkehr hat, und auch für ihre Kinder, die sie stillt bzw. ernährt, ganz abgesehen davon, dass sie für die religiöse Erziehung der Kinder nicht geeignet ist. Sollte sie sogar aus dem Gebiet der Feinde stammen, dann besteht immer wieder die Gefahr, daß ihre Kinder dazu neigen, zu den Feinden überzulaufen oder zumindest ihre Bindungen an die islamische Gemeinschaft lascher zu gestalten.

Der eine Vorteil solcher Ehen besteht darin, dass die Frau sich eventuell veranlasst fühlt, den Islam anzunehmen.“

(Digitale Bibliothek: A. T. Khoury, L. Hagemann, P. Heine: Lexikon des Islam, S. 720, Verlag Herder)

Comments are closed.