Der Vertrag mit Allah

Das Dogma ist nichts anderes als ein ausdrückliches Verbot zu denken.
(Pierre Bayle 1647-1706 Philosoph der Aufklärung).

Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt.
(Thomas Mann)

Die folgende Rezension basiert auf einem Artikel von Esther Girsberger in der Aargauer Zeitung vom 29.09.2018 / Quelle

Zusammenfassung

Ein muslimischer Austauschschüler aus Indonesien führt der schweizerischen Gastgeberfamile die Inkompatibilität des Zusammenlebens zweier völlig unterschiedlicher Kulturen vor Augen. Dabei geht es nicht nur um das erwähnte fünfmalige Beten, an dem der junge Mann eisern festhält, sondern eigentlich um seinen ganzen Lebensvollzug. Der Junge ist fast vollständig von internalisierten absolut zu befolgenden Geboten des rigiden islamischen Dogmengebäudes beherrscht. Das verunmöglicht ihm offenbar das, was die Autorin „Freiheit des autonomen Denkens“ nennt.

Was im vorliegenden Artikel sehr schön sichtbar wird ist die Fixiertheit der Autorin auf ihre eigenen kulturellen Denkweisen und ihren eigenen Anspruch auf Toleranz. Daß es Menschen gibt, die völlig anders „ticken“ und völlig anders „ticken“ wollen, d.h. eine andere Moral und Ethik haben und damit ihre Lebensaufgaben völlig anders gewichten wollen (und damit keinerlei Interesse an Toleranz haben) kann sie in der ganzen Tragweite nicht erkennen. Demnach kann sie dann auch den Schritt zur Erkenntnis, daß ein multikulturelles Zusammenleben unmöglich ist nicht machen.


Was es heisst, als muslim rationales Denken einzuschalten beschreibt ein Apostat aus Bangladesh in folgendem Interview:

Der Abgang eines muslim aus dem Islam

Ein indonesischer 17 jähriger muslimischer Austauschschüler, Rafi, verbringt ein Jahr bei einer schweizerischen Familie. Die Gastgeberin und Autorin schreibt: „Seither vergeht kein Tag, an dem wir uns nicht Gedanken über die Grenzen in all ihren Facetten machen.“ und fragt: „kann ein Jugendlicher überhaupt frei leben, wenn er das Gebot, fünf Mal pro Tag zu beten, das erste Mal zwischen 4 Uhr morgens und das letzte mal nach 22 Uhr, strikte befolgt? Eine Integration im Kleinen, das heisst Freundschaften schliessen mit den Gruppen, die ihn in diesem Jahr am engsten begleiten, nämlich die Gastfamilie und die Schulkameraden, ist erheblich erschwert.“ Um ihn davon zu überzeugen, daß er sich in gewissen Bereichen anzupassen hat musste man einen Imam organisieren. Dieser machte „folgende bemerkenswerte Aussage im Beisein von Rafi: man habe als gläubiger muslim zwar einen Vertrag mit Allah abgeschlossen, allerdings auch einen mit dem Schweizer Staat. Und es gebe Momente, da zähle der Vertrag mit dem Gaststaat mehr als der mit Allah. Seither vermag unser Gast auch einmal aus den eigenen Grenzen auszubrechen und die anderen Grenzen höher zu werten.“ Sie fährt fort: „Am meisten beschäftigt uns seit der Ankunft von Rafi die Frage, wie die Freiheit des autonomen Denkens gefördert werden kann. Eine Haltung, die in unseren Schulen sehr früh und sehr konsequent gefordert wird.“

Rafi ist völlig unfähig, eigenständige Entscheidungen zu treffen: „Weil er es sich nicht gewohnt ist, eigenständige Handlungsstränge und Gedankengänge zu entwickeln oder zuzulassen. Abzuwägen, was er sich finanziell leisten kann oder will, ob er während der Herbstferien die Schweiz erkundet oder lieber bei uns zu Hause bleibt, ob er freitags diese oder eine andere Moschee oder abwechslungsweise diese oder jene besuchen will – es bleibt unserem vier Jahre jüngeren Sohn überlassen, für Rafi zu entscheiden.“


Was beinhaltet denn dieser „Vertrag mit Allah“? Schon mit einem einzigen Klick im Internet zum Thema wäre Frau Girsberger fündig geworden:

Und haltet den Vertrag Allahs ein, so ihr Verträge eingeht

23. Safar 1425 n. H.  /  13.04.2004  /  Quelle: Hizb-ut-Tahrir – Europa

Der vorliegende Artikel gibt die Versicherung ab:

Der Islam hat nichts Großes oder Kleines im Leben der Menschen ausgelassen, das er nicht behandelt und dessen Rechtsspruch er nicht dargelegt hätte. So kam er mit sehr umfassenden und präzisen Rechtssprüchen, welche die Beziehung des Menschen zu seinem Schöpfer, zu sich selbst und zu anderen Menschen regeln. Der Erhabene sagt:

Sure 16, Vers 89: … Wir sandten auf dich das Buch hernieder als eine Erklärung für alle Dinge und eine Rechtleitung und Barmherzigkeit und Heilsbotschaft für alle Muslime.

und fordert, daß sich ein muslim, wenn er sich als Gast in den Ländern der Ungläubigen (► dar al harb = Haus des Krieges) aufhält an die dortigen Gesetze zu halten habe:

Es steht ihnen nicht zu, den Bewohnern des Landes, mit dem sie einen Schutzvertrag eingegangen sind, in irgendeiner Form Leid zuzufügen. Sie dürfen deren Vermögen nicht antasten, deren Familienehre nicht verletzen, deren Glauben nicht beschimpfen und deren heiligen Städten, wie z.B. Kirchen, nicht schänden.“

Es geht hier also um einen zeitlich limitierten Schutzvertrag, den Rafi mit seiner Gastfamilie geschlossen hat. Und da werden die erwähnten äusseren Anpassungsleistungen gefordert welche die essentiellen muslimischen Glaubensinhalte nicht tangieren. Der von Frau Girsberger konsultierte Imam hat Rafi in der Tat also lediglich ein paar wenige nebensächliche Rücksichtnahmen nahegelegt. Zentrale Gebote – wie eben das fünfmalige Beten – dürfen nicht angetastet werden. Also alle „umfassenden und präzisen Rechtssprüche, welche die Beziehung des Menschen zu seinem Schöpfer, zu sich selbst und zu anderen Menschen regeln“ wie es Allah in obig zitierter Internetseite so treffend festlegt. Diese darf ein muslim nie vernachlässigen oder sich verbieten lassen ohne seinen Glauben zu korrumpieren. Alles Andere ist Verrat am Islam:

► Integration ist Verrat am Islam
Der Islam als soziales System

 

 

 

 

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