Fitra – die wahre Natur des Menschen

Zusammenfassung

Entsprechend dem imperialen Anspruch des Islam auf weltweite Geltung bestimmt Allah auch über das Leben der Ungläubigen – selbst wenn diese das gar nicht (zu schätzen) wissen. Demnach wird nicht nur jeder muslim sondern tatsächlich jeder Mensch der je auf der Welt gelebt hat dem Jüngsten Gericht zugeführt werden. Dies ist die Konsequenz aus folgender Begebenheit: Als Allah Adam erschuf, nahm Er ihm den Schwur ab, Ihn als seinen Schöpfer anzuerkennen. Anschließend ließ Er aus den Lenden Adams seine gesamte Nachkommenschaft, Generation um Generation, welche bis zum Ende der Welt auf der Erde geboren werden sollte hervorgehen. Er breitete sie alle vor sich aus „bis es wie ein großes Ameisenheer ausschaute“, um auch von ihnen dieses Gelöbnis entgegenzunehmen. Er sprach zu ihnen von Angesicht zu Angesicht: „Bin ich nicht euer Herr?“ und sie sagten: „Jawohl wir bezeugen es.“

Sure 7, Vers 172: Und als dein Herr aus den Rücken der Kinder Adams ihre Nachkommenschaft zog und wider sich selber zu Zeugen nahm und sprach: “Bin ich nicht euer Herr?“ sprachen sie: „Jawohl, wir bezeugen es.“ Dies taten Wir, damit sie nicht am Tag der Auferstehung sprächen: „Siehe, wir waren dessen achtlos!“

Sure 7, Vers 173: Oder sprächen: „Siehe, unsere Väter gaben Allah Gefährten zuvor, und wir sind ihre Nachkommenschaft. Willst Du uns etwa vertilgen ob dem, was Nichtiges Tuende taten?

Tafsir al-Jalalayn 7,172: Und erinnere dich, als dein Herr zuerst aus den Lenden Adams und dann aus den Lenden der Kinder Adams Nachkommen schuf, und dann weiter auch aus deren Lenden immer wieder neue Sprößlinge entstehen ließ bis es wie ein großes Ameisenheer ausschaute. Allah setzte in jeden Einzelnen das Wissen und den Beweis Seiner Göttlichkeit und stattete jeden mit der Gabe der Vernunft aus. Dann ließ Er die Kinder Adams gegen sich selber Zeugnis ablegen indem Er sprach: „Bin Ich nicht euer Gott?“ Und sie sagten: „Ja, tatsächlich, wir bezeugen, daß Du unser Gott bist.“ Dieses Zeugnis mußten alle Nachkommen Adams ablegen, damit sie nicht am Jüngsten Gericht sagen könnten: „Wir wußten nichts von der Einheit und Einzigkeit Allahs.“

Tafsir al-Jalalayn, 7,173: Oder damit sie nicht sagen können: „Es liegt daran, daß unsere Väter schon vor unserer Geburt Götzenanbeter waren und wir sind deren Nachkommen und einfach ihrem Beispiel gefolgt. Willst Du uns also für die polytheistischen Verfehlungen unserer Vorfahren verfolgen und zerstören?“

Sure 7, Vers 172 besteht darauf, daß Allah die Menschen mit dem Wissen um Seine alleinige Göttlichkeit geschaffen hat. Damit wird es unentschuldbar, am Jüngsten Tag die Wahrheit nicht gekannt zu haben.“ (Ecyclopaedia of the Qur’an, Brill, Leiden + Boston, 2006, Seite 44):

Der Islam ist also die eigentliche geistige Natur des Menschen: fitra, der natürliche Glaube. Nicht-muslime sind demnach nicht vollwertige Menschen, da sie nicht gemäß ihrer Natur leben.

 

natur_des_menschen

Die Doktrin der fitra wird auf den beiden folgenden Islamseiten erörtert:


1. Die Natur des Menschen [fitra] bzw. das „Nomen der Art“ ist eine dem Menschen angeborene Eigenschaft bzw. Fähigkeit. Das arabische Wort „Fitra“ stammt von „(hervor)brechen“ [fatara] und bezeichnet das islamische Konzept von der Natur des Menschen, die es jedem Menschen ermöglicht, die Wahrheit zu finden. Nach diesem Konzept wird jeder Mensch als „Ergebener“ (Muslim) geboren, unabhängig von der Religion seiner Eltern. 

Nach dieser Auffassung hat jeder Mensch zudem die angeborene Fähigkeit zur Erkenntnis, um sowohl sich selbst als auch seinen Schöpfer [chaliq] zu erkennen. Aufgrund dieser Veranlagung können alle Menschen überall in der Welt unabhängig von Herkunft und Umgebung sich Gott aufrichtig ergeben. Und daher wird jeder Mensch am Tag der Auferstehung [yaum-ul-qiyamah] Rechenschaft dafür ablegen müssen, in welchem Maß er diese Gabe genutzt oder verworfen hat.

Quelle: http://www.eslam.de/begriffe/n/natur_des_menschen.htm


2. Da Allah bei der Erschaffung Adams alle Menschen Zeugnis über Seine Göttlichkeit ablegen ließ, wurde dieser Schwur in die menschliche Seele eingeprägt, noch bevor sie im fünften Monat der Schwangerschaft in den Fötus eintritt. Daher hat ein Kind, wenn es geboren wird, einen natürlichen Glauben an Allah. Dieser natürliche Glaube wird im Arabischen als „Fitra“ bezeichnet. Würde man ein Kind alleine lassen, so würde es Allah in Seiner Einheit erkennend aufwachsen. Aber alle Kinder werden von ihrer Umgebung beeinflusst.

Der Prophet Muhammad überliefert, dass Allah gesagt hat: „Ich habe meine Diener in der richtigen Religion erschaffen, aber die Teufel sorgten dafür, dass sie fehlgehen.“  (Überliefert von Muslim)

Der Prophet sagte auch: „Jedes Kind wird mit der Fitra geboren, und seine Eltern machen dann aus ihm entweder einen Juden oder einen Christen. Genauso wie das Tier, das ein Tier zur Welt bringt. Hast du schon mal ein junges Tier verstümmelt geboren gesehen, bevor man es verstümmelt?“ (Überliefert von Al-Buchâri und Muslim)

… Die Religion, der ein Kind folgt, hängt von Bräuchen und Erziehung ab. Allâh verlangt von einem Kind bis zu einer gewissen Phase seines Lebens keine Rechenschaft und bestraft es auch nicht wegen seiner Religion. Reift das Kind jedoch in der Jugend heran und werden ihm klare Beweise für die Unrichtigkeit seiner Religion gebracht, so muss der nunmehr Erwachsene der Religion des Wissens und der Vernunft folgen. In diesem Augenblick versuchen die Teufel ihr Bestes, ihn zu ermutigen, in seinem Zustand zu verharren oder noch weiter irrezugehen. 

… Da all diese mächtigen Kräfte gegen die Fitra kämpfen, hat Allah bestimmte rechtschaffene Menschen auserwählt und ihnen den richtigen Weg im Leben offenbart. Diese Menschen, die wir als Propheten bezeichnen, wurden gesandt, um unserer Fitra im Kampf gegen ihre Feinde beizustehen.

Quelle: http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=183115


Textanalyse:

  1. Jedem Menschen ist gleichsam als Basis-Betriebsprogramm „dieser Schwur in die menschliche Seele eingeprägt“ daß er Allah erkennen kann und will. Es gibt nur den einen Schöpfer – und zwar Allah – und Ihm muß man sich vollständig unterwerfen. Das ist die Natur des Menschen.
  1. Menschen, die sich nicht dem Islam hingeben sind also „verstümmelt“, aber eben nicht von Geburt aus sondern weil sie von ihren Eltern „verstümmelt“ wurden.
  1. Entsprechend den aufgelisteten Zeugnissen ist jeder Mensch seit Adam eigentlich ein muslim. Auch Menschen, die vor der koranischen Botschaft gelebt haben wurden von Allah betreut. Er sandte schon vor Mohammed die erstaunliche Zahl von 124’000 Propheten mit Seiner Botschaft zu allen Völkern dieser Welt „hat Allah bestimmte rechtschaffene Menschen auserwählt und ihnen den richtigen Weg im Leben offenbart. Diese Menschen, die wir als Propheten bezeichnen …„. Allerdings vergeblich, denn alle anvisierten Völker waren vom Satan besessen „aber die Teufel sorgten dafür, dass sie fehlgehen„ und: „In diesem Augenblick versuchen die Teufel ihr Bestes…“. Deshalb haben sie die göttlichen Boten vertrieben oder umgebracht und Allahs Botschaft abgelehnt und korrumpiert. Allah hat die sündigen Völker ausradiert – alle. Im Koran werden die „Straflegenden“ ausgiebig abgehandelt. Wir haben diese islamischen Geschichtsklitterungen dargestellt unter:

      ► Die Botschaften an alle Nationen

Diskussion:

  1. Da Allah den ganzen Weltenverlauf und damit das Schicksal einer jeden Menschenseele schon im himmlischen Buch festgeschrieben hat (Prädestination), bevor Er diese Seine Schöpfung überhaupt entstehen ließ können all die unglücklichen Ungläubigen gar nicht anders als ungläubig sein, denn sie wurden dafür geschaffen ungläubig zu sein. ►  Prädestination und freier Wille

    Damit wird das ihnen offenbar eingeschriebene Gesetz der fitra, wonach jeder Mensch, wenn er nur aufrichtig will, zu Allah findet unmöglich fruchten. Der Allmächtige überlagert es mit Seiner konträren Vorherbestimmung. Um Seine Prädestination Wirklichkeit werden zu lassen greift Er ins Leben der Ungläubigen lenkend ein, z.B. durch die Irreleitung – einer Art göttlich induzierter Verblendung:

      ► Die Irreleitung

  1. Prof. Martin Rohnheimer weist auf eine weitere Konsequenz der islamischen Heilslehre hin: der völligen Entmenschlichung der Ungläubigen: „Für den Islam sind Nichtmuslime keine vollwertigen Menschen. Denn islamischer Lehre gemäß ist der Mensch von Natur aus muslim, die menschliche Natur selbst, die «fitra», ist muslimisch. Nicht-muslime sind folglich Abtrünnige, «denaturierte» Menschen. Im Islam kann es deshalb keine prinzipielle Gleichheit aller Menschen aufgrund ihrer Natur und kein für alle – unabhängig von der Religionszugehörigkeit – geltendes Naturrecht geben. Der Islam akzeptiert die modernen Menschenrechte immer nur unter dem Vorbehalt der Bestimmungen der scharia. Deshalb kann sich gerade der «wahre Islam» nicht in die Moderne integrieren.“ (Quelle)

     Wir haben die vollständige Entmenschlichung der Ungläubigen dargestellt in unserem Modul:

     ► Das Bild des Ungläubigen im Koran

Zum Abschluß noch einige grundlegende Betrachtungen von Jaya Gopal zur Sinnhaftigkeit des islamischen Gottesbildes und der koranischen Behauptung, daß Allah an alle Nationen einen Gesandten entsendet haben soll: „Man fragt sich, warum Allah es nötig hatte, über hunderttausend Apostel und Propheten in alle Welt zu schicken, um die Menschen von Seiner Existenz zu überzeugen, wo doch ein schlichtes: „Glaubt!“ des Allmächtigen und Allesvermögenden vom Himmel herab genügt hätte. Daß diese ganze, so lange Zeit bemühte Heerschar göttlicher Gesandter dabei auch noch immer wieder kläglich versagte und es ihr – bei all dem Blutvergießen für den angeblich so hehren Zweck, nicht zu vergessen! – nicht gelungen ist, Millionen von sogenannten Götzendienern oder sonstigen Ungläubigen zu überzeugen, spricht denn doch reichlich für Allahs Unvermögen (oder Seinen fehlenden guten Willen), eine angenehme, vernünftige Welt zu erschaffen und für das Glück ihrer Bewohner zu sorgen. Nehmen wir Allah beim Wort, so zählen allerdings auch die Götzendiener und Ungläubigen zu Seinen Geschöpfen, deren Schicksal, Handlungen und Überzeugungen Er zudem schon in allen Einzelheiten festgelegt hat, bevor sie noch das Licht der Welt erblickten; der Mensch hat dabei gar keine Wahl, kann über seine Gedanken und Handlungen gar nicht frei bestimmen. Hören wir also, was der Gott der Moslems in der Sache zu sagen hat:

Sure 28, Vers 68: Und dein Herr schafft, was Er will, und erwählt; sie aber haben keine Wahl. Preis sei Allah, und erhaben ist Er über das, was sie Ihm beigesellen.

Sure 10, Vers 99: Und wenn dein Herr gewollt hätte, so würden alle auf der Erde insgesamt gläubig werden. Willst du etwa die Leute zwingen, gläubig zu werden?
Sure 10, Vers 100: Und keine Seele kann gläubig werden ohne Allahs Erlaubnis; und Seinen Zorn wird Er über die senden, welche nicht begreifen.

Sure 6, Vers 108: Und so Allah es wollte,gäben sie Ihm keine Gefährten; und nicht machten wir dich (Mohammed) zum Wächter über sie, und nicht bist du ein Hüter über sie.

Nun, offensichtlich wollte Er wohl nicht. Wozu also alle Warnungen, Offenbarungen, Heiligen Schriften, der ganze Aufwand einer Unzahl von Propheten, deren Missionieren somit ohnehin ins Leere läuft?  Und mit welchem Recht nimmt Er sich heraus, die Ungläubigen zu strafen, wenn Er doch selbst ihren Lebensweg vorgezeichnet hat, sie zudem noch absichtlich in Unwissenheit gehalten, „eine Decke über ihre Herzen gelegt und ihre Ohren verstopft“ hat (damit sie nämlich die Botschaft Seines Propheten nicht verstehen)?“ (Yaya Gopal, Gabriels Einflüsterungen, Seite 121f, Ahriman-Verlag, Freiburg, 2004)

 

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