Das Jüngste Gericht

1. Einleitung

Die Sure al-fatiha, „Die Öffnende“, ist die erste Sure des Korans. Jeder muslim muß sie bei seinen täglichen fünf Gebeten aufsagen. Obwohl Allah auch diese Sure Seinem Gesandten offenbart hat, scheint ihr Inhalt diese Behauptung nicht zu unterstützen. Die Worte Lob sei Allah ohne ein vorangestelltes „Sprich“ („qul„) weisen darauf hin, daß sie wohl das Produkt eines menschlichen Hirns sind.

Die ganze Sure lautet folgendermaßen:

Sure 1, Vers 1: Lob sei Allah, dem Weltenherrn
Sure 1, Vers 2: Dem Erbarmer, dem Barmherzigen,
Sure 1, Vers 3: Dem König am Tage des Gerichts!
Sure 1, Vers 4: Dir dienen wir und Dich rufen um Hilfe wir;
Sure 1, Vers 5: Leite uns den rechten Pfad,
Sure 1, Vers 6: Der Pfad derer, denen Du gnädig bist, Nicht derer, denen Du zürnst und nicht der Irrenden.

Hier wird auf den „König am Tage des Gerichts“ verwiesen. Es ist der Hinweis auf das wichtigste Ereignis im Leben (und Tod) eines jeden muslims schlechthin.

Im Koran nimmt der Hinweis auf das Jüngste Gericht einen dominanten Raum ein. Der Begriff „Jüngster Tag“ erscheint 70 mal, der „Tag des Gerichts“ 13 mal. der „Letzte Tag“ 26 mal, das „Jenseits“ 113 mal.

2. Jeder Mensch trägt die Erinnerung an Allah in sich

Entsprechend dem imperialen Anspruch des Islam auf weltweite Geltung bestimmt Allah auch über das Leben der Ungläubigen – selbst wenn diese das gar nicht (zu schätzen) wissen. Demnach wird nicht nur jeder muslim sondern tatsächlich jeder Mensch der je auf der Welt gelebt hat dem Jüngsten Gericht zugeführt werden. Dies ist die Konsequenz aus folgender Begebenheit: Als Allah Adam erschuf, nahm Er ihm den Schwur ab, Ihn als seinen Schöpfer anzuerkennen. Anschließend ließ Er aus den Lenden Adams seine gesamte Nachkommenschaft, Generation um Generation, welche bis zum Ende der Welt auf der Erde geboren werden sollte, hervorgehen. Er breitete sie alle vor sich aus, „bis es wie ein großes Ameisenheer ausschaute“ um auch von ihnen dieses Gelöbnis entgegenzunehmen. Er sprach zu ihnen von Angesicht zu Angesicht: Bin ich nicht euer Herr? und sie sagten: Jawohl wir bezeugen es.“ Sure 7, Vers 172 besteht darauf, daß Allah die Menschen mit dem Wissen um Seine alleinige Göttlichkeit geschaffen hat. Damit wird es unentschuldbar, am Jüngsten Tag die Wahrheit nicht gekannt zu haben.“ (Ecyclopaedia of the Qur’an, Brill, Leiden + Boston, 2006, Seite 44):

Sure 7, Vers 172: Und als dein Herr aus den Rücken der Kinder Adams ihre Nachkommenschaft zog und wider sich selber zu Zeugen nahm und sprach: “Bin ich nicht euer Herr?“ sprachen sie: „Jawohl, wir bezeugen es.“ Dies taten Wir, damit sie nicht am Tag der Auferstehung sprächen: „Siehe, wir waren dessen achtlos!“
Sure 7, Vers 173: Oder sprächen: „Siehe, unsere Väter gaben Allah Gefährten zuvor, und wir sind ihre Nachkommenschaft. Willst Du uns etwa vertilgen ob dem, was Nichtiges Tuende taten?

Tafsir al-Jalalayn 7,172: Und erinnere dich, als dein Herr zuerst aus den Lenden Adams und dann aus den Lenden der Kinder Adams Nachkommen schuf, und dann weiter auch aus deren Lenden immer wieder neue Sprößlinge entstehen ließ bis es wie ein großes Ameisenheer ausschaute. Allah setzte in jeden Einzelnen das Wissen und den Beweis Seiner Göttlichkeit und stattete jeden mit der Gabe der Vernunft aus. Dann ließ Er die Kinder Adams gegen sich selber Zeugnis ablegen indem Er sprach: „Bin Ich nicht euer Gott?“ Und sie sagten: „Ja, tatsächlich, wir bezeugen, daß Du unser Gott bist.“ Dieses Zeugnis mußten alle Nachkommen Adams ablegen, damit sie nicht am Jüngsten Gericht sagen könnten: „Wir wußten nichts von der Einheit und Einzigkeit Allahs.“

Tafsir al-Jalalayn, 7,173: Oder damit sie nicht sagen können: „Es liegt daran, daß unsere Väter schon vor unserer Geburt Götzenanbeter waren und wir sind deren Nachkommen und einfach ihrem Beispiel gefolgt. Willst Du uns also für die polytheistischen Verfehlungen unserer Vorfahren verfolgen und zerstören?“

Der Sinn dieser beiden Verse ist, daß sich kein Mensch am Jüngsten Tag auf solche Scheinargumente wird berufen können, weil die Kinder Adams ja die Einheit und Einzigkeit Allahs bezeugt haben (tauhid). Dieses Wunder wirkt als Erinnerung und Mahnung in jedem Menschen fort.

Das Wunder dieser Begebenheit ist also die Materialisierung aller Menschen am Anfang der Schöpfung bis es wie ein großes Ameisenheer ausschautezum Zwecke des Bekenntnisschwures und ihre darauf folgende Inaktivierung bis zum Zeitpunkt Ihrer Geburt – ein Zeitpunkt, der schon vorherbestimmt ist.

Der natürliche Glaube, die Erinnerung an das abgelegte Zeugnis, hat einen Namen: ► fitra

Das wird wohl, anläßlich des Jüngsten Gerichtes, für Millionen und Abermillionen Verstorbener aus vergangenen Epochen ein böses Erwachen werden!

3. Allah sandte zu jedem Volk einen Propheten

Denn nicht nur ist die Erinnerung an den Einen Schöpfer jedem Menschen in seiner Seele eingraviert, Allah entsandte auch zu jedem Volk einmal einen Propheten mit Seiner Botschaft:

Sure 13, Vers 38: Und wahrlich, schon vor dir entsandten Wir Gesandte und gaben ihnen Gattinnen und Nachkommenschaft. Kein Gesandter aber konnte ohne Allahs Erlaubnis ein Zeichen bringen. Jedes Zeitalter hat sein Buch.

Tafsir al-Jalalayn 13,38: Und als sie sich über Mohammed lustig machten, weil er so viele Frauen hatte wurde das folgende offenbart: Wahrlich Wir sandten schon Boten vor dir, und Wir versorgten sie mit Frauen und Frucht, das heißt Kindern – und du bist wie sie; und keiner von ihnen konnte ohne Allahs Erlaubnis ein Zeichen bringen weil sie alle nur Seine Diener waren, gefesselt an Ihn. Für jede Zeit, für jede Periode gibt es ein Buch, in welchem seine Begrenzung, seine spezifische Gültigkeit festgeschrieben ist.

Sure 77, Vers 11: Und wenn den Gesandten ein Zeitpunkt bestimmt wird … (zur Zeugnisablegung gegen die Völker, zu denen sie entsandt wurden.)

Sure 15, Vers 10: Und wahrlich, schon vor dir (Mohammed) entsandten Wir Gesandte zu den Sekten der Früheren.

Sure 16, Vers 36: Und wahrlich, Wir entsandten zu jedem Volke einen Gesandten zu predigen: „Dienet Allah und meidet den Tagut (Götzendienst).“ Und einige von ihnen leitete Allah recht und anderen war der Irrtum bestimmt. Aber wandert durch das Land und schauet, wie das Ende derer war, die der Lüge ziehen.
Sure 16, Vers 37: Wenn du, o Mohammed auch ihre Leitung begehrst, siehe, so leitet Allah doch die, welche Er irreführen will, und sie finden keine Helfer.

Sure 37, Vers 72: Und wahrlich, Wir schickten Warner zu ihnen.
Sure 37, Vers 73: Und schau, wie der Ausgang der Gewarnten war,
Sure 37: Vers 74: Mir Ausnahme der reinen Diener Allahs.

Sure 10, Vers 74: Alsdann schickten Wir nach ihm (Noah) Gesandte zu ihren Völkern, und sie brachten ihnen die deutlichen Zeichen. Sie aber wollten nicht glauben, was sie zuvor der Lüge geziehen. Also versiegelten Wir die Herzen der Übertreter.

Sure 14, Vers 4: Und nicht entsandten Wir einen Gesandten, es sei denn mit der Sprache seines Volkes, um ihnen Unsere Offenbarung deutlich zu machen. Und Allah führt irre, wen Er will, und leitet recht, wen Er will; und Er ist der Mächtige, der Weise.

Sure 43, Vers 2: Bei dem deutlichen Buch,
Sure 43, Vers 3: Siehe, Wir machten es zu einem arabischen Koran, auf daß ihr vielleicht begriffet.
Sure 43, Vers 4: Und siehe, es ist in der Mutter der Schrift (das bei Allah aufbewahrte, seit Ewigkeit existierende Original des Korans) bei Uns – wahrlich ein hohes, ein weises.

Tafsir al-Jalalayn 43,4: Und es ist wahrhaftig in der Matrix des Buches, der Urquelle aller Schriften, sprich der ewig währenden Tafel, welche bei Mir ruht und höher steht als alles was zuvor verfaßt wurde, festgelegt. Darin ist ausgezeichnete Weisheit enthalten.

Sure 43, Vers 5: Sollen Wir denn von euch die Ermahnung abwenden, weil ihr ein übertretend Volk seid?
Sure 43, Vers 6: Und wie viele Propheten entsandten Wir unter die Früheren,
Sure 43, Vers 7: Doch kam kein Prophet zu ihnen, den sie nicht verspottet hätten. Sure 43, Vers 8: Deshalb vertilgten Wir stärkere an Macht als sie (die Mekkaner); und zuvor erging das Beispiel der Früheren.

Sure 44, Vers 2: Bei dem deutlichen Buch!
Sure 44, Vers 3: Siehe, Wir haben es hinabgesandt in einer gesegneten Nacht – siehe, Wir waren Warner –,
Sure 44, Vers 4: In der jede Sache mit Weisheit entschieden wird.
Sure 44, Vers 5: Durch Befehl von Uns. Siehe, Wir entsandten Gesandte,
Sure 44, Vers 6: als eine Barmherzigkeit von deinem Herrn – siehe, Er ist der Hörende, der Wissende.

Auch in den ahadith weist Mohammed auf die Entsendung von Propheten an alle Welt hin. Dabei erklärt er noch, warum der Islam dem Freitag besondere Beachtung schenkt und daß sich jeder muslim wenigstens einmal wöchentlich waschen sollte, und zwar eben jeweils freitags:

Bukhari V4 B56 N693 berichtet von Abu Huraira: Der Prophet sagte: “Wir sind die letzten (in der Geschichte der drei Religionen); wir werden jedoch die ersten am Tage der Auferstehung sein. Anderen Völkern welche vor uns kamen wurde die Schrift gegeben, uns jedoch wurde das Heilige Buch gegeben. Der Feiertag – der unsrige ist der Freitag – macht den Unterschied aus: so wurde der Samstag den Juden zugeschrieben und der Sonntag den Christen. Es ist für jeden Muslim obligatorisch, daß er sich einmal in sieben Tagen, d.h. jeweils am Freitag seinen Kopf und Körper wäscht.

Es ist bis heute keines dieser Bücher gefunden worden. Weder zeugen die Jahrtausende alten Hochkulturen der Inder, Mayas, Inkas, Ägypter, Sumerer, Babylonier, Chinesen, Perser und Griechen von einer diesbezüglichen monotheistischen Offenbarung oder Schrift. Noch sind bei den schriftlosen Inuit der Arktis und den ebenso schriftlosen Aborigines in Australien Relikte einer derartigen Botschaft gefunden worden. Wie auch immer: Niemand wollte die Botschaft hören „ohne daß sie gesprochen hätten: „Ein Zauberer oder ein Verrückter!“ Damit ist alle Welt schuldig geworden:

Sure 56, Vers 52: Also kam zu denen, die vor ihnen lebten, kein Gesandter, ohne daß sie gesprochen hätten: „Ein Zauberer oder ein Verrückter!

Diese im Koran verschiedentlich erwähnte Behauptung wird in theologisch-rechtlichen Schriften weiter ausgeführt.

Die bisherigen Botschaften

Die Exegese zu Vers 115 aus Sure 9 gibt uns die Erklärung, warum alle die erwähnten Kulturen untergegangen sind. Denn alle Völker haben, nachdem Er sie recht geleitet Seine Gebote wieder korrumpiert. Deshalb hat sie der Allmächtige wieder Seiner Irreleitung unterstellt.

Sure 9, Vers 115: Und nicht leitet Allah Leute irre, nachdem Er sie recht geleitet, als bis Er ihnen deutlich gezeigt, was sie zu fürchten haben. Siehe, Allah weiß alle Dinge.

Tafsir al-Jalalayn 9,115: Und Gott würde nie ein Volk irreleiten, nachdem Er es zum Islam rechtgeleitet hat, bis Er ihm alles betreffend seinen Pflichten mitgeteilt hat, alles, auf das es achten muß. Aber wenn es nicht umsichtig ist und sich vorsieht dann verdient es, irregeleitet zu werden. Wahrlich Gott weiß alle Dinge, darin eingeschlossen ist das Wissen, wer es verdient, irregeleitet zu werden und wer es verdient, rechtgeleitet zu werden.

Sie alle haben also die ihnen überbrachte Ordnung nicht eingehalten und wurden deshalb wieder verstoßen.

Irreleitung

Auch die Christen und Juden, die ihre Schriften anscheinend grundlegend entstellt haben, müssen die Irreleitung ertragen.

Schriftverfälschung

Dasselbe Schicksal hat auch die mekkanischen Nachfahren Abrahams, des prototypischen muslims schlechthin, ereilt. Sie haben sich nicht an die ihnen vom Patriarchen offenbarten Anweisungen Allahs gehalten.

Die Abrahamlegende

Er hat ihre Herzen versiegelt, sodaß sie ihren monotheistischen Glauben wieder völlig korrumpierten und zu Polytheisten verkommen sind.

Die Zeit in Mekka
Die Botschaften an alle Nationen und der Koran: die letzte Botschaft
Die Strafgerichte der Völker

4. Der Unglaube als schlimmstes Vergehen

Ungläubige sind die Feinde Allahs (und die Feinde der Rechtgeleiteten):

Sure 41, Vers 19: Und eines Tages werden die Feinde Allahs zum Feuer versammelt werden, vorwärts getrieben.

Sure 41, Vers 28: Solches ist der Lohn der Feinde Allahs – das Feuer. Ihnen ist eine ewige Wohnung darinnen, darum daß sie Unsere Zeichen verleugneten.

Sure 60, Vers 1: O ihr, die ihr glaubt, nehmt nicht meinen Feind und euren Feind zu Freunden …

Aber warum sind die Ungläubigen die Feinde Allahs, warum ist Unglaube ein so schreckliches Vergehen?

Allah ist der einzige und alleinige Gott, Er schuf Himmel, Erde, Menschen und dschinn. Er hat somit ein absolutes Eigentumsrecht daran. Er hat sie „nur dazu geschaffen, daß sie Mir dienen.“

Sure 51, Vers 56: Und die Dschinn und die Menschen habe ich nur dazu geschaffen, daß sie Mir dienen.

Allah als Schöpfer der Welt und des Menschen

Wer immer nicht Ihm dienen will, ist Allahs Feind. Das macht die koranische Botschaft unmißverständlich klar. Unglauben löst aber nicht nur Seine Verurteilung sondern auch Seinen gewaltigen Hass aus:

Sure 40, Vers 10: Siehe, den Ungläubigen wird zugerufen werden: „Wahrlich, Allahs Hass ist größer als euer Hass gegen euch selber, da ihr zum Glauben gerufen wurdet und ungläubig waret.“

Allah wird sich bei den Ungläubigen für ihren Unglauben rächen:

Sure 39, Vers 37: Wen aber Allah leitet, der hat keinen, der ihn irreführt. Ist Allah denn nicht mächtig, der Herr der Rache?

Sure 3, Vers 4: Siehe die, welche Allahs Zeichen verleugnen, für sie ist strenge Strafe. Und Allah ist mächtig, ein Rächer.

5. Ungläubige machen von Allahs Weg abwendig

Und noch eine weitere Spezialität der islamischen Theologie gilt es zu berücksichtigen. Ungläubige sind nicht nur wegen ihres Unglaubens schuldig. Vielmehr machen sie sich doppelt schuldig, erstens weil sie nicht glaubtenund zweitens weil sie durch ihren Unglauben per se von Allahs Weg abwendig machen.

Ungläubige sind doppelt schuldig

Deshalb werden sie doppelt bestraft: Strafe über StrafeVor dem verderblichen Einfluß der Ungläubigen müssen die Rechtgeleiteten geschützt werden:

Sure 16, Vers 88: Und diejenigen, die nicht glaubten und von Allahs Weg abwendig machten, sollen von Uns Strafe über Strafe erhalten, dafür daß sie Verderben stifteten.

Maududi schreibt in seiner Exegese zu diesem Vers:

16,88: Doppelte Bestrafung; eine für ihren eigenen Unglauben und die zweite dafür, daß sie andere Menschen auf ihrem Weg zu Allah behindern …(Quelle)

Der Prophet lässt politische Gegner liquidieren

Malaysia: „Yoga ist unislamisch“

Religionsführer in Malaysia erklären Yoga für unislamisch. Yoga sei „unpassend und kann den Glauben eines Muslims zerstören“, sagte der Vorsitzende des Fatwa-Rates Abdul Shukor. Zwei Drittel der 27 Millionen Malaysier sind muslime.

Die Muslime in Malaysia dürfen kein Yoga mehr praktizieren. Yoga sei „unpassend und kann den Glauben eines Muslims zerstören“, sagte der Vorsitzende des Fatwa-Rates, Abdul Shukor, am Samstag vor Journalisten. Dabei gehe es nicht nur um das Training des Körpers, sondern auch um die spirituellen Elemente des Yogas, die aus dem Hinduismus stammten. Ziel sei es, eins mit dem Gott einer anderen Religion zu werden.

Der Vorsitzende verwies darauf, daß Geistliche in Ägypten im Jahr 2004 einen ähnlichen Erlaß veröffentlicht hätten. Sie hatten die Übungen damals als Verirrung bezeichnet. Zwei Drittel der 27 Millionen Malaysier sind muslime. Die Entscheidungen des Rates sind zwar nicht gesetzlich bindend, werden aber von vielen Muslimen befolgt. Erst kürzlich hatte der Rat Mädchen ins Visier genommen und erklärt, Mädchen, die sich wie Jungen verhielten, verstießen gegen die Grundsätze des Islams.

Quelle: FOCUS online, 27.11.2008

Dieses Abwehrkonzept zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze koranische Botschaft. Jeder Ausdruck einer anderen Lebensweise, sprich Unglauben, erzeugte bei Mohammed und erzeugt heute bei vielen seiner Nachfolger Streß, den sie mit Hass und Gewalt, mindestens aber mit schroffer Ablehnung abbauen müssen.

6. Wer wird beim Jüngsten Gericht bestraft?

A. Ungläubige und halbherzige muslime

Wie oben erwähnt, wird jeder Mensch vor Allah treten müssen. Während die ganze belebte und unbelebte Natur sich beständig vor Allah niederwirft und sich Ihm vollständig unterordnet, so wie Er es will, tun das längst nicht alle Menschen:

Sure 22, Vers 18: Siehst du nicht, daß alles, was in den Himmeln und auf der Erde ist, sich vor Allah niederwirft, die Sonne, der Mond, die Sterne, die Berge, die Bäume und die Tiere und viele Menschen? Vielen aber gebührt die Strafe.

Tafisr al-Jalalayn 22, 18: Habt ihr nicht gesehen und verstanden, daß sich alles was in den Himmeln und auf Erden ist – inklusive der Sonne, dem Mond und den Sternen, den Bergen, Bäumen und den Tieren – vor Allah niederwirft? Wie sie sich Seinem Willen unterwerfen, gleich der vielen gläubigen Menschen, welche sich vor Ihm niederwerfen zusätzlich zu der Unterwürfigkeit die sie in ihrem Gebet an den Tag legen. Aber für viele ist Bestrafung fällig. Es sind dies die Ungläubigen, welche sich weigern, sich zu unterwerfen; letzteres ist eine Handlung, die ja vom rechten Glauben abhängt. Und demjenigen, der von Allah gedemütigt und von Ihm seines Wohlstandes enthoben wird, entbietet niemand Ehre und keiner ermöglicht ihm, (wieder) wohlhabend zu werden. Wahrlich, Allah tut was Er will, Er demütigt oder ehrt wie es Ihm paßt.

muslime, jedenfalls die wahrhaftigen Gläubigen, beugen sich also nicht nur im Gebet vor Allah nieder, sondern unterwerfen sich auch sonst vollständig Seinem Willen.

Die absolute Gehorsamspflicht gegenüber Allah und Seinem Gesandten

Bedingungslose Niederwerfung ist die Voraussetzung für den Eintritt ins Paradies. Die sieben Himmel – das Paradies

Für alle Ungläubigen wie auch für muslime ohne Willen zur vollständigen Hingabe, namentlich erwähnt seien die Die Heuchler ist der schreckliche Weg vorgezeichnet.

Sogar die Hölle wird zum Politikum; im Koran gibt es 146 Referenzen dazu. Nur 6% (der ewig Verdammten) sind in der Hölle wegen moralischen Vergehen wie Mord, Diebstahl etc. Die anderen 94% befinden sich wegen der (intellektuellen) Sünde des Widerspruchs gegen Mohammed, einem politischen Verbrechen, in dschahannam. Folglich ist die islamische Hölle ein politisches Gefängnis für Dissidenten.“ (Quelle)

Es scheint für muslime Meine Sklaven aber eine Möglichkeit zu geben, alle Sünden mit einem Streich loszuwerden. Punktgenaues Timing ist dabei entscheidend:

Bukhari V4 B54 N446, berichtet von Abu Hureira: Der Prophet sagte: „Es ist ein stetiges Kommen und Gehen von Engeln welche abwechslungsweise in den Himmel aufsteigen oder zur Erde herabsteigen. Manche tun dies bei Tag, manche in der Nacht; alle versammeln sich jedoch während den „Fajr“ und „Asr“ Gebetszeiten. Diejenigen, welche dich über Nacht begleitet haben, steigen zu Allah auf der nun – obwohl Er natürlich die Antwort besser kennt als sie – folgende Frage stellt: ‚Wie habt ihr Meine Sklaven verlassen?’ Sie aber antworten: ‚Wir verließen sie betenderweise genauso wie wir sie angetroffen haben.’ – Wenn nun einer von euch „Amen“ (während des Gebetes am Ende des Rezitierens der ersten Sure) gleichzeitig mit einem Engel im Himmel sagt, werden ihm all die Sünden aus seiner Vergangenheit vergeben.“

B. Frauen

Generell sind Frauen besonders dafür prädestiniert, mit dem Höllenfeuer bestraft zu werden. Auch in folgendem hadith-Beleg beansprucht Mohammed die Fähigkeit der Zukunftsschau:

Bukhari V4 B54 N464, berichtet von Imran bin Husain: Der Prophet sagte: „Ich schaute ins Paradies und sah, daß arme Leute die Mehrheit der Bewohner ausmachen; und ich schaute in die Hölle und sah, daß die Mehrheit der Insassen Frauen sind.“

C. Die dschinn

Was ist ein dschinn? In der Arabischen Mythologie gilt ein dschinn als ein übernatürliches Wesen. Gemäß Koran wurden sie ursprünglich von Allah aus Feuer geschaffen:

Sure 55, Vers 15: Und erschaffen hat Er die Dschinn aus rauchlosem Feuer.

dschinn nehmen einen niedrigeren Rang ein als Engel. Ein ifrit ist ein übler, teuflischer Geist und ein sila ist ein tückischer Geist; sie können verschiedene menschliche und tierische Formen annehmen. Ferner sind die Satane mit ihrem Ober-Satan Iblis eine Art Eliteeinheit der dschinn, die darauf aus sind, muslime vom Glauben abzubringen.

Satane im Koran

dschinn hausen mitten unter den Menschen; in Steinen, Bäumen, Ruinen, in der Erde, in der Luft und im Feuer. Sie können auch einen menschlichen Körper in Besitz nehmen und das betroffene Opfer in ein abnormales Wesen verwandeln. Die dschinn haben die gleichen körperlichen Bedürfnisse wie Menschen und es ist ihnen möglich, Nachwuchs zu zeugen. Sie können verjagt oder getötet werden, haben aber sonst keinerlei körperliche Einschränkungen.

Auch sie können muslime werden – vorausgesetzt sie wollen. Wie wir schon vernommen haben, wurden sie von Allah eigentlich dafür geschaffen, Ihm zu dienen. Wie die Menschen haben auch sie Gelegenheit, sich für den Weg der Rechtleitung zu entscheiden. Einige haben das offensichtlich getan, wie uns Ibn Ishaq erzählt. Auf der Rückkehr von Taif soll Mohammed eine Vision gehabt haben, in welcher ihn sieben dschinn als Propheten anerkannten: „Als der Prophet an den Taifiten verzweifelnd Taif verließ, um wieder nach Mekka zurückzukehren, kam er nach Nachlah und verrichtete daselbst mitten in der Nacht sein Gebet. Da kam eine Anzahl dschinn an ihm vorüber, von denen im Koran Erwähnung geschieht … und hörten ihm zu, und als er sein Gebet vollendet hatte, kehrten sie zu den Ihrigen zurück, und predigten ihnen, denn sie waren gläubig, und hatten aufgenommen, was sie gehört hatten. Allah erzählte Mohammed diese Begebenheit in folgender Stelle …“ (Weil, 1. Band, Seite 209):

Sure 72, Vers 1: Sprich: Geoffenbart ward mir, daß eine Schar der Dschinn lauschte und sprach: „Siehe wir haben einen wunderbaren Koran gehört;
Sure 72, Vers 2: Der zum rechten Weg leitet; und wir glauben an ihn und stellen nimmer unserem Herrn jemand zur Seite;

Deshalb werden die dschinn für ihren Unglauben von Allah bestraft werden, genau wie die ungläubigen Menschen:

Sure 7, Vers 38: Er wird sprechen: „Tretet ein mit den Scharen der Dschinn und Menschen, die vor euch lebten, ins Feuer.“

D. Falsche Götter und Götzen

Aber nicht nur Ungläubige, halbherzige muslime oder ungläubige dschinn werden das Brennmaterial für dschahannam abgeben, sondern auch was sie anbeteten. Allah droht dies den Quraisch und all ihren Idolen in Mekka unmißverständlich an.

Sure 37, Vers 21: Dies ist der Tag der Entscheidung, den ihr als Lüge erklärtet.
Sure 37, Vers 22: „Versammelt die Ungerechten und ihre Gefährten und was sie anbeteten (Götzen)
Sure 37, Vers 23: außer Allah, und leitet sie zum Pfad der Hölle.“

Diese Verse bedürfen einer genaueren Betrachtung, denn wir wissen noch nicht genau, was sie anbeteten. Bei Maududi finden wir eine detaillierte Exegese über Götzen und falsche Götter:

37,23: Mit Götzen sind zweierlei Arten von Göttern gemeint:

1) diejenigen Männer und Satane, welche es selber wollen, daß man sie anstatt Allah anbeten soll.

2) diejenigen Idole wie z.B. Bäume oder Steine etc., welchen in der Welt tatsächlich gehuldigt wurden. Die Götzen werden zusammen mit den Ungerechten zur Bestrafung auf den Pfad zur Hölle geführt. Die zweite Gruppe wird zusammen mit ihren Verehrern in die Hölle geworfen damit letztere sich immerwährend schämen müssen und auf alle Ewigkeit ihre Dummheit bereuen.

3) Übrigens gibt es noch eine dritte Gruppe von Idolen, welche auf Erden verehrt wurde ohne daß sie jedoch ihre Einwilligung dazu erteilt hätte oder sich über ihren Status im Klaren war. Ganz im Gegenteil: diese Engel, Propheten und Heiligen verboten, dass man irgend jemand außer Allah verehre. Offensichtlich wird diese Gruppe von “Idolen” nicht gemeinsam mit ihren Anbetern in der Hölle landen. (Quelle)

Textanalyse:

1. Wie im Kapitel ► Satane im Koran dargestellt wird, sind sowohl Iblis wie auch von Satanen beherrschte Menschen

Sie sind die Helfer Satans
Den Ungläubigen wird von Allah ein Satan beigestellt

damit beschäftigt, Unschuldige dahingehend zu verführen daß man sie anstatt Allah anbeten soll. Satane und satanische Menschen, die sich anbeten lassen, werden der gerechten Strafe zugeführt werden. Allah wird unter Anderen diejenigen irregeleiteten christlichen Mönche und jüdischen Rabbiner im Visier haben, von denen der Koran behauptet, daß sie sich anbeten ließen:

Sure 9, Vers 31: Sie nehmen ihre Rabbiner und Mönche neben Allah und dem Messias, dem Sohn der Maria, zu Herren an, wo ihnen doch allein geboten ward, einem einzigen Gott zu dienen, außer dem es keinen Gott gibt. Preis Ihm, Er steht hoch über dem, was sie neben Ihn setzen.

Für diejenigen Satane und satanischen Ungläubigen, welche die Menschen irregeführt haben, wird der Aufenthalt in dschahannam noch unangenehmer ausfallen, denn sie werden unter die Füße derjenigen geworfen werden, die sie verführten.

Sure 41, Vers 29: Und sprechen werden die Ungläubigen: „Unser Herr, zeige uns diejenigen von den Dschinn und Menschen, die uns irreführten; wir wollen sie unter unsere Füße legen, damit sie zu den am tiefsten Erniedrigten gehören.“

2. Die zweite Abteilung von Abgöttern die tatsächlich gehuldigt wurden beschäftigt sich mit der Götzenwelt der Mekkaner. In der Zeit des mekkanischen Polytheismus – von der diese Verse handeln – waren alle Götter in der Kaaba repräsentiert durch ein entsprechendes Abbild. Aber auch andernorts im Lande wurden unschuldige Bäume und behauene Steine Bäume oder Steine etc. für Götzendienste mißbraucht. All diese Idole, welche von den ungläubigen Mekkanern angebetet wurden, werden zusammen mit den Ungerechten in die Hölle geworfen, um als höllische Einrichtungsgegenstände den elenden Polytheisten ihren Irrglauben immerwährend in Erinnerung zu rufen.

3. Immerhin werden Heilige, Engel und Propheten, die ohne ihr Zutun angebetet wurden vor dschahannam bewahrt. Hier ist als Beispiel der islamische Jesus zu erwähnen, der in Sure 5, Vers 116 vor Allah beteuert, daß er nicht zu den Christen gesprochen habe: Nehmet mich und meine Mutter als zwei Götter neben Allah an. Er ist damit unschuldig an seiner und Marias Gottsetzung.

Maria als Gott

4. Das Thema der falschen Götter wird im Koran an anderer Stelle sehr ähnlich noch einmal behandelt:

Sure 19, Vers 81: Und die Ungläubigen haben sich an Gottes Statt Götter genommen, um durch sie zu Macht und Ansehen zu kommen. (Übersetzung nach R. Paret)
Sure 19, Vers 82: Mitnichten. Sie werden ihre Verehrung ableugnen und werden ihre Widersacher sein.
Sure 19, Vers 83: Siehst du nicht, daß Wir die Satane wider die Ungläubigen entsenden, um sie anzureizen?
Sure 19, Vers 84: Darum beeile dich nicht wider sie; Wir haben ihnen nur eine Zahl von Tagen zugezählt.

Tafsir al-Jalalayn 19,81: Die Ungläubigen von Mekka haben zwecks Anbetung neben Allah geschnitzte Figuren als Götzen genommen, damit diese für sie eine Quelle der Kraft und Fürsprecher vor Allah im Falle einer göttlichen Geißelung würden.
Tafsir al-Jalalayn 19,82: Nein, es gibt niemand, der es verhindern könnte, daß sie gezüchtigt werden. Die Götzen ihrerseits werden diese Verehrung ablehnen oder ableugnen wie sie das schon in einem anderen Vers (28:63) erklärt haben: „Sie meinten nicht uns mit ihrer Verehrung.“ – Sie werden als ihre Feinde und Gegner auftreten und sich untereinander stützen gegen sie.
Tafsir al-Jalalayn 19,83: Hast du nicht gesehen, daß wir die Satane gegen sie losließen? Wir haben sie auf die Ungläubigen losgelassen, auf daß sie angestachelt würden, auf unverschämte Art und Weise Ungehorsam zu verüben.
Tafsir al-Jalalayn 19,84: Beeilt euch also nicht zu verlangen, daß sie gezüchtigt werden. Wahrlich, ihre Tage und Nächte sind gezählt, wie auch ein jeder ihre Atemzüge aufs sorgfältigste, bis die Zeit für ihre Geißelung reif ist.

In diesen Versen wird nicht nur – in einer präzisen Vorausschau des gewaltigen kommenden Ereignisses – die Rede der falschen Götter, d.h. der Steinstelen und geschnitzten Holzstatuen vor dem Jüngsten Gericht wiedergegeben.

Allah bestätigt auch, daß Er Selbst die ungläubigen Mekkaner durch Satane fremdbeeinflußt und zu bösartiger Rede anstachelt daß Wir die Satane wider die Ungläubigen entsenden, um sie anzureizen. Diese Dämonisierung der Mekkaner entwertet sie und ihren Widerstand gegen Mohammed und seine Botschaft zu nichts mehr als bösartiger Dummheit und Verderbtheit. Jedes Argument der Quraisch wird disqualifiziert und für nichtig erklärt, weil sie ja nichts weiter sind als ein Spielball Satans und dessen Einflüsterungen. Auf diese Entmenschlichung/Entwürdigung der Quraisch und damit aller Ungläubigen wurde schon mehrfach hingewiesen.

Das Bild des Ungläubigen (kafir) im Islam

Ferner wird Mohammed dazu angehalten, keinen unnötigen zusätzlichen Zwist zu provozieren. Allah hat den Mekkanern nämlich nur noch eine Zahl von Tagen zugezählt. Die zu befolgende Appeasement-Strategie in Mekka wurde ebenfalls schon dargelegt darum beeile dich nicht wider sie.

Böses mit Gutem erwidern

7. Vorlauf und Ablauf des Endgerichtes

Das Jüngste Gericht ist in der islamischen Eschatologie (Lehre der letzten Dinge) nicht ein einziges klar umrissenes Ereignis, sondern besteht aus mehreren Sequenzen, die im Koran und in der sunna unterschiedlich dargestellt werden. Ferner hat die islamische Version der göttlichen Endabrechnung eine längere Vorlaufzeit. „Das koranische Material über das Jüngste Gericht ist sehr reichhaltig und bunt aber die Anspielungen und Hinweise in diesem heiligen Buch ergeben kein verständliches Bild aller Details.“ (Ecyclopaedia of the Qur’an, Brill, Leiden + Boston, 2006, Seite 137) Wir versuchen im Folgenden trotzdem, eine Übersicht zu geben.

A. Die islamische Version der Wiederkunft Jesu

Zur Vorlaufzeit gehört der Bericht bei Bukhari, in welchem Jesus in einen muslimischen Protagonisten pervertiert wird. Der folgende Beleg von Bukhari stützt sich auf die islamische Interpretation von Jesu Wiederkunft in der 43. Sure:

Sure 43, Vers 61: Und siehe, er (Jesus) dient wahrlich zum Wissen von der „Stunde“

Aus dieser koranischen Ankündigung wird nun in der sunna folgende Geschichte zusammengesetzt:

Bukhari V3 B43 N65, erzählt von Abu Huraira: Allahs Gesandter sagte: ”Die Stunde wird nicht vollbracht sein als bis der Sohn Marias – also Jesus – zu euch als gerechter Herrscher herabsteigt. Er wird das Kreuz in zwei Teile brechen, die Schweine töten und die Schutzgeldbesteuerung abschaffen. Es wird Reichtum im Überfluß geben so daß niemand etwelche Guthaben als Almosen anzunehmen braucht.

Hier vernehmen wir, daß das Jüngste Gericht erst nach dem Auftritt dieses islamischen „Jesus“ stattfinden wird. Kurz vor dem Ende der Welt wird also eine Periode allgemeinen Reichtums herrschen, weshalb sich dann auch die Schutzgelderpressung der Christen und Juden erübrigt. Die detaillierte Darstellung dieses islamischen Endzeitphantasmas findet sich in:

Beten Muslime und Christen den gleichen Gott an?

Nach Ablauf dieser Endzeit also, und nachdem Jesus in Medina neben Mohammed zwischen Abu Bakr und Umar begraben worden ist gilt es ernst.

B. Al-Gassas, das Tier aus der Erde

Irgendwann während der großen Abrechnung wird die Zeit kommen, wo Allah ein Tier aus der Erde entstehen läßt. Er wird mit Hilfe dieses Erdentieres ein Spezialtribunal anberaumen, das in Arabisch abgehalten wird:

Sure 27, Vers 82: Und wenn der Spruch auf sie fällt, dann wollen Wir ein Tier aus der Erde entstehen lassen, das zu ihnen sprechen soll: „Die Menschen trauten nicht Unseren Zeichen.“

Fussnote bei M. Henning: Dieses Tier, ein Vorzeichen des Jüngsten Tages, heißt al-Gassas, der Spion.

Tafsir al-Jalalayn 27, 82: Wenn der Urteilsspruch gefallen ist und die Strafe, welche sie und alle anderen Ungläubigen verdient haben über sie kommt, werden Wir ein Tier aus der Erde hervorbringen das zu denen, welche zur der gegebenen Zeit (noch) leben auf Arabisch sprechen wird. Es wird unter anderem auf Unser Geheiß folgendes sagen: „Wahrlich, die Menschheit vertraut Unseren Zeichen nicht.“ Mit anderen Worten glaubte sie nicht an den Koran und was er bezüglich Auferstehung, Abrechnung und Vergeltung beinhaltet. Mit dem Erscheinen dieses Tieres werden das Ausüben von Anstand und das Verbieten von Unsitte aufhören und es wird daraufhin kein Ungläubiger mehr gläubig werden. Es wird genauso sein wie bei Noah, als ihm Gott folgendes offenbarte: „Keiner von deinen Stammesgenossen wird glauben außer denjenigen, welche schon vorher geglaubt haben.“

Der Auftritt dieses Tieres dient offensichtlich dazu, den Ungläubigen die Endgültigkeit und Unabänderlichkeit ihres sündigen irdischen Lebens vor Augen zu führen.

C. Das Fanal

Jedenfalls ist jetzt der große Moment gekommen, der Auftakt wird an verschiedenen Stellen im Koran beschrieben. Allah hat lange gewartet; nun kann Er an den Ungläubigen für ihren Unglauben endlich „Rache nehmen„: 

Sure 44, Vers 16: An jenem Tag, an dem Wir angreifen werden mit dem größten Angriff, siehe, da werden Wir Rache nehmen.

Die Erde mit all ihren Bewohnern wird kollabieren und der ganze Kosmos zerbersten:

Sure 18, Vers 47: Und eines Tages werden Wir die Berge vergehen lassen, und schauen wirst du eben auf die Erde, und versammeln werden Wir sie und keinen übersehen.

Sure 69, Vers 14: Und von hinnen gehoben werden die Erde und die Berge und zerstoßen werden mit einem einzigen Stoß,
Sure 69, Vers 15: Dann wird an jenem Tage eintreffen die eintreffende Stunde,
Sure 69, Vers 16: Und spalten wird sich der Himmel, denn an jenem Tage wird er zerreißen.

Sure 27, Vers 87: Und eines Tage wird in die Posaune gestoßen, und erschrecken werden alle in den Himmeln und auf Erden; außer denen, die Allah lieben. Und alle werden demütig zu Ihm kommen.

Die Ungläubigen kommen, alle schon deutlich gekennzeichnet, in Erwartung der gerechten Strafe:

Sure 14, Vers 43: Herbeigeeilt kommen sie gereckten Hauptes mit stierem Aug’ und ödem Herzen.

In Sure 39, Verse 67 bis 74 ist der ganze Ablauf inklusive Verteilung in Himmel und Hölle beschrieben:

Sure 39, Vers 67: Und die Ungläubigen haben Gott nicht richtig eingeschätzt. Am Tag der Auferstehung wird Er die ganze Erde in seiner Hand halten, und die sieben Himmel zusammengefaltet in Seiner Rechten. Gepriesen sei Er! Er ist erhaben über das, was sie Ihm an anderen Göttern beigesellen.
Sure 39, Vers 68: Und es wird in die Trompete geblasen. Dann fallen alle, die im Himmel und auf der Erde sind, wie vom Blitzschlag getroffen bewußtlos zu Boden, außer denjenigen, von denen Gott es anders will. Hierauf wird ein zweites Mal hineingeblasen, und gleich stehen sie wieder da und können wieder sehen (oder: und sehen sich um in der Erwartung dessen, was weiter geschehen wird.)
Sure 39, Vers 70: Und jedem wird voll heimgezahlt, was er im Erdenleben getan hat. Gott weiß sehr wohl, was sie tun.
Sure 39, Vers 71: Diejenigen, die (in ihrem Erdenleben) ungläubig waren, werden dann in Scharen in die Hölle getrieben. Wenn sie schließlich dort angelangt sind, werden ihre Tore für sie geöffnet, und ihre Wärter sagen zu ihnen: „Sind denn nicht Gesandte aus euren eigenen Reihen zu euch gekommen, um euch die Zeichen eures Herrn zu verlesen und euch warnend darauf hinzuweisen, daß ihr dereinst diesen Tag des Gerichts erleben würdet?“ Sie sagen: „Jawohl! Aber wir haben der Warnung keinen Glauben geschenkt.“ Das Wort der Strafe ist nun an den Ungläubigen in Erfüllung gegangen.
Sure 39, Vers 72: Man sagt zu ihnen: „Tretet zu den Toren der Hölle ein, um ewig darin zu weilen! – Ein schlimmes Quartier für die Hochmütigen!“
Sure 39, Vers 73: Diejenigen aber, die sich in ihrem Erdenleben vor ihrem Herrn gefürchtet haben, werden in Scharen in das Paradies getrieben. Wenn sie schließlich dort angelangt sind, werden seine Tore für sie geöffnet, und seine Wärter sagen zu ihnen: „Heil sei über euch! Ihr seid glücklich zu preisen. Tretet nun in das Paradies ein, um ewig darin zu weilen!“
Sure 39, Vers 74: Sie sagen ihrerseits: „Lob sei Gott, der uns sein Versprechen wahr gemacht und uns die Erde zum Erbe gegeben hat! Wir können im Paradies Wohnung nehmen, wo wir wollen. Welch trefflicher Lohn für die, die im Guten tätig sind!“ (Übersetzung nach R. Paret)

Folgen wir der sunna, d.h. dem untenstehenden Bericht von Bukhari, wird das Tribunal noch dramatischer verlaufen als im Koran beschrieben. Insbesondere erhalten in diesem hadith-Beleg die Heuchler im letzten Moment eine reelle Chance, im Paradies doch noch einen Platz zu ergattern. Dies widerspricht allerdings den koranischen Belegen, wie sie im Kapitel ► Heuchler dargestellt werden, wonach letztere in der untersten, siebten Etage von dschahannam landen werden.

Ferner wird Allah einzelne Seiner Sklaven (rechtgeleiteten muslime), die beim Überqueren der Brücke irrtümlicherweise abgestürzt sind wieder aus dem Höllenfeuer herausfischen – wenn Er will.

Bukhari, V8 B76 N57, erzählt von Abu Huraira: … Manche Leute fragten: „Oh Gesandter Allahs, werden wir unseren Herrn am Tage des Jüngsten Gerichts zu sehen bekommen?“ Er antwortete: „Werdet ihr euch in der Menge im Wege stehen und einander schubsen wenn ihr an einem wolkenlosen Tag in die Sonne schaut?“ Sie meinten darauf: „Nein, Gesandter Allahs.“ Er führte weiter aus: „Werdet ihr euch in der Menge im Wege stehen und einander schubsen wenn ihr in einer wolkenlosen Nacht den Mond anschaut?“ Sie antworteten: „Nein, Gesandter Allahs.“ Er sagte dann: „Ihr werdet also euren Herrn am Tage des Jüngsten Gerichts sehen und Er wird auf ähnliche Weise die Leute um sich scharen und sagen: „Wer die Sonne angebetet hat wird ihr folgen und wer den Mond angebetet hat wird ihm folgen. Und derjenige welcher stets Götzen angebeten hat wird ihnen folgen.“ Es wird dann nur noch die Gemeinde der Muslime übrigbleiben sowie natürlich die Heuchler. Allah wird sich ihnen in einer ihnen unbekannten Form nähern und sagen: „Ich bin euer Herr.“ Sie werden erwidern: „Wir suchen Zuflucht bei Allah vor euch. Dies ist unser Standpunkt; wir werden dir nicht folgen bis unser Herr zu uns kommt und wir werden Ihn erkennen.“

Dann wird Allah in einer ihnen bekannten Form zu ihnen kommen und Er wird sagen: „Ich bin euer Herr.“ Sie werden antworten: „Zweifelsohne bist du unser Herr“ und werden Ihm folgen. Dann wird eine Brücke über das Höllenfeuer gelegt werden. Und, fügte Allahs Gesandter hinzu: „ich bin der erste, der sie überqueren wird. An diesem speziellen Tag wird die Anrufung der Apostel die folgende sein: „Oh Allah, rette uns, rette uns.“ Über der Brücke werden Haken ähnlich den Dornen des „As Sa’dan“- Baumes hängen. Habt ihr je dessen Dorne gesehen?“ Die Gefährten antworteten: „Oh ja, Gesandter Allahs.“ Er fügte dann hinzu: „Diese Haken werden zwar so aussehen wie Dorne, ihre Größe ist jedoch nur Allah bekannt. Sie werden Leute aufgrund ihrer vorgängigen Taten schnappen. Manche werden darob zugrunde gehen, andere werden in Stücke zerschnitten in die Hölle fallen. Letztere werden jedoch wieder erlöst werden wenn Allah mit Seinen Urteilssprüchen bezüglich Seiner Sklaven fertig ist. Er wünscht dann nämlich manche von denjenigen aus dem Feuer zu fischen welche unter denen waren die bezeugten, daß niemand außer Allah das Recht habe angebetet zu werden.“

D. Das Verhör

Zurück zum Koran: Allah sitzt während dem ganzen Tribunal als oberster Richter auf Seinem Thron, welcher von acht Engeln getragen wird:

Sure 69, Vers 17: Und die Engel werden zu Seinen Seiten sein und acht werden den Thron deines Herrn ob ihnen tragen an jenem Tage.

Darum herum singen andere Engel und lobpreisen Ihn:

Sure 39, Vers 75: Und sehen wirst du die Engel kreisend rings um den Thron, den Preis ihres Herrn verkündend, und entschieden wird zwischen ihnen in Wahrheit und gesprochen wird: „Das Lob sei Allah, dem Herrn der Welten!“

Er verspricht nun den versammelten Wesen, ihnen kein Unrecht anzutun. Vielmehr wird ihnen Schritt für Schritt auf gerechte Weise vergolten, was sie auf Erden getan haben. Angesichts der geradezu herkulanischen Arbeit bei der Ausmistung des Stalles voll Ungläubiger kommt es Allah sehr zugute, daß Er „schnell im Rechnen“ ist:

Sure 40, Vers 17: An jenem Tage wird die Seele nach Verdienst belohnt werden; keine Ungerechtigkeit an jenem Tage! Siehe, Allah ist schnell im Rechnen.

Jetzt ist also Zahltag: „Das Bild des Jüngsten Gerichtes ist kommerzieller Natur: Saldierung aller Konten und Erstellung von Bilanz und Erfolgsrechnung.“ (Ecyclopaedia of the Qur’an, Brill, Leiden + Boston, 2006, Seite 244)

Natürlich kennt der Allmächtige jede Einzelheit im Leben eines jeden Menschen ohnehin schon. Dies aufgrund Seines All-Wissens und der Tatsache, daß alles im ► Inventar der Schöpfung niedergeschrieben ist. Trotzdem wird Er anläßlich des Jüngsten Gerichtes im Lebensbuch, das über jeden Menschen angelegt wurde nachlesen.

Das Buch der menschlichen Taten

Auch die Kontrolle über den Besuch der Freitagspredigt war lückenlos, er wurde von Engeln auf Listen eingetragen:

Bukhari V4 B54 N433, berichtet von Abu Hureira: Der Prophet sagte: „Jeden Freitag stehen die Engel an sämtlichen Moscheeingängen und schreiben die Namen der Gläubigen der Reihe nach entsprechend ihrer Ankunftszeit für das Freitagsgebet auf und wenn der Imam sich gesetzt hat falten sie ihre Listen zusammen und machen sich bereit, der Predigt zu lauschen.

Alle diese Bücher und Listen werden anläßlich des Jüngsten Gerichtes aufgelegt:

Sure 39, Vers 69: Und die Erde erstrahlt im Licht ihres Herrn. Und die Schrift wird aufgelegt. Und die Propheten und sonstigen Zeugen werden herbeigebracht, und zwischen den Menschen, die zum Gericht versammelt sind wird nach der Wahrheit entschieden, ohne daß ihnen dabei Unrecht getan würde. (Übersetzung nach R. Paret)

Sure 36, Vers 12: Siehe, Wir machen die Toten lebendig und Wir schreiben auf, was sie zuvor taten und ihre Spuren und alle Dinge haben Wir aufgezählt in einem deutlichen Vorbild.

Sure 81; Vers10: Und wenn die Seiten aufgerollt werden,

Vom hier erwähnten Buch ist auch in Sure 18 die Rede. Die Sünder fürchten sich sehr:

Sure 18, Vers 49: Und hingelegt wird das Buch, und schauen wirst du die Sünder in Ängsten um seinen Inhalt, und sie werden sprechen: „Wehe uns! Was bedeutet dieses Buch! Es ließ nicht die kleinste und nicht die größte Sünde unaufgeschrieben.“ Und finden werden sie ihre Taten zur Stelle, und keinem wird dein Herr Unrecht tun.

Diejenigen, denen das Buch in die rechte Hand gegeben wird, sind fürs Paradies ausgewählt; diejenigen, denen ihre Endabrechnung in die linke hinter ihrem Rücken ausgehändigt wird, sind die Verdammten:

Sure 17, Vers 71: Eines Tages werden Wir alle Menschen rufen mit ihren Führern; und jene, denen ihr Buch in die Rechte gegeben wird, die sollen es lesen und sollen nicht um einen Faden Unrecht erleiden. (auch: 84,7; 69,19)

Sure 69. Vers 25: Was aber den anlangt, dessen Buch in seine Linke gegeben wird, so wird er sprechen: „O daß mir doch nicht mein Buch gegeben wäre!“

Sure 84, Vers 10: Was aber den anlangt, dem sein Buch hinter seinem Rücken gegeben wird,
Sure 84, Vers 11: Der wird nach Vernichtung rufen.

Sure 17, Vers 14: „Lies dein Buch, du selber sollst heute Rechenschaft wider dich ablegen.“

Auch ganze Nationen werden bewertet und abgestraft:

Sure 45, Vers 28: Und du wirst jedes Volk knien sehen; gerufen wird jedes Volk zu seinem Buch und gesprochen wird: „Heute werdet ihr belohnt für euer Tun.
Sure 45, Vers 29: Dieses Unser Buch spricht wider euch die Wahrheit; siehe, Wir schrieben auf, was ihr tatet.“

Die Ungläubigen werden einer detaillierten Befragung ausgesetzt. Da sie versuchen werden zu lügen, wird Allah den Mund der Auferstandenen versiegeln. Dann werden die Hände und Füße ihren Unglauben bezeugen:

Sure 36, Vers 65: Heute versiegeln wir ihren Mund, doch es sprechen ihre Hände zu Uns, und ihre Füße bezeugen, was sie geschafft.

Allah weist auch auf weitere Kostproben Seiner Allmacht hin, mit denen Er Ungläubige zusätzlich bestrafen kann, wenn Er will:

Sure 36, Vers 66: Und wenn Wir es gewollt, Wir hätten ihre Augen verlöschen können. Aber auch dann würden sie um die Wette auf dem Pfade rennen; und wie könnten sie sehen?
Sure 36. Vers 67: Und wenn Wir es gewollt, Wir hätten sie auf ihrem Platze verwandeln können, so daß sie weder nach vorn oder hinten hätten gehen können.

Aber auch ohne weitere Aktionen des Allmächtigen ist das Verhör schon eine arge Tortur, denn sowohl die Haut, die Ohren und die Augen der verdammten Sünder werden Zeugnis ablegen wider sie:

Sure 41, Vers 20: Bis daß, wenn sie zu Ihm gekommen sind, ihre Augen und Ohren und ihre Haut Zeugnis wider sie ablegen für ihr Tun.
Sure 41, Vers 21: Und sprechen werden sie zu ihrer Haut: „Warum zeugst du wider uns?“ Sie wird sprechen: „Rede gab uns Allah, welcher jedem Ding Rede gab. Er hat euch zum ersten Mal geschaffen und zu Ihm müßt ihr zurück.
Sure 41, Vers 22: Und ihr konntet euch nicht verbergen, daß euer Gehör und euer Gesicht und eure Haut nicht Zeugnis wider euch ablegte; jedoch wähntet ihr, daß Allah nicht viel von eurem Tun wüßte.
Sure 41, Vers 23: Und dieses euer Wähnen, das ihr von eurem Herrn wähntet, verdarb euch, und ihr wurdet Verlorene.“

Und denjenigen, welche Allah angelogen haben, werden noch ihre Gesichter geschwärzt:

Sure 39, Vers 60: Und am Tage der Auferstehung wirst du diejenigen, welche wider Allah logen, mit geschwärzten Gesichtern sehen. Ist denn nicht in Dschahannam eine Wohnung für die Hoffärtigen?

Speziell die verstandeslosen Christen werden erwähnt, jeder wird einzeln abgeurteilt:

Sure 19, Vers 91: Daß sie dem Erbarmer einen Sohn beilegen,
Sure 19, Vers 92: Dem es nicht geziemt, einen Sohn zu zeugen.
Sure 19, Vers 93: Keiner in den Himmeln und auf Erden darf sich dem Erbarmer anders nahen wie als Sklave.
Sure 19, Vers 94: Wahrlich, Er hat sie berechnet und ihre Zahl gezählt.
Sure 19, Vers 95: Und jeder soll am Tag der Auferstehung einsam zu Ihm kommen.

dschahannam    

Comments are closed.