Die Gewißheit, als mujahid ins Paradies (jannah) einzugehen

Wie soll man sich das islamische Paradies (jannah) vorstellen? Lassen wir dazu den Koran sprechen. An zahllosen Stellen wird der Aufenthalt daselbst in verlockendsten Farben geschildert. Eine prägnante ist:

Sure 4, Vers 57: Diejenigen aber, die da glauben und das Rechte tun, die werden Wir einführen in Gärten, durcheilt von Bächen, darinnen zu verweilen ewig und immerdar; und reine Gattinnen sollen darinnen sein, und führen werden Wir sie in überschattenden Schatten.

„Reine Gattinnen“ sind Jungfrauen. Die rechtgläubigen Männer werden demnach, so oft sie das Bedürfnis haben, mit solchen versorgt.

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Allfällig anwesende, ebenfalls ins Paradies eingetretene Ehefrauen werden sich über diesen für ihre Ehemänner bestimmten Luxusservice sicher freuen.

Das hervorstechendste Merkmal des islamischen Paradieses ist seine völlige Diesseitigkeit. Es handelt sich um eine Art Schlaraffenland, eine Verbindung von Edel-Puff und Grand-Hôtel, wo jegliche Entbehrung sowohl an Lebens- und Genußmitteln als auch an sexuellen Freuden ausgeschlossen ist. (sogar der hienieden verbotene Wein darf genossen werden – weil er nicht trunken macht)

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Sure 83, Vers 22: Siehe, die Gerechten werden wahrlich in Wonne sein;
Sure 83, Vers 23: Auf Hochzeitsthronen sitzend werden sie ausschauen;
Sure 83, Vers 24: Erkennen kannst du auf ihren Angesichtern den Glanz der Wonne;
Sure 83, Vers 25: Getränkt werden sie von versiegeltem Wein,
Sure 83, Vers 26: Dessen Siegel Moschus ist – und hiernach mögen die Begehrenden begehren –,
Sure 83, Vers 27: Und seine Mischung ist Wasser von Tasnim,
Sure 83, Vers 28: Einer Quelle, aus der die Allah Nahestehenden trinken.

Sure 76, Vers 12: Und Er belohnt sie für ihre Standhaftigkeit mit einem Garten und Seide.
Sure 76, Vers 13: Gelehnt in ihm auf Hochzeitsthronen, sehen sie in ihm weder Sonne noch schneidende Kälte,
Sure 76, Vers 14: Und nahe über ihnen sind seine Schatten, und nieder hängen über sie ihre Trauben,
Sure 76, Vers 15: Und kreisen unter ihnen Gefäße von Silber und Becher wie Flaschen,
Sure 76, Vers 16: Flaschen aus Silber, deren Maß sie bemessen.
Sure 76, Vers 17: Und sie sollen darinnen getränkt werden mit einem Becher, gemischt mit Ingwer;
Sure 76, Vers 18: Eine Quelle ist darinnen, geheißen Salsabil –
Sure 76, Vers 19: Und die Runde machen bei ihnen unsterbliche Knaben; siehst du sie, du hieltest sie für zerstreute Perlen.
Sure 76, Vers 20: Und wenn du hinsiehst, dann siehst du Wonne und ein großes Reich.
Sure 76, Vers 21: Angetan sind sie mit Kleidern von grüner Seide und Brokat und geschmückt sind sie mit silbernen Spangen, und es tränkt sie ihr Herr mit reinem Trank:
Sure 76, Vers 22: „Siehe, das ist euer Lohn, und euer Eifer ist bedankt.“

Der gottesfürchtige muslim wird mit großäugigen huris vermählt und es stehen auch wundersam schöne Knaben zur Verfügung „die Runde machen bei ihnen unsterbliche Knaben; siehst du sie, du hieltest sie für zerstreute Perlen“. Sind diese nur zur Bedienung abbestellt oder können sie selber konsumiert werden? – es geht aus dem Text nicht eindeutig hervor.

Die sieben Himmel – das Paradies

Sure 52, Vers 17: Siehe, die Gottesfürchtigen kommen in Gärten und Wonne,
Sure 52, Vers 18: Genießend, was ihr Herr ihnen gegeben hat. Und befreit hat sie ihr Herr von der Strafe des Höllenpfuhls.
Sure 52, Vers 19: „Esset und trinket und wohl bekomm’s – für euer Tun!“
Sure 52, Vers 20: Gelehnt auf Polstern; und Wir vermählen sie mit großäugigen Huris.

Sure 47, Vers 15: Das Bild des Paradieses, das den Gottesfürchtigen verheißen ward: In ihm sind Bäche von Wasser, das nicht verdirbt, und Bäche von Milch, deren Geschmack sich nicht ändert, und Bäche von Wein, köstlich dem Trinkenden; Und Bäche von geklärtem Honig; und sie haben in ihnen allerlei Früchte und Verzeihung von ihrem Herrn. Sind sie gleich dem, der ewig im Feuer weilen muß, und denen siedendes Wasser zu trinken gegeben wird, das ihnen die Eingeweide zerreißt?

 

 

Der einzig sichere Weg für einen Gläubigen, dieser ewig währenden Wollust teilhaftig zu werden ist sein Einsatz für die Sache des Islam, wann immer nötig mit Gut und Blut.

 

 

Denjenigen, welche durch ihre Beteiligung am Kampf ihre absolute Glaubenstreue und ihren Gehorsam unter Beweis gestellt haben, wird der Lohn bei Allah verheißen:

Sure 3, Vers 141: Und damit Allah die Gläubigen heimsucht und die Ungläubigen vertilgt.
Sure 3, Vers 142: Oder wähnt ihr, einzugehen in das Paradies, ohne daß Allah die Glaubensstreiter unter euch und die Standhaften erkannte?

Sure 3, Vers 157: Und wahrlich, so ihr im Wege Allahs erschlagen werdet oder sterbet, wahrlich, Verzeihung von Allah und Barmherzigkeit ist besser, als was ihr zusammenscharrt.
Sure 3, Vers 158: Und wahrlich, wenn ihr sterbet oder erschlagen werdet, werdet ihr zu Allah versammelt.

Der Gläubige, der sich am „Heiligen Krieg“ beteiligt, tätigt ein „Kaufgeschäft“ wer das irdische Leben verkauft für das Jenseits oder er „leiht Allah ein Darlehen“ „der Allah ein schönes Darlehen leiht“ welches ihm dieser viele Male verzinst: Er wird’s ihm verdoppeln um viele Male:

Sure 4, Vers 74: Und so soll kämpfen in Allahs Weg, wer das irdische Leben verkauft für das Jenseits. Und wer da kämpft in Allahs Weg, falle er oder siege er, wahrlich dem geben Wir gewaltigen Lohn.

Sure 2, Vers 245: Wer ist’s, der Allah ein schönes Darlehen leiht? Er wird’s ihm verdoppeln um viele Male. Und Allah schließt und öffnet die Hand, und zu Ihm müßt ihr zurück.

Sure 9, Vers 111: Siehe Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft. Sie sollen kämpfen in Allahs Weg und töten und getötet werden … Freut euch daher des Geschäfts, das ihr abgeschlossen habt; und das ist eine große Glückseligkeit.

► jihad als Kaufgeschäft
jihad als Darlehen an Allah

Sure 47, Vers 5: Er wird sie leiten und ihr Herz in Frieden bringen,
Sure 47, Vers 6: Und einführen wird Er sie ins Paradies, das Er ihnen zu wissen getan.

Sure 3, Vers 148: Und Allah gab ihnen den Lohn der Welt und den schönsten Lohn im Jenseits. Und Allah liebt die Gutes Tuenden.

Sure 3, Vers 195: Und es antwortet ihnen der Herr: „Siehe, Ich lasse nicht verloren gehen das Werk des Wirkenden unter euch, sei es Mann oder Weib; die einen von euch sind von den andern. Und diejenigen, die da auswanderten und aus ihren Häusern vertrieben wurden und in Meinem Wege litten und kämpften und fielen – wahrlich, bedenken will Ich ihre Missetaten, und wahrlich, führen will Ich sie in Gärten, durcheilt von Bächen; als Lohn von Allah – bei Ihm ist der schönste Lohn.“

Sure 22, Vers 58: Und jene, die in Allahs Weg auswanderten und alsdann fielen oder starben, wahrlich, die wird Allah mit schöner Versorgung versorgen. Denn siehe, Allah, wahrlich, Er ist der beste Versorger.

Sure 2, Vers 154: Und sprechet nicht von denen, die erschlagen wurden in Allahs Pfad: „Sie sind tot.“ Nein, sprechet: „Sie sind lebendig.“ Doch ihr versteht es nicht.

Sure 3, Vers 169: Und wähnet nicht die in Allahs Weg Gefallenen für tot, nein, lebend bei ihrem Herrn, werden sie versorgt:
Sure 3, Vers 170: Freudig über das, was Allah von Seiner Huld ihnen gab, und von Freude erfüllt über die hinter ihnen, die sie noch nicht eingeholt, daß keine Furcht über sie kommen wird und sie nicht trauern werden:
Sure 3, Vers 171: Von Freude erfüllt über die Gnaden von Allah und Huld, und daß Allah den Lohn der Gläubigen nicht verloren gehen läßt.

Sure 4, Vers 100: Und wer auswandert in Allahs Weg, wird auf der Erde manche Zuflucht und Hilfsmittel finden. Und wer sein Haus verläßt und zu Allah und Seinem Gesandten auswandert, und der Tod ereilt ihn dann, dessen Lohn fällt Allah zu; und Allah ist verzeihend und barmherzig.

Sure 8, Vers 28: Und wisset, das euer Gut und eure Kinder nur eine Versuchung sind, und daß bei Allah gewaltiger Lohn ist.
Sure 8, Vers 29: O ihr, die ihr glaubt, so ihr Allah fürchtet, Er wird euch Erlösung geben und wird euch eure Missetaten vergeben und euch verzeihen; und Allah ist voll großer Huld.

Sure 9, Vers 88: Jedoch der Gesandte und die Gläubigen bei ihm eifern mit Gut und Blut, und sie – das Gute wird ihnen zum Lohn, und sie – ihnen wird’s wohl ergehen.
Sure 9, Vers 89: Bereitet hat Allah für sie Gärten, durcheilt von Bächen, ewig darinnen zu verweilen. Das ist die große Glückseligkeit.

Der Zeitpunkt des Todes ist vorherbestimmt Die Vorherbestimmung des Zeitpunktes des Todes

Sure 3, Vers 145: Und niemand stirbt ohne Allahs Erlaubnis gemäß dem Termine setzenden Buch. Und wer den Lohn des Jenseits begehrt, dem geben Wir von ihm; wahrlich wir belohnen die Dankbaren.

Will man aber mit Sicherheit ins Paradies eintreten, muß man sich vorher als Glaubensstreiter bewähren:

Sure 3, Vers 142: Oder wähnt ihr, einzugehen in das Paradies, ohne daß Allah die Glaubensstreiter unter euch und die Standhaften erkannte?

und weiter:

Sure 9, Vers 52: Erwartet ihr Ungläubigen etwa, daß uns nicht eins der beiden schönsten Dinge (Sieg oder Paradies) treffen wird? Und wir erwarten von euch Ungläubigen, daß euch Allah mit einer Strafe treffen wird, sei es von Ihm oder durch unsere Hand. Und so wartet; siehe wir warten mit euch.

Sure 4, Vers 95: Und nicht sind diejenigen Gläubigen, welche daheim ohne Bedrängnis sitzen, gleich denen, die in Allahs Weg streiten in Gut und Blut. Allah hat die, welche mit Gut und Blut streiten, im Rang über die, welche daheim sitzen, erhöht. Allen hat Allah das Gute versprochen; aber den Eifernden hat Er vor den daheim Sitzenden hohen Lohn verheißen.

Sogar Mohammed selbst stürbe gerne als Märtyrer für die Sache Allahs – aber er weiß, daß sein Tod unter den Gläubigen eine schreckliche Lücke aufreißen würde – und das will er vermeiden:

Bukhari V4 B52 N54, berichtet von Abu Huraira: Der Prophet sagte: „Bei Ihm, in wessen Händen mein Leben ruht! Wäre es nicht wegen einigen unter den Gläubigen, welche es nicht ertragen, hinter mir zurückgelassen zu werden …. würde ich bestimmt niemals hinter einer Kampfeinheit zurückbleiben, welche in Allahs Namen ausgezogen ist. Bei Ihm, in wessen Händen mein Leben ruht! Ich würde nichts lieber wollen, als ein Märtyrer für Allahs Sache zu sein und dann auferstehen und dann ein Märtyrer sein und dann wiederum auferstehen und dann ein Märtyrer sein und dann wiederum auferstehen um dann wieder ein Märtyrer zu sein.“

Bukhari V9, B90, N332, berichtet von Abu Huraira: Der Prophet Allahs sagte: „Bei Ihm, in dessen Händen mein Leben liegt! Wäre es nicht wegen einiger Männer, welche es nicht ertragen würden, alleine zurückgelassen zu werden und für die ich noch die Aufgabe der Rechtleitung habe – ich würde nicht an einer Schlacht fehlen. Ich möchte als Märtyrer für die Sache Allahs sterben und wiederkommen und dann wieder als Märtyrer sterben und wieder lebendig werden und wieder sterben und wieder erweckt werden und wieder als Märtyrer sterben.

Auch in den hadith-Sammlungen nehmen die Paradiesversprechungen einen breiten Raum ein:

Bukhari V4 B52 N44, berichtet von Abu Huraira: Ein Mann kam zum Propheten Allahs und sagte: „Unterweise mich hinsichtlich einer Handlung, die dem jihad in der Belohnung ebenbürtig ist.“ Er antwortete, „Ich finde keine solche Tat.“

Bukhari V4 B52 N45, berichtet von Abu Said Al-Khudri: „O Prophet Allahs! Wer ist der Beste unter den Gläubigen?“ Allahs Prophet antwortete: „Ein Gläubiger, welcher sein Äußerstes hergibt für die Sache Allahs mit seinem Leben und seinem Besitz.“ ……

Bukhari V4 B52 N46, berichtet von Abu Huraira: Ich hörte den Propheten Allahs sagen: „Das Beispiel eines mujahid (muslimischer Kämpfer) für die Sache Allahs – und Allah weiß am Besten, wer wirklich für Seine Sache kämpft – ist wie eine Person, die ohne Unterbruch fastet und betet. Allah verbürgt sich dafür, daß Er diesen mujahid, der für Seine Sache kämpft im Paradies empfangen wird, wenn er getötet wird, andernfalls will Er ihn sicher nach Hause bringen mit Belohnung und Kriegsbeute.“

Bukhari V4 B52 N66, berichtet von Abu Abs: Der Prophet Allahs sagte: „Jeder, dessen Füße für die Sache Allahs mit Staub bedeckt werden wird vom Fegefeuer unberührt bleiben.“

Bukhari V4 B52 N137, berichtet von Abu Huraira: Der Prophet sagte: „Laß den Sklaven von Dinar und Dirham (Geld und luxuriösen Kleidern) an diesen Sachen verkommen, wenn es ihm gefällt so sie ihm gegeben werden …. Laß eine solche Person verkommen und zurückfallen und, wenn sie mit einem Dorn durchbohrt wird, niemanden finden, der ihn wieder hinauszieht. Das Paradies ist für diejenigen, welche die Zügel des Pferdes fest in der Hand halten für die Sache Allahs, auch wenn ihr Haar ungekämmt ist und ihre Füße mit Staub bedeckt sind. Wenn ihm in der Vorhut ein Platz zugewiesen wird, ist er genau so zufrieden, wie wenn er in der Nachhut eingeteilt ist ….“

Bukhari V4 B51 N72, berichtet von Anas bin Malik: Unser Prophet erzählte uns von der Botschaft unseres Herrn: „Wer immer von uns getötet wird geht ins Paradies ein.“ Umar fragte den Propheten: „Ist es wahr, daß unsere Männer, die getötet werden, ins Paradies eingehen und die Ungläubigen ins Höllenfeuer?“ Der Prophet antwortete: „Ja.“

Bukhari V4 B52 N73, berichtet von Abdullah bin Abi Aufa: Der Prophet Allahs sagte: „Wisset, daß das Paradies unter dem Schatten der Schwerter liegt.“

Der Koran gibt keine Auskunft darüber, ob der Eintritt ins Paradies unmittelbar nach dem Tod erfolgt oder nicht. Gemäß Überlieferungen in den ahadith besteht daran aber kein Zweifel. Das selbe kann auch der Chronik von Ibn Ishaq entnommen werden, wo die Umstände des Todes eines bekehrten Juden während der Belagerung von ► Khaybar beschrieben werden: „Er kam dann vor diese Burg, um sie mit den Gläubigen zu bekämpfen, da traf ihn ein Stein, der ihn tötete, noch ehe er je ein Gebet verrichtet hatte. Man brachte ihn dann vor Mohammed. Er liess ihn hinter sich niederlegen, und mit seinem Gewande zudecken. Mohammed sah ihn eine Weile an, dann wendete er sich von ihm ab. Einige seiner Gefährten, die bei ihm waren, fragten ihn, warum er sich abgewendet habe? Er antwortete: „Weil jetzt seine zwei Gattinnen mit Gazellenaugen (huris) bei ihm sind. Sobald einer als Märtyrer stirbt, neigen seine zwei Gattinnen von den Huri sich ihm zu und wischen den Staub von seinem Gesichte und sagen: „Allah bestaube das Gesicht dessen, der dich bestaubt hat, und töte den, der dich getötet hat!“ (Gustav Weil: Das Leben Mohammeds, 2. Band, Seite 167 f, Verlag J.B. Metzler, 1864)

 

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