Die Botschaften an alle Nationen und der Koran: die letzte Botschaft

Der Islam versteht den Koran als Allahs letzte Botschaft an die gesamte Menschheit und Mohammed demnach als Seinen letzten Gesandten dasSiegel der Propheten:

Sure 33, Vers 40: Mohammed ist nicht der Vater einer eurer Männer, sondern Allahs Gesandter und das Siegel der Propheten; und Allah weiß alle Dinge.

Wieso erläßt Allah erst in Seiner letzten, der koranischen Botschaft, den Befehl, Seine Rechtleitung nötigenfalls mit Gewalt – jihad, dem „Heiligen Krieg“ – auf der ganzen Welt zu verbreiten? Wieso braucht es überhaupt noch eine weitere Offenbarungsschrift?

1. Alle Offenbarungsschriften Allahs sind identisch

Mohammed mußte sich, entsprechend seiner geschichtlichen Unkenntnis der viel älteren asiatischen, amerikanischen und europäischen Hochkulturen sowie seiner Verkennung der je eigenen Botschaft des Alten und Neuen Testamentes die Entstehungsgeschichte der Religionen von einem sehr egozentrischen Standpunkt aus erklären. Er nahm an, daß die eine Botschaft, die ihm Allah nun offenbarte, weitgehend identisch nicht nur den Juden und Christen, sondern allen Völkern, die je gelebt haben, schon kundgetan worden war. „Und aus dieser These, daß alle Offenbarung dem Inhalt nach identisch sei, ergab sich schließlich als letzte Folgerung die Vorstellung von einer bei Gott befindlichen Urschrift (umm al-Kitab).“ (R. Paret, Mohammed und der Koran, Kohlhammer, Stuttgart, 2005, Seite 60)

Die Urschrift aller Offenbarungen

Diese in den Grundzügen gleichartige Botschaft gelangte also gemäß islamischer Erkenntnis zu allen Nationen (Völkern): „Laut islamischer Überlieferung überbrachte jeder Prophet grundsätzlich die gleichen Ideen von islam, welche als Unterwerfung an Gott, Sein Wort und Seine Befehle definiert werden. Alle göttlichen Boten überbrachten den Glauben an den Einen Gott

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sowie die Mahnung, Götzendienst und Sünde zu meiden. Jeder kam um den Islam zu verkünden und prophezeite auch das Erscheinen des letzten Propheten (rasul) Gottes: Mohammed. Jeder der Propheten richtete seine Botschaft an ein bestimmtes Volk und lehrte somit verschiedenen Zielgruppen kleinere Abweichungen von scharia (Religionsausübung).

Sure 16, Vers 36: Und wahrlich, wir entsandten zu jedem Volke einen Gesandten zu predigen: „Dienet Allah und meidet den Tagut.“ (Götzenanbetung) Und einige von ihnen leitete Allah recht und anderen war der Irrtum bestimmt. Aber wandert durch das Land und schauet, wie das Ende derer war, die der Lüge ziehen.

Die islamische Überlieferung hält fest, daß Gott Gesandte an alle Nationen geschickt hatte. Muslime glauben, daß Gott schlußendlich Mohammed aussandte, um die göttliche Botschaft zu „besiegeln“ (das Wort Gottes zusammenzufassen und abzuschließen) und sie der ganzen Welt zu übermitteln.

Muslime betrachten Adam als den ersten und Mohammed als den letzten der Propheten. … Die islamische Theologie anerkennt bis zu 124’000 *) Propheten. Der Koran nennt 25 Propheten (von Adam bis Mohammed) mit Namen.“

*) 124,000 ist eine Zahl, die in der islamischen Theologie Bedeutung hat. Laut der hadith Nummer 21257 in der Überlieferungskette (musnad) von Ibn Hanbal ist dies die gesamte Anzahl von Propheten, welche die Welt in ihrer Geschichte je gesehen hat. Diese Zahl ist deshalb so hoch, weil laut Koran Allah je einen Gesandten zu allen Nationen geschickt hat. (Quelle)

Majid Kaddhuri bestätigt die oben skizzierte islamische Vorstellung, wonach Allah allen Völkern einen Propheten gesendet hatte. Aber wegen des anhaltenden Unglaubens aller Menschen „haben ihre Verträge gebrochen und die Lehren der Propheten korrumpiert“ drängte es sich für Allah „zwingend auf, eine abschließende Anstrengung zu unternehmen und Er entschied sich dafür, Mohammed als letzten Propheten (das ‘Siegel’ der Propheten) auf die Erde zu entsenden, um alle verfälschten Lehren richtig zu stellen und eine einheitliche Ordnung einzuführen“:

„Gemäß islamischer Sichtweise der Genesis der Welt wird diese in ihren Anfängen nicht von einem, sondern von vielen verschiedenen Völkern bewohnt. Jedem wurde von Allah eine eigene göttliche Ordnung mitgegeben. Zu jedem Volk sandte Er einen Propheten, welcher dieses Gesetz übermittelte. Damit wurde eine verbindliche Übereinkunft zwischen Ihm und dem jeweiligen Volk eingesetzt. Die Welt vor Mohammed wird also nicht als einheitliche Welt aufgefaßt, sondern als eine aus verschiedenen Teilen zusammengesetzte (eine pluralistische Welt): Jedes Volk lebte entsprechend Allahs Geboten, die ihm von Seinem Propheten übermittelt worden waren. Aber alle, eines nach dem anderen, haben ihre Verträge gebrochen und die Lehren der Propheten korrumpiert. Es wurden viele (göttliche) Warnungen ausgesprochen, die jedoch alle erfolglos blieben. Es drängte sich also für Allah zwingend auf, eine abschließende Anstrengung zu unternehmen und Er entschied sich dafür, Mohammed als letzten Propheten (das ‘Siegel’ der Propheten) auf die Erde zu entsenden, um alle verfälschten Lehren richtig zu stellen und eine einheitliche Ordnung einzuführen. Mohammed warnte zuerst sein eigenes Volk und rief dann die anderen Völker auf, seine Mission anzunehmen. Mohammeds Lehren sollen also die endgültige Religion (versinnbildlicht mit dem Begriff ‘Islam’) für alle Völker durchsetzen.(Majid Khadduri, War and Peace in the Law of Islam, The Lawbook Exchange, Clark, New Jersey, 2006, Seite 7f)

Der einige Gott
Die gleiche Botschaft

2. Die Herleitung der Prophetengeschichten im Koran

Woher aber wußte Mohammed um die Gleichartigkeit aller göttlichen Botschaften und um ihre Verfälschung haben ihre Verträge gebrochen und die Lehren der Propheten korrumpiert.“?

Es bleibt also noch zu untersuchen, wie Mohammed zum Wissen über seine Prophetenvorgänger gekommen ist, die laut den islamischen Schriften allesamt abgelehnt und deren Lehren obendrein noch verfälscht wurden.

Verfälschung der Schrift

Wie im Kapitel ► Christen (und Juden) im Koran dargelegt wird, eignete sich Mohammed vor allem noch in seiner Zeit in Mekka, von verschiedenen mündlichen Quellen einiges Wissen über Judentum und Christentum an:

Nachdem Mohammed erst einmal die Überzeugung gewonnen hatte, daß die eine göttliche Wahrheit den „Leuten der Schrift“, d.h. den Juden und Christen, bereits offenbart worden war, während im arabischen Sprachbereich eine entsprechende Offenbarung noch ausstand, war er natürlich daran interessiert, möglichst viel vom Inhalt der jüdischen und christlichen Offenbarungsschriften in Erfahrung zu bringen.“ (R. Paret, Mohammed und der Koran, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 1980, Seite 92)

Und eben diese, die partiellen und teilweise mißverstandenen Erzählungen aus den jüdischen und christlichen heiligen Schriften bilden die Grundlage für die koranischen Offenbarungen, die Mohammed von Allah erhalten hat. Mohammed extrapolierte, daß auch andere Völker grosso modo die an ihn ergangene Botschaft des Allmächtigen erhalten haben müssen:

Unter solchen Voraussetzungen entwickelte sich in ihm die Vorstellung, daß es zwar eine Mehrzahl von Religionsgemeinschaften gegeben habe, daß aber der in ihnen gelehrte Gottesglaube im Wesentlichen ein und derselbe sei. Er, Mohammed fühlte sich seinerseits dazu berufen, seinen Landsleuten dieselbe, bereits früher verschiedentlich offenbarte religiöse Wahrheit zu überbringen, und dies in der ihnen allein verständlichen arabischen Sprache.“ (ebenda, Seite 60)

3. Die Straflegenden

vergleiche auch: ► Die Strafgerichte der Völker – die Straflegenden

R. Paret zeichnet in seiner Analyse einen sehr plausiblen geistigen Vorgang nach, wie Mohammed zu seiner Behauptung gelangte, alle vergangenen Nationen hätten eine identische Botschaft erhalten, dann aber nach und nach „ihre Verträge gebrochen“ und seien schließlich wegen ihrer Halsstarrigkeit von Gott weitestgehend vernichtet worden. (In der Orientalistik werden diese stark typisierten koranischen Erzählungen seit Josef Horovitz als Straflegenden bezeichnet).

Alois Sprenger subsummiert den Inhalt dieser Straflegenden folgendermassen:

Der Rahmen einer vollständigen Straflegende ist dieser: Es kam ein Bote Gottes, predigte seinem Volke, es gab ihm kein Gehör und wurde vertilgt.

Nachdem Mohammed durch Selbstüberlistung zur Überzeugung gekommen war, die in diesen Legenden erzählten göttlichen Strafgerichte für einen Beweis und eine Bestätigung seiner Sendung zu halten „hatte er nur noch einen Schritt weiter zu gehen … d.h. sich von einem Vertrauten Geschichten vorerzählen zu lassen, sie prophetisch zu bearbeiten und das Produkt für Offenbrungen auszugeben. Es ist hier wie überall unmöglich, die Grenze zu ziehen zwischen grober Selbsttäuschung und absichtlichem Betrug.“ (Alois Sprenger, Das Leben und die Lehre des Mohammad, Erster Band, Nicolai’sche Verlagsbuchhandlung, Berlin, 1861, Seiten 469 und 475):

R. Paret führt aus: „Wer immer ein Verhältnis zur Geschichte hat, sieht und erlebt das Geschehen der eigenen Zeit im Zusammenhang mit dem, was früher war. Die Gegenwart wird auf die Vergangenheit zurückbezogen und umgekehrt die Vergangenheit von der Gegenwart her beurteilt und soweit das möglich ist, an ihr gemessen.“

Man darf wohl annehmen, daß Mohammed schon vor seinem Berufungserlebnis in dem hier angedeuteten Sinn ein Verhältnis zur Geschichte gehabt hat. Wir denken dabei in erster Linie an seine Vertrautheit mit altarabischen Überlieferungen und Sagen. Wenn er etwa die Geschichte vom Untergang der Tamud auch erst in späteren Jahren in seine Verkündigung eingebaut hat, so braucht das nicht zu bedeuten, daß sie ihm früher noch nicht bekannt war.

Sure 27, Vers 45: Und wahrlich, wir entsandten zu den Tamud ihren Bruder Salih: „Dienet Allah!“ Und siehe, sie wurden zwei streitende Parteien.

Vielleicht ist er sogar selber einmal auf einer Reise an den Felsengräbern von Hegra vorbeigekommen und hat bei dieser Gelegenheit erzählen oder wiedererzählen hören, daß jenes alte Volk einst in diesen Gemächern gewohnt habe und dann in einer plötzlich einsetzenden Naturkatastrophe untergegangen sei.“ (ebenda, Seite 90)

Hier haben wir die Blaupause für Mohammeds Identifizierung mit seinen Prophetenvorgängern. Wie schon erläutert, waren die Bekehrungsbemühungen Mohammeds in seiner Vaterstadt von sehr dürftigem Erfolg gekrönt. ► Die Zeit in Mekka Mohammed hat sich in der aussichtslosen Position seiner ebenfalls von verderbten Menschen abgelehnten prophetischen Vorgänger wiedererkannt:

Sure 22, Vers 42: Und wenn sie dich der Lüge zeihen, so hat schon vor ihnen das Volk Noahs und Ads und Tamuds
Sure 22, Vers 43: Und das Volk Abrahams und das Volk Lots
Sure 22, Vers 44: Und die Bewohner Midians ihre Propheten der Lüge geziehen. Und auch Moses ward der Lüge geziehen. Und Ich verzog mit den Ungläubigen, alsdann erfaßte Ich sie, und wie war der Wechsel, den Ich verursachte!

Wir werden auf diese Berichte zurückkommen und dabei feststellen, daß sie sich – mit den nötigen Einschränkungen – sehr wohl für die Rekonstruktion von Mohammeds eigener Zeitgeschichte verwenden lassen. Der Prophet hat offensichtlich viel eigenes Sinnen und Erleben in das seiner vermeintlichen Vorläufer hineingesehen. Diese sind dadurch immer mehr in seine eigene Rolle hineingewachsen. Jedoch ist zu beachten, daß die koranischen Geschichten früherer Gottesmänner aus einer Zeit stammen, in der die große Masse der Mekkaner die Botschaft des Propheten bereits abgelehnt hatte. Wenn Mohammed in der verbissenen Auseinandersetzung, die er von da ab mit seinen Gegnern führte, die Geister der früheren Gesandten heraufbeschwor, tat er das im Hinblick auf seine derzeitige Lage …“ (ebenda, Seite 77)

Bei den Straflegenden handelt es sich im Wesentlichen um: „Die Geschichten von (1) Noah und seinen Zeitgenossen, die in der Sintflut umgekommen sind; (2) von den Ad und ihrem „Gesandten“ Hud, dessen Botschaft sie ablehnten; (3) von den Tamud und ihrem „Gesandten“ Salih, dessen Kamel sie in frevlerischer Weise zu Fall brachten; (4) von Lot und den „umgekehrten“ Städten (Sodom und Gomorrha); (5) von den Madyan, die von ihrem „Gesandten“ Su’aib vergebens ermahnt wurden, (6) von Mose und den Israeliten und ihrer Unterdrückung durch Pharao und seine Leute; schließlich (7) von Abraham und seinem Kampf gegen den Götzendienst seiner Landsleute.“ (ebenda Seite 95 f)

Das Interesse, das Mohammed an den Gestalten der früheren Heilsgeschichte nahm, beschränkte sich keineswegs auf die eigentlichen Strafgerichte. Das ganze Leben und Wirken, wir können hinzufügen: auch das Leiden der Gottesgesandten war ihm in gleicher Weise wichtig. Je mehr er sich mit den Frommen der Vorzeit beschäftigte, umso deutlicher glaubte er zu sehen, daß im Grunde genommen immer dasselbe geschehen war. Zu jedem Volk war ein „Gesandter“, „Warner“ oder „Führer“ gekommen. Seine Volksgenossen hatten ihn aber für einen Lügner erklärt, sich über ihn lustig gemacht und seine Botschaft abgelehnt. Schließlich war dann die Masse des Volkes vom Strafgericht ereilt worden, während der Gesandte am Leben blieb. Sogar die Geschichte der sagenhaften Völker des alten Arabien hat der Prophet in diesem typisierenden Sinn gedeutet, um nicht zu sagen umgedichtet. Hud, Salih und Su’aib, die Gesandten der Ad, Tamud und Madyan, blieben, dem Beispiel Noahs und Lots folgend, beim Untergang ihres Volkes verschont. Die Geschichte von Mose und Pharao wurde insofern typisiert, als Mose (mit den Israeliten) als gläubige Minderheit dem Pharao und seinem Volk als gottlose Mehrheit gegenüberstand. Gegenüber der Gleichartigkeit traten die Unterschiede der Einzelerscheinungen mehr und mehr zurück.

Den eigentlichen Grund für diese Typisierung und Schematisierung haben wir darin zu sehen, daß er das eigene Zeitgeschehen in die Heilgeschichte mit einbezog und nun von eben diesem Zeitgeschehen aus die einzelnen Episoden der Vergangenheit sozusagen anvisierte.“ (ebenda, Seite 99)

Schriftverfälschung weltweit

Wie gehen nun muslimische Apologeten mit der Tatsache um, daß sich die Botschaften folgender Religionsstifter, Philosophen und heiligen Männer ganz wesentlich vom islamischen Dogma unterscheiden?

  • – Zoroaster
  • – Gautama Buddha
  • – Sokrates
    – Lao Tse
  • – Mani
  • – Konfuzius
  • – Krishna
  • – Jesus

„Muslime werden den Standpunkt vertreten, daß es unklar ist, ob man diese Persönlichkeiten als Propheten bezeichnen könne, da der Koran sie ja nicht namentlich erwähne. Diejenigen, welche dafür sind, daß man solche Männer unter die Propheten zähle, behaupten oft, daß diese ja das Wort Gottes gebracht hätten. Dieses wäre jedoch später korrumpiert worden, was den Unterschied zwischen dem Islam und den verschiedenen Religionen und Philosophien der jeweiligen „Stifter“ ausmache.“ (Quelle)

Zum Abschluß noch einige grundlegende Betrachtungen von Jaya Gopal zur Sinnhaftigkeit des islamischen Gottesbildes und der koranischen Behauptung, daß Allah an alle Nationen einen Gesandten entsendet haben soll: „Man fragt sich, warum Allah es nötig hatte, über hunderttausend Apostel und Propheten in alle Welt zu schicken, um die Menschen von Seiner Existenz zu überzeugen, wo doch ein schlichtes: „Glaubt!“ des Allmächtigen und Allesvermögenden vom Himmel herab genügt hätte. Daß diese ganze, so lange Zeit bemühte Heerschar göttlicher Gesandter dabei auch noch immer wieder kläglich versagte und es ihr – bei all dem Blutvergießen für den angeblich so hehren Zweck, nicht zu vergessen! – nicht gelungen ist, Millionen von sogenannten Götzendienern oder sonstigen Ungläubigen zu überzeugen, spricht denn doch reichlich für Allahs Unvermögen (oder Seinen fehlenden guten Willen), eine angenehme, vernünftige Welt zu erschaffen und für das Glück ihrer Bewohner zu sorgen. Nehmen wir Allah beim Wort, so zählen allerdings auch die Götzendiener und Ungläubigen zu Seinen Geschöpfen, deren Schicksal, Handlungen und Überzeugungen Er zudem schon in allen Einzelheiten festgelegt hat, bevor sie noch das Licht der Welt erblickten; der Mensch hat dabei gar keine Wahl, kann über seine Gedanken und Handlungen gar nicht frei bestimmen. Hören wir also, was der Gott der Moslems in der Sache zu sagen hat:

Sure 28, Vers 68: Und dein Herr schafft, was Er will, und erwählt; sie aber haben keine Wahl. Preis sei Allah, und erhaben ist Er über das, was sie Ihm beigesellen.

Sure 10, Vers 99: Und wenn dein Herr gewollt hätte, so würden alle auf der Erde insgesamt gläubig werden. Willst du etwa die Leute zwingen, gläubig zu werden?
Sure 10, Vers 100: Und keine Seele kann gläubig werden ohne Allahs Erlaubnis; und Seinen Zorn wird Er über die senden, welche nicht begreifen.

Sure 6, Vers 108: Und so Allah es wollte,gäben sie Ihm keine Gefährten; und nicht machten wir dich zum Wächter über sie, und nicht bist du ein Hüter über sie.

Nun, offensichtlich wollte Er wohl nicht. Wozu also alle Warnungen, Offenbarungen, Heiligen Schriften, der ganze Aufwand einer Unzahl von Propheten, deren Missionieren somit ohnehin ins Leere läuft?  Und mit welchem Recht nimmt Er sich heraus, die Ungläubigen zu strafen, wenn Er doch selbst ihren Lebensweg vorgezeichnet hat, sie zudem noch absichtlich in Unwissenheit gehalten, „eine Decke über ihre Herzen gelegt und ihre Ohren verstopft“ hat (damit sie nämlich die Botschaft Seines Propheten nicht verstehen)?“ (Yaya Gopal, Gabriels Einflüsterungen, Seite 121f, Ahriman-Verlag, Freiburg, 2004)

► Irreleitung
► Einführung in die islamische Prädestinationslehre

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