Die Grabesqualen

Die Grabesqualen sind Teil des ascharitischen Glaubensbekenntnisses: „Sie glauben an Munkar und Nakir“ und: „ferner an die Grabesstrafe“ (Quelle) und damit fester Bestandteil der islamischen Heilsbotschaft. Jeder muslim ist verpflichtet, daran zu glauben. Je nach hadith kann diese Bestrafung sehr heftig ausfallen. Die Verstorbenen sind gemäß islamischer Erkenntnis nicht tot im herkömmlichen Sinne sondern leben in einer Art Zwischenreich weiter. Deshalb können sie auch von zwei Engeln, den Todesengeln befragt werden:

Die Todesengel MUNKAR und NAKIR: „das Negative“ und „das Verwerfliche“. Es sind die beiden Engel, welche gemäß Versicherung Mohammeds die Toten im Grabe besuchen und sie über ihren Glauben an den Propheten und die Religion des Islam befragen. (Quelle: Thomas Partick Hughes, A Dictionary of Islam)

Diese beiden Engel werden zwar im Koran nicht namentlich erwähnt aber ihr Auftrag wird dort klar beschrieben:

Sure 47, Vers 27: Wie wird es sein, wenn die Engel sie zu sich nehmen und sie aufs Gesicht und den Rücken schlagen!

Sure 8, Vers 50: Sähest du nur die Engel die Ungläubigen zu sich nehmen, wie sie ihnen ihr Gesicht und den Rücken schlagen und sprechen: „Schmecket die Strafe des Verbrennens!
Sure 8, Vers 51: Solches für das, was eure Hände voraussandten!“ Und weil Allah nicht ungerecht ist gegen Seine Diener.

Sure 50, Vers 17: Wenn die zwei Begegner 1) sich begegnen, zur Rechten und zur Linken sitzend,
Sure 50, Vers 18: Wird er kein Wort sprechen; doch ist neben ihm ein bereiter Wächter. 2)
Sure 50, Vers 19: Und es kommt des Todes Taumel in Wahrheit: „Das war’s, dem du auswichst.“

1) Die beiden Engel Munkar und Nakir
2) Bereit zur Niederschrift

Sure 6, Vers 61: Und Er ist der Zwingherr über Seine Diener, und Er sendet über euch Wächter, so daß, wenn zu einem von euch der Tod kommt, Unsre Gesandten (die Engel) ihn zu sich nehmen; und sie sind nicht lässig.

Die sunna deutet Allahs Auftrag an die beiden Todesengel noch detaillierter aus:

Bukhari V2 B23 N422 berichtet von Anas: Der Prophet sagte: „Wenn ein Mensch ins Grab gelegt wird und sich seine Begleiter kaum entfernt haben – so daß er noch immer ihre Schritte hören kann – kommen bereits zwei Engel zu ihm und gebieten ihm zu sitzen. Sie fragen ihn: ‚Was pflegtest du über diesen Mann Mohammed zu sagen?’ Er wird antworten: ‚Ich bezeuge, daß er Allahs Sklave und Sein Gesandter ist.’ Dann wird ihm gesagt werden: ‚Schau deinen Platz im Höllenfeuer an. Allah hat dir statt dessen einen Platz im Paradies gegeben.’“ Der Prophet ergänzte: „Dem Toten werden beide Plätze gezeigt werden. Aber ein Ungläubiger oder ein Heuchler wird den Engeln antworten: ‚Ich weiß nicht, ich sage das was die Leute sprachen.’ Es wird ihm gesagt werden: ‚Du hast weder gewusst noch hast du die Rechtleitung durch den Koran angenommen.’ Dann wird er mit einem Eisenhammer zwischen die Ohren (auf den Schädel) geschlagen werden, und er wird schreien und seine Schreie werden von allen gehört werden die sich ihm nähern, außer sie seien Menschen oder jinn (Geister).“

Selbst der Prophet hatte Angst von den Grabesqualen, weshalb er darum betete, davon verschont zu werden:

Bukhari V4 B52 N77 berichtet von Anas bin Malik: Der Prophet pflegte zu sagen: „O Allah! Ich suche Schutz bei Dir vor Hilflosigkeit, Faulheit, Feigheit und Altersbeschwerden; ich suche Schutz bei Dir vor den Beschwernissen des Lebens und des Todes und vor den Grabesqualen.“

In der Tat ist die Aussicht auf eine derartig peinvolle Existenz in der Zeit nach dem irdischen Tod bis zum Jüngsten Gericht für einen muslim eine schwere Belastung.

Wie uns das untenstehende Video versichert gibt es glücklicherweise drei Möglichkeiten, den Grabesqualen zu entkommen:

  1. An einem Freitag zu sterben
  2. An einem Magenleiden zu sterben
  3. Als Märtyrer im jihad zu sterben

Punkt 3. ist einer der Gründe für die Todesverachtung eines mujahids. Es ist die logische Folge des Umstandes, daß ein getöteter mujahid als Märtyrer für den jihad, die Sache Allahs „mit Gut und Blut“ direkt ins Paradies eingeht:

► Die Antwort auf das Leben ist nicht das Leben sondern das Jenseits

Die Körper der Verstorbenen werden zwar zerfallen, weshalb Allah sie für die Befragung am Jüngsten Tag aus dem verbliebenen Staub wieder zusammenfügen muß. Trotzdem scheinen die Toten eine Art Körper zu haben. Und der kann gewaltig malträtiert werden. Wie dem folgenden Video und dem abschließenden QA – Dokument einer islamischen Internetseite entnommen werden kann sind der exzessiven Beschreibung von Bestrafungsvarianten in den ahadith nach Oben keine Grenzen gesetzt:


Und: ein muslim hat an diese Grabesqualen zu glauben: „Hingegen ist es zwingend daran zu glauben, sonst ist Ihr Glaube als muslim in Frage zu stellen„:

Frage: 

Salam aleikum, ich werde hier einen Auszug aus dem Beitrag dieser Person einfügen. Sie brauchte das in einem Forum als Weckruf. Ich selber glaube das soll ist nichts anderes bewirken als muslime zu ängstigen und sie sogar vom Islam wegzubringen. Stimmen die folgenden Belege?

Hier ist eine Liste von einigen Grabesstrafen. Es ist ein Ausschnitt aus einem langen hadith von Bukhari:

für diejenigen, die ihre Augen und Mund für das Böse verwendet haben:

Der Prophet Mohammed sah im Grab einen Mann mit einem grossen Eisenhaken über einem anderen Mann stehen. Er steckte den Haken in dessen Mund und riss ihn bis auf die Brust auf. Seine Wangen wurden durch diese Kraft abgetrennt. Dann steckte er den Haken in die Augen und riß das Gesicht wiederum auf bis auf die Brust herunter. Dann steckte er den Haken in die Nase und riss das Gesicht erneut auf bis zur Brust herunter. Dabei stieß er jedes Mal einen grässlichen Schrei heraus wenn der Haken eingeführt wurde. Darauf nahm sein Gesicht wieder die ursprüngliche Form an. Die Bestrafung wurde wiederholt und wird bis zum Jüngsten Tag wiederholt werden.

– für diejenigen welche den Koran gelernt ihn dann aber ignoriert haben und für diejenigen, welche das Gebet (fajr) verschlafen haben:

Sein Kopf wird mit einem grossen Stein zerschmettert werden; immer wieder bis zum Jüngsten Tag. Einige Traditionen meinen, daß auch sein Körper zerschmettert wird.

– für diejenigen, welche Zins nehmen:

Er wird in einem Fluss voll Blut oder kochendem Teer schwimmen und jedes Mal wenn er hinaussteigen will wird eine Person am Ufer einen Stein in seinen Mund werfen und dabei die Zähne etc. zerschmettern. Der Sünder wird in den Fluss zurückfallen und dieses Procedere wird sich immer wiederholen.

– für den Ehebrecher und die Ehebrecherin:

Diese Personen werden sich in einer tönernen Grube befinden und von unten verbrannt werden. Die Kraft und Hitze des Feuers wird sie die Wände der Grube hinaufdrängen aber sie werden nie hinauskönnen, so will es Allah. Ihre Körper werden geröstet werden. In einer anderen Tradition wird berichtet, daß sie gleichzeitig mit Steinen aus Feuer gesteinigt werden.

Die folgende Bestrafung findet sich in der Sammlung von Abu Dawud Nr. 4860 und Sahih al-Ja’mi 2/926: – für den Verleumder:

Sie haben Fingernägel aus Kupfer mit welchen sie ihr Gesicht bis zum Jüngsten Tag aufreissen. Diese Kupfernägel werden die Haut, die Augen und die Mundhöhle wegreissen bis nichts mehr übrigbleibt. Dann wird Allah ihr Gesicht wieder herstellen und die Bestrafung beginnt von neuem.

Hier noch von Bukhari, wie ich vermute: – für diejenigen, welche salat (das rituelle Gebet) vernachlässigen oder wenn es nicht angenommen wird:

Sie werden wudu (die rituelle Waschung) mit kochendem Wasser vornehmen. Das wird ihre Haut zum Schmelzen bringen. Dann werden sie ihr Gebet (salat), welches sie vernachlässigt haben oder welches nicht angenommen wurde auf einem glühenden Feuerboden vornehmen. Eine andere Tradition erwähnt einen Boden aus Feuer und Nägeln. Dieses Procedere setzt sich bis zum Jüngsten Tag fort.

Andere Traditionen erwähnen Insekten, Würmer und Schlangen die den Körper auffressen.

Antwort:

Salam aleikum, viele Bücher sind über die Grabesqualen geschrieben worden. Einige sind authentisch und andere nicht. Ich möchte feststellen, daß die Grabesqualen Wahrheit sind weil sie oft in den hadithen des Propheten erwähnt sind. Er selber hat zu Allah gebetet, Er möge ihn vor solcher Strafe bewahren. Was die Details dieser Bestrafung angeht empfehle ich authentische hadithen. Hingegen ist es zwingend daran zu glauben, sonst ist Ihr Glaube als muslim in Frage zu stellen.

Sie erwähnen, daß der Glaube an die Grabesqualen einen muslim von seinem Glauben wegbringen könnte. Das denke ich nicht.

Quelle

 

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