Dhimmitude und Schutzgelderpressung

Christen und Juden sind gemäß islamischer Lehre so genannte „Schriftbesitzer“ die nach Einführung der giziya („Schutzsteuer“ sprich: Schutzgelderpressung) zu „Schutzbefohlenen“ (dhimmis) geworden sind. „Schriftbesitzer“ sind sie, weil sie ihre Lehre auf Abraham, Moses, Noah etc. abstützen, Propheten also, auf die sich auch Mohammed beruft. Das Zeugnis dieser Propheten ist für Christen und Juden in ihren heiligen Schriften (Evangelium und Thora) niedergelegt. Da der Inhalt dieser Bücher aber nicht mit dem islamischen Dogma übereinstimmt, werden Christen und Juden der ► Verfälschung der Schrift bezichtigt.

Wie folgende Fatwa belegt, beschränkt sich die Sonderregelung für Christen und Juden nicht nur auf den Zwang zur Bezahlung einer Sondersteuer (giziya). Vielmehr müssen sie in einer Art Apartheitssystem weitgehend entrechtet leben:

Fatwa zu der Frage: Wie müssen Muslime mit Christen umgehen?

Christen haben in muslimischen Ländern nichts verloren oder müssen in einer erniedrigten Stellung leben. Von Dr. Safr Bin Abdur-Rahman al- Hawali (Institut für Islamfragen, dh, 11.06.2007)

Frage: Wer siegen will, soll sich Christen und andere Gottlose nicht als Freunde nehmen [dies ist ein Hinweis auf Sure 5, 51]. Wie sollen wir (muslime) mit Christen umgehen, die sich in muslimischen Ländern befinden?

Antwort: „Christen können in zwei Gruppen eingeordnet werden:

1. Die erste Gruppe sind Christen, die (bestimmte) muslimische Länder nicht betreten dürfen. Es ist unnötig, die relevanten Vorschriften zu erwähnen. Diese Länder befinden sich auf der Arabischen Halbinsel. Auf der Arabischen Halbinsel dürfen sich weder Juden noch Christen befinden, d.h. in den Ländern, die sich dort befinden zwischen al-Busra (dem Irak) – wie einige meinen –, Jordanien und Adnan (dem Jemen). Diese (Länder) sind ein Tabu für Juden und Christen. Falls es nötig ist, daß sich ein Christ in einem dieser Länder aufhält, wird er eine dreitägige Aufenthaltserlaubnis bekommen, genau wie Umar [der dritte Nachfolger und Kalif Muhammads] es gehandhabt hat.

2. Die Gruppe [der Christen], die sich außerhalb der Arabischen Insel befindet, kann man in drei Untergruppen aufteilen:

– die sich im Kriegszustand mit den muslimen befindenden Christen

– die einen Friedensvertrag [quasi Waffenstillstand] mit muslimen geschlossen haben

– die Schutzbefohlenen

Der Schutzbefohlene ist derjenige, der in al-Shaam [also Syrien, Jordanien, Libanon, Palästina und evt. Jemen und Teilen Saudi-Arabiens] oder Ägypten geboren ist [also derjenige, der in diesen Ländern seine Heimat hat] … Er muß Tribut an muslime zahlen und ist erniedrigt … In muslimischen Ländern müssen diese festgesetzten Regeln eingehalten werden. Z. B.:

Sie [die Nicht-muslime] dürfen weder muslimische Vornamen noch Nachnahmen haben. Ihre Häuser dürfen nicht höher als die Häuser der muslime sein. Ein Christ darf nicht ein dreistöckiges Haus bauen, wenn sein muslimischer Nachbar ein zweistöckiges Haus besitzt.

Man [ein muslim] darf sie [die Christen] nicht grüßen [d.h., er darf nicht mit der Begrüßung beginnen, sondern muß warten, bis er von ihnen begrüßt wird]. Auf Wegen müssen sie [Juden und Christen] abgedrängt werden [nach Muhammads Vorschriften müssen muslime auf Wegen so gehen, daß für Juden und Christen kaum einen Durchgang gelassen wird], weil muslime das Vorrecht auf Straßen haben [d.h.mehr Recht auf die Benutzung von Straßen].

Sie müssen Kleider tragen, die zeigen, daß sie erniedrigte Schutzbefohlene sind. Selbst ein Kind muß leicht als schutzbefohlenes Christenkind erkennbar sein. Deshalb müssen sie [die Christen] bestimmte Gürtel und Kleider tragen. Man [d.h. die muslime] darf sie [die Christen] nicht ehren, wie man einen muslim ehrt.“

Quelle: http://www.islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M5d51f2d7f2f.0.html

Für Christen und Juden ist vorgesehen, daß sie ihren Glauben behalten können, wenn sie eine besondere „Steuer“ (giziya) entrichten: „Diejenigen Juden und Christen, die aus eigenem Antrieb aufrichtige muslime werden und der islamischen Religion folgen, gelten als Gläubige und haben dieselben Rechte und Pflichten wie diese. Wer in seinem Christentum oder Judentum verharrt, darf nicht davon abgebracht werden; jeder Erwachsene unter ihnen, sowohl Mann wie Frau, Freier wie Sklave muß einen ganzen Dinar oder den Gegenwert in Kleidern bezahlen! Alle, die dies tun, stehen unter dem Schutze Gottes und Seines Gesandten; wer sich aber weigert, der ist ein Feind Gottes und Seines Gesandten und aller Gläubigen“ (G. Rotter: Das Leben des Propheten, Seite 248, Spohr Verlag, Kandern, 2004)

Die koranische Grundlage für die Einführung dieser „Steuer“ – die nüchtern betrachtet nichts anderes als Schutzgelderpressung ist – findet sich in:

Sure 9, Vers 29: Kämpfet wider jene von denen, welchen die Schrift gegeben ward, die nicht glauben an Allah und an den Jüngsten Tag und nicht verbieten, was Allah und sein Gesandter verboten haben, und nicht bekennen das Bekenntnis der Wahrheit, bis sie den Tribut aus der Hand gedemütigt entrichten.

Dazu A. Noth: „In diesem Vers ist für unsere Frage wichtig: obwohl die religiöse Verschiedenheit zwischen den muslimen einerseits und den Christen und Juden andererseits ein wesentlicher Grund für die Aufnahme des Kampfes ist, bestimmt sie dennoch nicht sein Ziel, d.h. die Schriftbesitzer sollen nicht etwa bekehrt werden; das Ziel des Kampfes ist weltlicher Natur: tributäre Abhängigkeit.“ (Albrecht Noth, Heiliger Krieg und Heiliger Kampf in Islam und Christentum, Seite 15, Verlag Ludwig Röhrscheid, Bonn, 1966)

Tödlich kann es für die Schriftbesitzer dann werden, wenn sie das Schutzgeld nicht zahlen wollen oder können: Dann bleibt entweder die Konvertierung oder der Exitus. Das kommt auch in folgendem aktuellen Video klar zum Ausdruck:

Islamische Theologie und Rechtswissenschaft haben nach Mohammeds Tod detaillierte Bestimmungen für Christen (Schutzbefohlene) ausgearbeitet, die für diese dhimmis eine Existenz festlegte, die in weiten Belangen des täglichen Lebens eine entrechtete Stellung als Bürger zweiter Klasse vorsah. (siehe obige fatwa) Die jährliche Bezahlung dieser Zwangsabgabe kann man sich so vorstellen:

Der muslimische Qur’an-Kommentator al-Zamakhshari (1075 – 1144) interpretierte Sure 9, Vers 29 folgendermaßen: „Die Giziya soll ihnen unter Herabwürdigung und Demütigung abgenommen werden. Der Dhimmi soll persönlich erscheinen, zu Fuß und nicht zu Pferd; er soll während der Zahlung stehen, indes der Steuereinnehmer sitzt. Der Steuereinnehmer soll ihn am Kragen packen, ihn dabei schütteln und anherrschen: „Entrichte die giziya!“ und wenn er sie zahlt, soll er ihn auf den Nacken schlagen.“ (Ibn Warraq, Warum ich kein Muslim bin, Matthes & Seitz, Berlin, 2004, Seite 317)

Im islamischen Standardwerk „Reliance of the Traveller“ wird die  Stellung von dhimmis definiert und   genau vorgegeben, wie sie zu behandeln sind: 

Nichtmuslimische Untertanen des islamischen Staates

Christen, Hindus und Sikhs werden von Mitgliedern der Taliban gezwungen, giziya (Schutzgeldsteuer) zu bezahlen  

(Islamabad Asia News/Agencies)

Nicht-muslimische Dorfbewohner entlang der afghanisch-pakistanischen Grenze werden gezwungen, Schutzgeldsteuern (giziya) zu bezahlen. Lashkar-e-Islam verlangt von erwachsenen Männern 1000 Rupien pro Kopf damit sie und ihre Familien in dieser Gegend leben und frei herumreisen können. Im Gebiet von Orakzai beschlagnahmten Mitglieder der Taliban zudem zwei Läden und etliche Häuser, welche den Sikhs gehörten. Manche Familien müssen, um ihr Wohnrecht aufrecht zu erhalten bis zu 20 Millionen Rupien bezahlen.  

Nicht-muslime müssen Schutzgeldsteuern bezahlen um weiterhin in ihren eigenen Häusern leben zu können. Lashkar-e-Islam, eine militante muslimische Organisation welche in Bara (ca. 10 km südwestlich von Peshawar) stationiert ist, verlangt von den ansässigen Christen, Hindus und Sikhs, daß sie giziya(von Ungläubigen zu entrichtende Schutzgeldsteuer) bezahlen.Quellen vor Ort berichten, daß alle Nicht-muslime in Bara, Chora, Karamna, Bazaar Zakhakhel sowie im Tirah Tal – dem KhyberBezirk der an der Nordgrenze zwischen Afghanistan und Pakistan liegenden föderativ verwalteten Stammesgebiete (FATA) – an die Kasse kommen.Diese Steuer beträgt für jeden erwachsenen Mann 1000 Rupien (US$ 12.50) pro Jahr. Frauen, Kinder und Behinderte sind davon ausgenommen.Diese in einer Minderheit lebende Gruppe ist für jedes seiner Mitglieder verantwortlich und muß für den Gesamtbetrag aufkommen, damit das Recht in dieser Gegend zu leben und frei herumzureisen kollektiv erhalten bleibt. Falls sie diese Art von „Schutz“ verweigern sollten, müssen sie ihre Häuser und Dörfer verlassen. Im April dieses Jahres begann nun Lashkar-e-Islam in der Gegend von Orakzai, die giziya Steuer einzutreiben und wandte wo immer nötig Gewalt an.In dem Dorf von Feroze Khel in der Nähe von Merozai, beschlagnahmten Mitglieder der Taliban zwei Läden und etliche Häuser um die Bewohner zu zwingen, ihre Schutzsteuerpflicht zu erfüllen.Quellen vor Ort berichten, daß einige Sikh Familien 20 Millionen Rupien bezahlen mußten. Andere wiederum verließen Haus und Gegend um der giziya zu entkommen.

Quelle: http://new.asianews.it/index.php?l=en&art=15426

Der jüngst erfolgte Entzug der Staatsbürgerschaft aller christlichen Einwohner der Malediven folgt der Logik des entrechteten Status von „Schriftbesitzern“ in islamischen Ländern.

Nicht-Muslime verlieren Staatsbürgrschaft

Daß die Schutzgelderpressung nicht ein Relikt aus vergangenen Zeiten ist belegt auch der folgende aktuelle Beitrag über die Pläne der muslime in Ägypten, die giziya bei den Kopten wieder einzuführen.

Ägypten: Die Gier nach Geld – giziya – löst Angriffe auf Christen aus

Offenbar betrachten auch einzelne muslimische Immigranten in Holland die Sozialhilfe, die ihnen zulasten des ungläubigen Steuerzahlers ausbezahlt wird als giziya:

 

A. Th. Khoury schreibt über die Entrechtung der „Schriftbesitzer“ im politischen Bereich: „Die Ungleichheit der Bewohner des Landes aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit tritt am deutlichsten im politischen Bereich zutage, denn es geht hier um die Ausübung der Macht im Staat, und diese ist nach islamischem Recht ausschließlich den muslimen vorbehalten. So sind sich die muslimischen Rechtsgelehrten darüber einig, daß der Zugang zu hohen Ämtern der Exekutive im Staat den Schutzbürgern verwehrt werden muß. Denn, so lauten ihre Argumente, der Koran verbietet es, die Nicht-muslime wenigstens in empfindlichen Bereichen des öffentlichen Lebens zu Freunden zu nehmen und ihnen den Vorzug vor den Gläubigen zu geben“:

Sure 3, Vers 28: Nicht sollen die Gläubigen die Ungläubigen zu Beschützern nehmen, unter Verschmähung der Gläubigen. Wer solches tut, der findet vor Allah in Nichts Hilfe – außer ihr fürchtet euch vor ihnen. Beschützen aber wird euch Allah selber, und zu Allah geht die Heimkehr.

Sure 3, Vers 118: O ihr, die ihr glaubt, schließt keine Freundschaft außer mit euch. Sie werden nicht zaudern, euch zu verderben, und wünschen euren Untergang. Schon ward offenkund Hass aus ihrem Mund, aber was ihre Brust verbirgt, ist schlimmer. Schon machten Wir euch die Zeichen klar, so ihr Verstand besitzet.

Sure 4, Vers 115: Wer sich aber von dem Gesandten trennt, nachdem ihm die Leitung offenkund getan, dem wollen Wir den Rücken kehren, wie er den Rücken gekehrt hat, und wollen ihn in Dschahannam brennen lassen; schlimm ist die Fahrt dorthin.

Sure 4, Vers 144: O ihr, die ihr glaubt, nehmt nicht die Ungläubigen zu Freunden vor den Gläubigen. Wollt ihr etwa Allah offenkundige Gewalt über euch geben?

Sure 5, Vers 51: O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht die Juden und Christen zu Freunden; sie sind untereinander Freunde, und wer von euch sie zu Freunden nimmt, siehe, der ist von ihnen. Siehe, Allah leitet nicht ungerechte Leute.

Sure 5, Vers 57: O ihr, die ihr glaubt, nehmt nicht von denen, welchen die Schrift vor euch gegeben ward, diejenigen, die über euern Glauben spotten und scherzen, und auch nicht die Ungläubigen zu Freunden, und fürchtet Allah, so ihr Gläubige seid.

Sure 60, Vers 1: O ihr, die ihr glaubt, nehmt nicht Meinen Feind und euern Feind zu Freunden. Ihr zeigt ihnen Liebe, wiewohl sie an die Wahrheit, die zu euch gekommen, nicht glauben. Sie treiben den Gesandten und euch aus, darum daß ihr an Allah euren Herrn glaubt. Wenn ihr auszieht zum Kampf in Meinem Weg und im Trachten nach meinem Wohlgefallen und ihr ihnen insgeheim Liebe zeigt, dann weiß Ich sehr wohl, was ihr verbergt und was ihr zeigt. Und wer von euch dies tut, der ist abgeirrt vom ebenen Pfad.

(A. Th. Khoury, Der Koran, Übersetzung und Kommentar, Band 7, 1996, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, Seite 84)

Im Schweizerischen Strafgesetzbuch (StGB) Art. 261bis lesen wir unter der Überschrift

Rassendiskriminierung

– wer öffentlich gegen eine Person oder eine Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion zu Hass oder Diskriminierung aufruft,

– wer öffentlich Ideologien verbreitet, die auf die systematische Herabsetzung oder Verleumdung der Angehörigen einer Rasse, Ethnie oder Religion gerichtet sind,

– wer mit dem gleichen Ziel Propagandaaktionen organisiert, fördert oder daran teilnimmt,

– wer öffentlich durch Wort, Schrift, Bild, Gebärden, Tätlichkeiten oder in anderer Weise eine Person oder eine Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion in einer gegen die Menschenwürde verstoßenden Weise herabsetzt oder diskriminiert oder aus einem dieser Gründe Völkermord oder andere Verbrechen gegen die Menschlichkeit leugnet, gröblich verharmlost oder zu rechtfertigen sucht,

– wer eine von ihm angebotene Leistung, die für die Allgemeinheit bestimmt ist, einer Person oder einer Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion verweigert,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.

vergleiche: 

Duldung und Demütigung                    
► Kopfsteuer für Christen
 dhimmis: Juden und Christen unter islamischer Herrschaft – gestern und heute

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