Auftragsmorde an politischen Gegnern

Auftragsmord – gedungene Mörder – Liquidierung mißliebiger Gegner – Lynchjustiz – Aufruf zu Genozid – alles angeordnet und ausgeführt unter der Oberaufsicht Mohammeds. Widerspruch, Unglaube, Zurückweisung der Einladung zum Islam sowie Kritik am Dogma werden mit Mord beantwortet. Wie ist das möglich?

Die Antwort ist einfach. Es ist die Vorbildfunktion des Propheten: seine Rechtleitung ist unhinterfragt und unhinterfragbar: Propheten sind von Gott auserwählte Menschen, die durch Offenbarung Gottes Vorbild für eine Familie, einen Stamm oder ein Volk sind und den Menschen ein Ideal vorleben. Ein Prophet ist dadurch eine gelebte Offenbarung. Propheten zeichnen sich u.A. dadurch aus, daß sie durch die Gnade Gottes und Selbstläuterung fehlerfrei sind, obwohl sie wie alle Menschen fehlbar erschaffen wurden. Ihre vollständige Ergebenheit in Gott bewirkt allerdings, daß sie keine Fehler begehen …“  (Quelle)

T. Nagel weist auf die koranischen Grundlagen, d.h. die von Allah gesetzte Legitimation zur Ausschaltung von mißliebigen Kritikern hin: „Im 61. Vers – es geht wieder einmal gegen die ’Heuchler’ sowie gegen „diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, und die Aufwiegler in Medina“ – kündigt Mohammed ein hartes Einschreiten gegen seine verbliebenen Kritiker an:

Sure 33, Vers 60: Wahrlich, wenn die Heuchler und diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, und die Aufwiegler in Medina nicht aufhören, so werden Wir dich gegen sie anspornen. Alsdann sollen sie nicht darinnen als deine Nachbarn wohnen, es sei denn nur für kurze Zeit.

Mit dem Vertreiben soll es diesmal nicht abgetan sein, denn:

Sure 33, Vers 61: Verflucht, und wo immer sie gefunden werden, sollen sie ergriffen und niedergemetzelt werden.

(T. Nagel, Allahs Liebling, Oldenbourg Verlag München, 2008, Seite 185)

Die Liquidierung von ideologischen Gegnern im Islam ist demnach rechtens denn sie entspricht dem Willen Allahs.

Mohammeds Handlungen sind von Allah göttlich legitimiert
► War Mohammed ein Attentäter?

Die absolute Gleichschaltung muß erreicht werden, koste es auch beliebig viele Menschenleben – wobei wir darauf hinweisen, daß es sich bei Ungläubigen nicht um Menschen, sondern um subhumane Wesen handelt.

Das Bild des Ungläubigen (kafir) im Islam

Das islamische Dogma leitet nicht dazu an, Ideen zu bekämpfen sondern Menschen umzubringen.

► Vollständige Liste der von Mohammed angeordneten Morde (in Englisch)

1. Die Ermordung von Kaab Ibn Al-aschraf

Nach erfolgreich geschlagener Schlacht bei Badr sandte Mohammed zwei Boten nach Medina, um die Stadt vom Sieg zu unterrichten. Kaab Ibn Al-aschraf vom Stamm der Banu Nadir konnte nicht glauben, daß so viele edle und einflußreiche Mekkaner getötet worden waren und fragte: „’Ist es wahr? Soll Mohammed wirklich diese Leute geschlagen haben, so ist das Innere der Erde besser als ihre Oberfläche.‘ Als dieser Feind Allahs sich von der Wahrheit überzeugt hatte, ging er nach Mekka. Er stachelte die Mekkaner gegen Mohammed auf, und rezitierte folgende Verse, in welchen er die Quraisch beweinte, welche bei Badr in den Brunnen geworfen wurden … Kaab kehrte dann nach Medina zurück, beleidigte die Muslime und knüpfte Liebesbeziehungen mit ihren Frauen an. Da sagte Mohammed: ‚Wer schafft mir Ruhe vor dem Sohne Al-aschrafs?‘ Mohammed Ibn Maslama antwortete: ‚Ich, Gesandter Allahs, ich will ihn erschlagen.‘ Mohammed erwiderte: ‚Tue es, wenn Du kannst!‘ Maslama brachte drei Tage zu, ohne mehr zu essen und zu trinken als nötig war, um sein Leben zu fristen. Als dies Mohammed hörte, ließ er ihn rufen, und fragte ihn, warum er nicht esse und trinke. Er antwortete: ‚Ich habe dir eine Zusage gemacht, und weiß nicht, ob ich sie ausführen kann.‘ – ‚Du mußt eben danach streben.‘ – ‚Wir werden durchaus manches Unwahre sagen müssen‘. – ‚Sagt, was euch gut dünkt, es ist euch erlaubt.’“ (Gustav Weil, Das Leben Mohammeds, 2. Band, Seite 6)

Wenn es der Verteidigung des Islam dienlich ist, darf auch gelogen werden.

Nach dieser Anweisung Mohammeds gesellten sich noch weitere Muslime zu Maslama, darunter Abu Naila Silkan, welcher dann vorausgeschickt wurde. Er unterhielt sich mit Kaab und sagte schließlich: „’Die Ankunft Mohammeds war ein Unglück für uns, die Araber feinden uns an, und richten, wie ein Mann, ihre Bogen gegen uns, die Wege werden uns abgeschnitten, so daß unsere Familie zugrunde geht und wir selbst Not leiden.‘ Kaab versetzte hierauf: ‚Ich bin der Sohn Al-aschrafs, bei Gott, ich habe dir schon früher gesagt, wie diese Sache enden wird.‘ Silkan fuhr nun fort: ‚Ich wünsche, daß du uns Lebensmittel verkaufst, wir geben dir ein Unterpfand und schließen einen Vertrag, und Du erweisest uns dadurch eine Wohltat.‘ Kaab fragte: ‚Wollt ihr mir eure Kinder als Unterpfand geben?‘ Silkan antwortete: ‚Du willst uns zuschanden machen, ich habe Gefährten, die meine Ansicht teilen, und die ich dir bringen werde, verkaufe ihnen Lebensmittel und sei wohltätig, wir geben dir Panzer als Unterpfand, so viel die Schuld beträgt.‘ Da Kaab Waffen nicht verschmähte, sagte er: ‚Nun die Panzer sichern die Heimzahlung.‘ Silkan benachrichtigte hierauf seine Gefährten von diesem Gespräche und forderte sie auf, sich mit den Waffen bei ihm einzufinden, und sie versammelten sich bei Mohammed, welcher sie ein Stück begleitete und dann sagte: ‚Geht im Namen Allahs, Allah stehe euch bei!‘ Mohammed kehrte hierauf in seine Wohnung zurück – es war eine Mondnacht – und die anderen begaben sich nach der Burg von Kaab.“ (Weil, 2. Band, Seite 7)

Die Muslime lockten Kaab in eine nahe gelegene Schlucht unter dem Vorwand, sich mit ihm unterhalten zu wollen. Dann ergriff Maslama Kaab an den Haaren und rief: „’Erschlagt den Feind Gottes!‘ Sie hieben mit ihren Schwertern auf ihn ein, konnten aber nicht mit ihm fertig werden. Maslama erzählt: ‚Als ich dies sah, erinnerte ich mich eines Dolches, den ich bei meinem Schwerte hatte, ich nahm ihn, und stieß ihn mit solcher Gewalt in den Unterleib, daß er hinten herauskam. Der Feind Gottes stieß einen Schrei aus, daß in allen uns umliegenden Burgen Licht angezündet wurde, und er stürzte nieder.’“(Weil, 2. Band, Seite 8) Einer der Muslime war leicht verletzt worden und wurde vor Mohammed getragen „welcher betete, und grüßten ihn und benachrichtigten ihn vom Tode des Feindes Gottes. Mohammed spuckte auf die Wunde unseres Gefährten, worauf wir zu unseren Familien zurückkehrten. Am folgenden Morgen waren die Juden in Angst wegen dieser Ermordung, und keiner war mehr seines Lebens sicher.“ (Weil, 2. Band, Seite 8)

Das Ereignis wird auch bei Bukhari (auf englisch) beschrieben:

Bukhari V5 B59 N369, berichtet von Jabir bin ‚Abdullah
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2. Die Ermordung von Abu Rafi Sallam

In Khaybar hatten sich einige Vertreter der Banu Nadir niedergelassen; eben die Juden, die von Mohammed zuerst aus Medina vertrieben worden waren und dann geholfen hatten, den Grabenkrieg anzustrengen. Mohammed entledigte sich einiger von ihnen durch Meuchelmord. Folgen wir der Chronik von Ibn Ishaq so wetteiferten die zwei Stämme der Aus und Hazrag darum, Mohammed zu Diensten zu sein. Der Mord an einem Juden eignete sich dafür: „Als der Feldzug des Grabens und gegen die Banu Quraiza vorüber war, baten die Hazrag Mohammed um Erlaubnis, Abu Rafi Sallam, welcher in Khaybar wohnte, zu ermorden, denn er war unter denjenigen, welche die Scharen gegen Mohammed aufgewiegelt hatten, und die Aus hatten schon früher Kaab Ibn Al’aschraf wegen seiner Feindschaft und Aufreizungen gegen Mohammed getötet. Mohammed erlaubte es ihnen … zu dem, was Allah für Mohammed getan, gehörte, daß die beiden Stämme Aus und Hazrag wie zwei männliche Kamele um Mohammeds Haupt miteinander wetteiferten. Sobald die Aus Mohammed einen Dienst geleistet hatten, sagten die Hazrag: ‚Bei Gott, sie sollen dies nicht vor uns voraus haben bei Mohammed und im Islam‘, und ruhten nicht, bis sie eine ähnliche Tat vollbrachten … Hierauf begaben sich die fünf Männer nach Khaybar … Sobald wir eingetreten waren, schlossen wir die Türe des Zimmers, aus Furcht, es möchten Leute vorübergehen, die dazwischentreten. Alsbald schrie uns die Frau laut an, aber wir drangen mit unseren Schwertern zu ihm – er lag auf dem Bette – und bei der Dunkelheit im Zimmer führte uns nur seine weiße Farbe, denn er lag da, wie eine ausgebreitete ägyptische Leinwand … Während wir nun mit unseren Schwertern über ihn herfielen durchbohrte ihm Abd Allah Ibn Uneis den Leib. … und wir kehrten zu Mohammed zurück und meldeten ihm den Tod des Feindes Allahs. Als hierauf jeder von uns ihn getötet haben wollte sagte Mohammed: ‚Gebt mir eure Schwerter!‘ Er betrachtete sie und sagte, auf das Schwert Abd Allahs Ibn Uneis hindeutend: ‚Dieses hat ihn getötet, denn es hat noch Spuren von Speisen.’“(Weil, 2. Band, Seite 125 f)

Das Ereignis wird auch bei Bukhari (auf englisch) beschrieben:

Bukhari V5 B59 N371, berichtet von Al-Bara bin Azib
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3. Die Ermordung des Al-Nadr bin Alharith

Die Feindschaft Mohammeds gegen Al-Nadr bin Alharith begann schon in Mekka. Damals testeten er und andere führende Häupter der Quraisch die Botschaft Mohammeds in einem Streitgespräch. Ibn Ishaq erzählt:

„Man beschloß, nach Mohammed zu schicken und mit ihm zu disputieren, um nachher entschuldigt zu sein … Als er sich zu ihnen gesetzt hatte, wiederholten sie ihre früheren Anklagen und machten ihm dieselben Vorschläge … Mohammed antwortete: ’Mein Zustand ist nicht wie ihr glaubt, auch habe ich euch nichts gebracht, um Geld, Ehre oder Herrschaft zu erlangen, Allah hat mich als Gesandten geschickt und mir ein Buch offenbart, und befohlen, euch frohe Botschaft und Drohungen zu bringen, ich habe die Botschaft meines Herrn zu euch gelangen lassen, und euch treuen Rat erteilt, nehmet ihr, was ich euch gebracht habe an, so ist es euer Glück in diesem und in jenem Leben, verwerft ihr es, so gedulde ich mich, bis Allah zwischen mir und euch entscheiden wird.’

Da sagten sie zu Mohammed: ‚Willst du von allem, was wir dir angeboten haben nichts annehmen, so weißt du, daß wir ein hartes Leben haben, da es uns mehr als anderen an Wasser fehlt und unser Tal sehr eng ist. Bete daher zu deinem Herrn, der dich gesandt hat, er soll die Berge, die uns so beengen entfernen, daß unser Land weiter werde, und soll es von Flüssen durchschneiden lassen, wie Syrien und Irak. Auch soll er unsere verstorbenen Väter auferstehen lassen … wir wollen sie dann fragen, ob du wahr sprichst oder lügst. Erklären sie dich für wahrhaftig, und tust du, was wir von dir fordern, so glauben wir dir und erkennen deinen hohen Rang bei Gott, und sehen dich als Seinen Gesandten an.‘

Mohammed antwortete: ‚Ich bin nicht damit zu euch gesandt worden, ich habe euch gebracht, was mir Gott an euch aufgetragen, nehmt ihr es an, so ist es euer Glück in diesem und in jenem Leben, wenn nicht, werde ich geduldig warten, bis Gott zwischen uns entscheidet.‘

Sie sagten: ‚Wenn du dies nicht tust, so sorge für dich selber! Bete zu Gott, daß er einen Engel mit dir sende, der dich als wahrhaftig erkläre, und unseren Widerspruch abwende, bete, daß Er dir Gärten, Paläste und Schätze von Gold und Silber sende, damit du nicht mehr wie einer von uns auf den Markt zu gehen brauchst, um Lebensmittel zu holen. Wir werden dann deinen Vorzug und deinen Rang bei Gott erkennen, wenn du, wie du behauptest wirklich ein Gottgesandter bist.’“ (Weil, 1. Band, Seite 140 f)

Verschiedene weitere Angebote und Forderungen der Quraisch einerseits und die abschlägigen Antworten Mohammeds andererseits gingen noch einige Zeit hin und her, ohne daß eine Annäherung der Standpunkte erreicht worden wäre. Schließlich stand Mohammed auf und machte sich mit seinem Begleiter davon. Dieser sagte:

„’Dein Volk hat dir Anerbietungen gemacht, die du verworfen hast, sie haben dann Wünsche für dich geäußert, die du erfüllen solltest, um zu zeigen, wie groß dein Ansehen bei Gott ist. Sie wollten dich dann für wahrhaftig halten, und dir folgen, aber du hast es nicht getan. Sie haben dann verlangt, du sollst für dich Dinge fordern, an denen sie erkennen, daß du bei Allah höher stehst als sie. Du hast es auch nicht getan. Dann haben sie gefordert, du solltest einen Teil der Strafe, mit der du sie bedrohst, gleich eintreten lassen, aber auch das hast du nicht getan. Nun werde ich, bei Gott, nicht an dich glauben, bis du auf Leitern in den Himmel steigst, und mit einem Schreiben zurückkommst, in welchem vier Engel für dich Zeugnis ablegen. Ich glaube jedoch, bei Gott, daß ich selbst dann nicht an dich glauben werde.‘ Mit diesen Worten verließ er Mohammed, welcher traurig und niedergeschlagen nach Hause ging.“

Einer der Quraisch, Abu Djahl, faßte das Gespräch mit Mohammed folgendermaßen zusammen: „Ihr seht, daß Mohammed nichts anderes will, als unsere Väter beschimpfen, uns für töricht erklären und unsere Götter lästern.“ und er gab noch am selben Abend das Versprechen ab, daß er am folgenden Morgen Mohammed beim Gebet mit einem Stein erschlagen werde.

Am folgenden Morgen nahm Abu Djahl einen schweren Stein, und erwartete Mohammed im Tempel. Dieser kam des Morgens in den Tempel und betete, wie er es immer in Mekka zu tun pflegte, mit dem Gesichte nach Syrien gerichtet … Die Quraisch waren alle versammelt, um zu sehen, was Abu Djahl tun werde. Als Mohammed niederfiel ging Abu Djahl mit dem Steine auf ihn zu, als er ihm aber nahe kam, kehrte er wie ein Flüchtiger um, ganz entstellt und erschrocken, seine Hände lagen welk auf dem Steine, bis er ihn wegwarf. Die Quraisch traten zu ihm und fragten, was er habe? Er antwortete: ‚Ich wollte ausführen, was ich euch gestern mitgeteilt hatte, als ich ihm aber näher kam, sah ich ein Kamel zwischen ihm und mir mit Zähnen, wie ich sie an einem Kamel noch nie gesehen habe. Es machte Miene, mich aufzufressen.‘ Mohammed sagte später dazu: ‚Es war Gabriel, der ihn weggerafft hätte, wenn er näher gekommen wäre.’“

Nach diesem reichlich stümperhaft angezettelten Mordversuch und dem wundersamen Eingreifen des Erzengels nahmen die Quraisch vorerst Abstand von weiteren Anschlägen. Mohammed fuhr mit seinem Bekehrungswerk fort. Dabei kam ihm aber immer wieder Al-Nadr bin Alharith in die Quere: „Er war einer der Satane der Quraisch, einer von denen, welche Mohammed kränkten und verhaßt machten. Er hatte Al-Hira(antike Stadt im Irak) besucht, und dort die Geschichte der persischen Könige und der Helden Rustem und Isfandiyar gehört. Wenn immer nun Mohammed predigte und sein Volk ermahnte und vor Allahs Strafe warnte, dann trat er nach Mohammed auf und sagte: Ich weiß schönere Geschichten als Mohammed. Er erzählte ihnen dann von den Königen der Perser und von Rustem und Isfandiyar. Dann sagte er: ‚Worin zeichnen sich Mohammeds Erzählungen von den meinigen aus?‘ Mir ist berichtet worden, Ibn Abbas habe gesagt: Auf Al-Nadr beziehen sich acht Verse des Korans.“ (Weil, 1. Band, Seite 143)

Wie im Kapitel ► Christen (und Juden) im Koran ausgeführt wird, hatte Mohammed schon vor seinem öffentlichen Auftreten zu verschiedenen Vertretern der Juden und Christen engen Kontakt und ließ sich von ihnen über die biblischen Geschichten unterrichten. Die Mekkaner konnten demzufolge keinen Unterschied erkennen zwischen deren Predigten und Geschichten und den von Mohammed vorgetragenen. Al-Nadr Bin Alharith ist einer der Zeugen für diese Situation. Er wird in diesem Zusammenhang nicht nur an oben zitierter Stelle in der Sirat Rasul Allah erwähnt, sondern auch noch in acht Koranversen. Allah äußerte sich also auch ganz spezifisch zu diesem Mekkaner:

Sure 6, Vers 25: Und einige unter ihnen hören auf dich, doch haben Wir auf ihre Herzen Hüllen gelegt, daß sie ihn (den Koran) nicht verstehen, und in ihre Ohren eine Schwere; und obwohl sie jedes Zeichen sehen, so glauben sie nicht daran, so daß, wenn sie zu dir kommen, um mit dir zu streiten, die Ungläubigen sprechen: „Siehe, das sind weiter nichts als Fabeln der Früheren.“

Sure 22, Vers 3: Und unter den Menschen ist einer, der über Allah ohne Wissen streitet und jedem rebellischen Satan folgt.

Tafsir al-Jalalayn 22,3: Folgendes wurde betreffend al-Nadr bin Alhārith und seinen Gefährten offenbart: Unter den Menschen gibt es welche, die lassen sich in Streitgespräche über Allah ein ohne daß sie Kenner der Materie wären. Sie behaupten zum Beispiel, daß die Engel Allahs Töchter seien und der Koran nicht anderes als eine Sammlung alter Fabeln. Darüberhinaus leugnen sie die Auferstehung und das Wiederbeleben derer, welche ehemals zu Staub geworden sind. Dann gibt es auch solche die in ihrer Beweisführung etwelche rebellische Teufel nachäffen.

Sure 22, Vers 4: Geschrieben ist wider ihn, daß er den, der ihn zum Beschützer nimmt, irreführen und zur Strafe der Flamme leiten soll.

Tafsir al-Jalalayn 22,4: Betreffend der Teufel wurde verfügt, daß wer immer sich einen solchen zum Freund nimmt und ihm nachfolgt, wird von ihm (dem Teufel) irregeleitet und letztendlich wird er ihn als Bestrafung zum flammenden Inferno hinführen.

Sure 25, Vers 4: Und es sprechen die Ungläubigen: „Dies ist nichts als eine Lüge, die er ersonnen hat, und geholfen hat ihm ein anderes Volk.“ doch äußern sie Ungerechtigkeit und Lüge:
Sure 25, Vers 5: Und sie sprechen: „Die Fabeln der Früheren sind es, die er aufgeschrieben hat, und sie wurden ihm diktiert am Morgen und am Abend.“
Sure 25, Vers 6: Sprich: „Hinabgesandt hat den Koran der, welcher das Verborgene im Himmel und auf Erden kennt; siehe, Er ist verzeihend und barmherzig.“
Sure 31, Vers 6: Und unter den Menschen gibt es einen, der belustigende Geschichten kauft, um in die Irre zu führen von Allahs Weg, ohne Wissen, und darüber zu spotten. Solchen wird schändende Strafe.

Fussnote bei M. Henning: Dies wird auf Al-Nadr bin Alharith bezogen, der aus Persien die Sagen von Rustem und Isfandiyar mitgebracht hatte, welche die Mekkaner mehr interessierten als die Ermahnungen und Prophetengeschichten des Koran.

Sure 83, Vers 12: Doch leugnen ihn nur alle Übertreter und Sünder,
Sure 83, Vers 13: Die, wenn ihnen Unsere Zeichen verlesen werden, sprechen: „Fabeln der Früheren!“

Tafsir al-Jalalayn 83,13: Wenn ihm Unsere Zeichen verlesen werden sagt er: „Es sind nur Fabeln der Alten, die in früherer Zeit niedergeschrieben wurden.“

Sure 45, Vers 6: Dies sind die Zeichen Allahs, die Wir dir in Wahrheit verlesen. Und an welche Offenbarung wollen sie, wenn nicht an Allah und Seine Zeichen, glauben?
Sure 45, Vers 7: Wehe jedem sündigen Lügner,
Sure 45, Vers 8: Der Allahs Zeichen hört, wie sie ihm verlesen werden, und alsdann in Hoffahrt verharrt, als ob er sie nicht hörte – darum verkündige ihm schmerzliche Strafe –.

Sure 73, Vers 10: Und ertrag in Geduld, was sie sprechen, und flieh von ihnen in geziemender Flucht.
Sure 73, Vers 11: Und laß Mich und die der Lüge Zeihenden, die in Üppigkeit leben; und verziehe mit ihnen ein kleines.

Tafsir al-Jalalayn 73,11: Und laß nur Mich mit den Lügnern fertig werden, mit den Führern der Quraisch, die im Überfluß leben und gewähre ihnen etwas Aufschub – denn: nach der Schlacht von Badr wurden sie umgebracht.

Sure 73, Vers 12: Siehe, bei Uns sind Fesseln und der Höllenpfuhl,
Sure 73, Vers 13: Und würgende Speise und schmerzliche Strafe,

Wie uns die Chronik von Ibn Ishaq berichtet und obiger Tafsir bestätigt, wurde Al-Nadr bin Alharith in der Schlacht von Badr ► Schlacht von Badr gefangen genommen und kurz darauf erschlagen: „Mohammed kehrte dann mit den gefangenen Götzendienern nach Medina zurück darunter war Okba Ibn Abi Mueit und Al-Nadr bin Alharith. Auch die Beute führte er mit und vertraute sie dem Abd Alla Ibn Kaab an … Als Mohammed in Safra, auf halbem Wege nach Medina war, wurde auf seinen Befehl … Al-Nadr bin Alharith von Ali getötet.(Weil, 1. Band, Seite 342)

Noch einmal nimmt der Allmächtige zu Al-Nadr bin Alharith und anderen mekkanischen Götzendienern Stellung, die in den Geschichten Mohammeds keine neue und bessere Botschaft erkennen konnten und dies auch kundgetan haben:

Sure 8, Vers 31: Und als ihnen Unsere Zeichen verlesen wurden, sprachen sie: „Wir haben gehört; wollten wir, so sprächen wir das gleiche; siehe, dies sind nichts als die Fabeln der Früheren.“

4. Die Ermordung von Okba bin Abi Mueit

Der Haß Mohammeds auf den oben erwähnten Al-Nadr Bin Alharith rührt also daher, daß sich dieser die Freiheit genommen hatte, die Mekkaner mit spannenderen Geschichten zu unterhalten, als sie Mohammed vortragen konnte und nicht an dessen Sendung zu glauben. Ein weiterer Grund zu tödlicher Bestrafung ergab sich aus folgender Begebenheit, in die nicht nur Al-Nadr bin Alharith, sondern auch Okba bin Abi Mueit verwickelt war.

Die beiden wurden nach einem Disput, den die Häupter der Quraisch mit Mohammed ausgefochten hatten zu den Rabbinern nach Medina entsandt „um ihnen von Mohammed und seinen Reden und seinen Eigenschaften Nachricht zu geben, und sie zu fragen, was sie von ihm halten, weil sie Kenntnisse der alten Bücher hatten, und von den Propheten mehr wußten als sie selbst. Sie reisten nach Medina und begaben sich zu den Rabbinern, und redeten sie, entsprechend ihrer Weisung, über Mohammed an. Die Rabbiner sagten: ‚Richtet drei Fragen an ihn, die wir euch mitteilen wollen, beantwortet er sie, so ist er ein gesandter Prophet, wenn nicht, so ist er ein Lügner, seht, wie ihr gegen ihn verfahret! Fraget ihn zuerst über die Männer, die in früheren Zeiten dahingegangen sind, denn es wird Wunderbares von ihnen berichtet, ferner über den Wanderer, der bis zum äußersten Osten und Westen der Erde gelangt ist, und endlich über den Geist, was er ist. Gibt er euch Kunde davon, so folget ihm, dann ist er ein Prophet, wenn nicht, so ist er ein Lügner.’“ (Weil, 1. Band, Seite 143 f)

Al-Nadr bin Alharith und Okba bin Abi Mueit kehrten nach Mekka zurück und unterrichteten die Quraisch. Die Fragen wurden Mohammed vorgelegt und er sagte mit Bestimmtheit: „’Ich werde euch morgen die Antwort geben.‘ Er blieb aber fünfzehn Tage, ohne daß ihm darüber eine Offenbarung zukam. Die Mekkaner versammelten sich und sagten: ‚Mohammed hat uns auf den folgenden Tag eine Antwort versprochen, und nun sind fünfzehn Nächte vorüber, ohne daß er sich über unsere Fragen ausspricht.‘ Mohammed selbst war sehr betrübt über das Ausbleiben der Offenbarung, und über die Reden der Mekkaner gegen ihn. Endlich sandte ihm Allah Gabriel mit der Sure 18 „Die Höhle“, in welcher er zurechtgewiesen wird über seinen Kummer, und in der ihm über die dahingegangenen Männer, so wie über den Wanderer und den Geist Auskunft gegeben wird.“ (ebenda, Seite 144)

Die Quraisch setzten den berechtigten Wunsch in die Tat um, das von Mohammed für sich beanspruchte Prophetentum durch eine Befragung zu testen. Das scheint dann für den Gesandten Allahs Grund genug dafür gewesen zu sein, die beiden Gefangenen, die mit dieser Aufgabe betraut worden waren nach der Schlacht bei Badr umzubringen. Einen Tag nach der Ermordung von Al-Nadr bin Alharith mußte auchOkba bin Abi Mueit sein Leben lassen:„ … als er den Befehl zu seiner Hinrichtung vernahm, fragte er: „Wer wird meinen Kindern beistehen, Mohammed?“ Dieser antwortete: „Die Hölle.“ (ebenda, Seite 342)

5. Mohammed und Abd Allah Ibn Ubei

Die Beziehung zwischen Mohammed und Abd Allah Ibn Ubei begann in Medina und dauerte bis zu dessen natürlichen Tod nach der Eroberung Mekkas.

Abd Allah Ibn Ubei war der Führer der Hazrag. Seine Stellung verschlechterte sich, nachdem Mohammed nach Medina emigriert war. Ibn Ishaq berichtet: „ … war der Herr ihrer Bewohner, so daß nicht zwei seines Volkes ihm sein Ansehen streitig machten, und bis zur Zeit des Islams hatten die Aus und die Hazrag sich nie über einen Mann aus einem dieser beiden Stämme einigen können … Seine Stammesgenossen hatten schon die Edelsteine geordnet, um eine Krone für ihn zu verfertigen und ihn zum König zu erheben, als ihnen Allah Seinen Gesandten zuführte. Als Abd Allah nun sah, daß sich seine Leute dem Islam zuwendeten, wurde er böse, und er erkannte, daß Mohammed ihn der Herrschaft beraubt hatte. Da er jedoch bemerkte, daß seine Stammesgenossen sich nicht vom Islam abwenden ließen, bekannte auch er sich notgedrungen dazu, verharrte aber bei seiner Heuchelei und seinem Groll.“(Weil, 1. Band, Seite 306)

A. Der erste schwere Zusammenstoß mit Mohammed ereignete sich anläßlich der Vertreibung der ► Banu Quaynuqa im Jahre 624. Mohammed hatte nach der Schlacht von Badr den gegenseitigen Schutzvertrag mit diesem jüdischen Stamm einseitig gebrochen:

Aufgrund seines Sieges bei Badr stärkte sich die gesellschaftliche und politische Position Mohammeds in Medina umgehend. Deshalb erachtete es Allah als angebracht, die renitenten Juden mit Offenbarungen nicht nur ein weiteres Mal zu kritisieren, sondern ihnen jetzt auch zu drohen. Damit wurde der mit den Juden bestehende Schutzvertrag von Mohammed einseitig aufgelöst. Ibn Ishaq berichtet: „Als Allah die Quraisch am Schlachttage von Badr heimgesucht hatte, versammelte Mohammed die Juden auf dem Basar der Banu Quaynuqa, sobald er nach Medina zurückgekehrt war, und sagte Ihnen: ‚O ihr Juden, bekehrt euch zum Islam, ehe euch Allah wie die Quraisch heimsucht.‘ Sie aber sagten: ‚Laß dich nicht von deiner Einbildung täuschen! Du hast wohl einige Quraisch getötet, die ohne Erfahrung und Kenntnis vom Kriege sind, bei Gott, wenn du uns bekriegst, so wirst du erfahren, daß wir Männer sind, dergleichen du noch nicht getroffen hast.‘ Hierauf offenbarte Allah:“ (Weil, 1. Band Seite 283):

Sure 3, Vers 12: Sprich zu den Ungläubigen: „Ihr sollt übermocht und zu Dschahannam versammelt werden; und schlimm ist der Pfühl!“

Sure 3, Vers 13: Es ward euch ein Zeichen in zwei Haufen, die aufeinander stießen. Ein Haufen kämpft in Allahs Weg, und der andere war ungläubig. Sie sahen sie als zweimal soviel als sie selber mit sehendem Auge. Und Allah stärkt mit Seiner Hilfe, wen Er will. Siehe hierin ist wahrlich eine Lehre für die Verständigen.

Einige Zeit später erschlug auf dem Markt von Medina ein Muslim wegen einer Lappalie einen Juden. Damit war der gegenseitige Schutzvertrage durch die Muslime zum zweiten Mal gebrochen worden. Nun kam es zum Krieg, den die Juden verloren. Abd Allah wollte nicht, daß Mohammed seine jüdischen Verbündeten (sie waren die Verbündeten der Hazrag) allesamt umbringen ließ: „Mohammed scheint die Absicht gehabt zu haben, die verhaßten Feinde sämtlich niederzumachen aber Abd Allah Ibn Ubei, der wenigstens jetzt für seine alten Bundesgenossen auftrat, erlangte durch seine ungestüme Forderung, daß ihnen der freie Abzug gestattet wurde.“(Nöldeke, Seite 86 f)

Dazu Ibn Ishaq:„Abd Allah Ibn Ubei bat Mohammed, seine Schutzgenossen, denn die Quaynuqa waren Schutzgenossen der Hazrag, zu schonen. Mohammed wendete sich ab. Da faßte Abd Allah Ibn Ubei den oberen Teil des Panzers Mohammeds. Dieser sagte: ‚Laß mich los!‘ und geriet dermaßen in Zorn, daß sein Gesicht ganz dunkel wurde. Abd Allah schwur aber: ‚Ich werde dich nicht loslassen, bis du dich gütig gegen meine Schutzgenossen zeigst, es sind 700 Krieger, darunter 300 Gepanzerte, die mich gegen die Roten und die Schwarzen beschützen, die darfst du nicht an einem Morgen wegmähen, denn bei Gott, ich fürchte den Wechsel des Schicksals.‘ Da sagte Mohammed: ‚Nun, ich schenke sie dir'“ (Weil, 2. Band, Seite 3)

Der Einsatz von Abd Allah Ibn Ubei war nicht ganz selbstlos. Er war der Führer der medinensischen Ungläubigen und befürchtete daher nicht zu Unrecht, daß die kommende Entwicklung der muslimischen Gemeinschaft sich zu Ungunsten dieser immer noch sehr zahlreichen Gruppe entwickeln könnte. Beim einem zukünftigen möglichen Ausscheiden des nächsten jüdischen Stammes, der Banu Nadir stünden für ihn und seine Getreuen keine Bundesgenossen mehr zur Verfügung. Auf diese Situation beziehen sich folgende Verse:

Sure 5, Vers 51: O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht die Juden und Christen zu Freunden, sie sind untereinander Freunde, und wer von euch sie zu Freunden nimmt, siehe, der ist von ihnen. Siehe, Allah leitet nicht die ungerechten Leute.
Sure 5, Vers 52: Und so schaust du die, deren Herz krank ist, zu ihnen um die Wette laufen und sprechen: „Wir fürchten, es möge uns ein Glückswechsel befallen.“ Aber vielleicht, daß Allah den Sieg bringt oder eine Sache von Sich, so daß sie bereuen, was sie in ihren Herzen geheim hielten.
Sure 5, Vers 53: Und die Gläubigen werden sprechen: „Sind dies etwa die, welche bei Allah ihren heiligsten Eid schwuren, daß sie zu euch stehen?“ Eitel sind ihre Werke, und sie werden verloren sein.
Sure 5, Vers 54: O ihr, die ihr glaubt, wenn sich einer von euch von seinem Glauben abkehrt, wahrlich, dann erhebt Allah ein Volk, das er liebt und das ihn liebt, demütig vor den Gläubigen, stolz wider die Ungläubigen, streitend in Allahs Weg und nicht fürchtend den Tadel des Tadelnden. Das ist Allahs Huld, Er gibt sie, wem Er will, und Allah ist weitumfassend und wissend.
Sure 5, Vers 55: Siehe, euer Beschützer ist Allah und Sein Gesandter und die Gläubigen, die das Gebet verrichten und die Armenspende zahlen und sich vor ihm beugen.

Die Banu Quaynuqa wurden, wenn auch widerwillig, begnadigt, sie mußten sich aber verpflichten, unter Zurücklassung all ihrer Habseligkeiten und Ländereien Medina zu verlassen: Die Beute war nicht unbedeutend, als die geschicktesten Goldschmiede hatten die Quaynuqa sich viel Vermögen erworben. Auf Mohammeds Teil fielen allein an Waffen 3 Bogen, 2 Panzer, 3 Schwerter und 3 Lanzen.“ (Nöldeke, Seite 87)

B. Die nächste Konfrontation mit Abd Allah ereignete sich anläßlich der ► Schlacht am Berge Uhud. Angesichts der für die ganze Stadt gefährlichen Ausgangslage (die Quraisch waren mit einem starken Heer im Anzug) fand sich Abd Allah Ibn Ubei bereit, Mohammed mit seinem Stamm, den Hazrag, bei der Verteidigung zu unterstützen. Unglücklicherweise ließ sich Mohammed von seinen kampfgierigen mujahidun dazu hinreißen, dem Feind entgegenzuziehen. Damit verschlechterte sich des Propheten strategische Stellung erheblich, weshalb Abd Allah seine Unterstützung zurücknahm und sich mit weiteren 300 Medinensern von der Kampffront abmeldete. Allah geißelte diesen Rückzug der Heuchler mit folgenden Offenbarungen:

Sure 3, Vers 166: Und was euch betraf am Tage des Zusammenstosses der beiden Haufen, das geschah mit Allahs Erlaubnis, und damit Er die Gläubigen erkenne und auch erkennte die Heuchler. Und gesprochen ward zu ihnen: „Heran! Kämpft in Allahs Weg!“ oder „Wehrt ab!“ Sie aber sprachen: „Wenn wir wüßten zu kämpfen, wahrlich, wir wären euch gefolgt!“ Einige von ihnen waren an jenem Tage dem Unglauben näher als dem Glauben.
Sure 3, Vers 167: Sie sprachen mit ihrem Munde, was nicht in ihrem Herzen war; und Allah weiß sehr wohl, was sie verbergen;
Sure 3, Vers 168: Sie, die da von ihren Brüdern sprachen, während sie daheim geblieben: „Hätten sie uns gehorcht, wären sie nicht erschlagen.“ Sprich: „So wehret von euch den Tod ab, so ihr wahrhaft seid.“

C. Die nächste Begebenheit trug sich anläßlich der ► Vertreibung der Banu Nadir zu. Auch dieser Stamm war mit den Hazrag seit langem verbündet. Mohammed eröffnete den Krieg und Abd Allah Ibn Ubei sagte den bedrohten Juden die Unterstützung seines Stammes zu. Aber Allah warf Schrecken in die Herzen der Hazrag:

Sure 59, Vers 2: Er ist es, welcher die Ungläubigen vom Volk der Schrift aus ihren Wohnungen zu der ersten Auswanderung trieb. Ihr glaubtet es nicht, daß sie hinausziehen würden, und sie glaubten, daß ihre Burgen sie vor Allah schützen würden. Da aber kam Allah zu ihnen, von wannen sie es nicht vermuteten, und warf Schrecken in ihre Herzen. Sie verwüsteten ihre Häuser mit ihren eigenen Händen und den Händen der Gläubigen. Darum nehmt es zum Exempel, ihr Leute von Einsicht!

weshalb dann die Hilfestellung an die bedrohten Juden unterblieb.

Schrecken in die Herzen werfen

D. Eine weitere Reiberei zwischen Mohammed und Abd Allah Ibn Ubei fand im Jahre 628 statt, anlässlich eines Präventivschlages Mohammeds gegen den Beduinenstamm der Mostaliq. „Mohammed zog ihnen entgegen bis zu einer ihrer Quellen … Hier fand der Zusammenstoß statt und Allah trieb die Banu Mostaliq in die Flucht … und ließ Mohammed ihre Kinder, Frauen und Güter erbeuten.Auf dem aufgeschlagenen Rastplatz kam es anschließend innerhalb des muslimischen Lagers zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen den Ausgewanderten „Muhagirun“ und den Hilfsgenossen „Ansar“. „Abd Allah Ibn Ubei geriet in Zorn, und er sagte zu den Seinigen (den Ansar) die bei ihm waren: ‚Haben sie dies getan? Sie wetteifern mit uns an Zahl und Ruhm in unserem Lande, bei Gott, ich betrachte uns und diese niedrigen Quraisch, wie ein Alter sagte: ‚Mäste deinen Hund, so wird er dich auffressen‘ aber bei Gott, wenn wir nach Medina zurückkehren, soll der Starke den Niedrigen austreiben.‘ Er wendete sich dann zu denen von seinem Geschlechte, die bei ihm standen und fuhr fort: ‚Das habt ihr euch selber angetan, ihr habt sie in euer Land kommen lassen und habt euer Gut mit ihnen geteilt, bei Gott, hättet ihr ihnen versagt, was ihr besitzet, so wären sie in ein anderes Land gezogen.‘ Als Zeid Ibn Arkam dies hörte, berichtete er es Mohammed. Omar Ibn Alchattab, der zugegen war, sagte: ‚Befiehl, ihn umzubringen!‘ Mohammed erwiderte: ‚Wie soll ich dies tun, Omar? Sollen die Leute sagen: ‚Mohammed tötet seine Gefährten?‘ Er erteilte den Befehl um Aufbruch – Abd Allah Ibn Ubei ging, als er hörte, daß Zeid Ibn Arkam seine Worte dem Propheten hinterbracht hatte zu diesem und schwur bei Gott, er habe dies nicht gesagt. Da Abd Allah Ibn Ubei bei seinem Volke hoch geehrt und angesehen war, sagte einer seiner Hilfsgenossen zu Mohammed: ‚Vielleicht hat sich der Junge geirrt und nicht recht behalten, was er gesagt hat.‘ Zurück in Medina vernahm der Sohn von Abd Allah Ibn Ubei von dem Vorfall. Er eilte zu Mohammed und sagte: O Gesandter Gottes! Ich habe gehört, Du wolltest meinen Vater töten lassen wegen dessen, was du von ihm gehört hast, ist dem so, so erteile mir den Befehl, ich bringe dir sein Haupt‘ … Mohammed erwiderte: ‚Nicht so, wir wollen gnädig gegen ihn sein und ihn als unseren Gefährten gut behandeln, so lang er unter uns weilt.‘ Nach diesem Vorfall wurde Abd Allah Ibn Ubei, so oft er ein Unrecht beging von seinen Stammesgenossen getadelt und zurechtgewiesen, und als Mohammed dies sah, sagte er zu Omar: ‚Was meinst du Omar? Wenn ich ihn am Tage, als du es wolltest, erschlagen hätte, so wären die Leute deshalb in Aufruhr geraten, die ihn heute selber töten würden, wenn ich es haben wollte.‘(Weil, 2. Band, Seite 135 f)

E. Die fünfte Konfrontation zwischen dem Gesandten Allahs und Abd Allah Ibn Ubei trug sich gerade anschließend an diese Begebenheit, anläßlich der Verleumdung Aischas wegen Unzucht zu. Die Episode ist beschrieben im Kapitel

Das Beweisprozedere zum Nachweis von Unzucht

Der unten stehende Beleg von Bukhari stellt die Begebenheit noch ausführlicher aber mehr oder weniger identisch dar; von Interesse ist deshalb nur der Teil des Berichtes, der in dieser hadith-Stelle anders überbracht wird. Hier ist es Mohammed, der zur Ermordung Abd Allah Ibn Ubeis aufruft:

Bukhari V5 B59 N462, berichtet von Aischa: Urwa sagte: “Die Leute haben Verleumdungen verbreitet und haben sich in Abd Allah Ibn Ubeis Anwesenheit darüber unterhalten. Er hörte es sich an, bestätigte ihre Aussagen und verlangte, daß sie weiter verbreitet würden.“ Urwa erzählte weiter: “Ich habe keine Kenntnis der Mitglieder dieser verleumderischen Gruppe außer daß Abd Allah Ibn Ubei, Hassan Ibn Thabit, Mistah Ibn Uthathe und Hammnah dabei gewesen sind. Es war aber, bei Allah, eine ganze Gruppe zusammen. Es wird gemunkelt, daß derjenige, welcher am lautesten über die Verleumdung redete, Abd Allah Ibn Ubei war.“ …

Also begab sich der Prophet Allahs an jenem Tag auf seine Kanzel und beklagte sich bei seinen Gefährten über Abd Allah Ibn Ubei. Er sagte: “Wer unter euch wird sich für mich des Mannes entledigen, welcher meine Familie mit übler Nachrede verletzt hat? Bei Allah, ich weiß nichts als Gutes über meine Familie zu berichten. Die Verleumder haben einen Mann angeklagt, über welchen ich auch nur Gutes zu berichten habe. Er pflegte niemals in mein Haus zu treten ohne daß ich dabei gewesen wäre.“

Sad bin Mu’adh erhob sich und sagte: “Oh Gesandter Allahs, ich werde ihn für dich ermorden. Falls er vom Stamme der Aus ist, werde ich ihn köpfen; wenn er jedoch einer meiner Stammesbrüder aus dem Stamme der Hazrag ist, dann mußt du mir erst den Befehl erteilen ihn umzubringen, und wir werden dies für dich erledigen.“

Nun erhob sich ein Oberhaupt aus dem Stamme der Hazrag, Sad bin Ubada. Bis anhin war er stets ein frommer Mann gewesen. Doch jetzt trieb ihn die Liebe zu seinem Stamm dazu, Sad bin Mu’adh folgendes zu sagen: “Bei Allah, du hast gelogen. Du kannst und wirst ihn nicht töten. Wenn er nämlich deinem Stamm angehört, würdest du es nicht wünschen, daß er getötet wird.“

Nun stand Usaid bin Hudair auf und sagte zu Sad bin Ubada: “Bei Allah, du bist der Lügner! Sicherlich werden wir ihn umbringen, du bist ein Heuchler der im Namen der anderen Heuchler spricht.“ Darauf wurden die Mitglieder der beiden Stämme dermaßen wütend, daß sie einander beinahe in die Haare gerieten während der Gesandte Allahs auf seiner Kanzel stand. Er bemühte sich sie zu beruhigen, bis sie endlich schwiegen und auch er verstummen konnte.

In der Sirat wird der Mordaufruf anders dargestellt. Der wichtigste Unterschied ist wie erwähnt der, daß hier nicht Mohammed zur Lynchjustiz an Abd Allah Ibn Ubei aufruft, sondern daß sich ein Gläubiger hervortut und dem Gesandten Allahs nicht nur die Eliminierung Abd Allah Ibn Ubeis anbietet, sondern nichts weniger als die Enthauptung aller an der üblen Verleumdung Beteiligten: „Als Mohammed so gesprochen hatte sagte Useid Ibn Hudeir: „‚O Gesandter Allahs! Gehören die Leute zu den Aus, so wollen wir dir Ruhe vor ihnen schaffen, gehören sie zu den Hazrag, unseren Brüdern, so erteile uns deinen Befehl, denn bei Gott, sie verdienen, enthauptet zu werden.'“(Weil, 2. Band, Seite 141)

Angenommen, der Bukhari-Beleg und nicht der Bericht von Ibn Ishaq stellt die Begebenheit korrekt dar, dann hat Mohammed bei der Verleumdung Aischas wegen Unzucht zu einem weiteren Akt von Lynchjustiz aufgerufen. Abd Allah Ibn Ubei hat nur deshalb überlebt, weil beim vor Mohammed ausgetragenen Wettbewerb der Aus und Hazrag um das Privileg der Ausführung der Mordtat ein weiteres Mal die alte Feindschaft dieser beiden Stämme aufgebrochen war. Darob geriet das von Mohammed angepeilte eigentliche Ziel der Aktion aus dem Visier.

F. Im Zusammenhang mit dem Eroberungsfeldzug gegen „die Römer“ in Jahre 630 ► Zug gegen die Byzantiner bei Tubuk hatte Mohammed in verstärktem Masse gegen Unwillige und Drückeberger in den eigenen Reihen zu kämpfen ► Die Heuchler. Trotz bevorstehender widriger Umstände der langen und beschwerlichen Reise hatte sich Abd Allah Ibn Ubei mit Vertretern seines Stammes, den Hazrag, dem Raubzug in den Norden angeschlossen. Allerdings änderte er auf halbem Wege die Meinung und kehrte mit seinen Leuten wieder nach Medina zurück: Abd Allah Ibn Ubei schlug bei Dsubab sein Lager auf, unterhalb dem Mohammeds, und wie man glaubt, bildete sein Heer nicht die geringere Abteilung. Als Mohammed weiter zog, blieb Abd Allah Ibn Ubei mit den Heuchlern und Zweiflern zurück.“ (Weil, 2. Band, Seite 260) Eine solch schwerwiegende Befehlsverweigerung musste den Zorn Mohammeds in hohem Maße hervorgerufen haben, weshalb es erstaunlich ist, daß sie für Abd Alla Ibn Ubei ohne Folgen blieb.

G. Abd Allah Ibn Ubei, dieser wichtigste Widersacher Mohammeds in Medina, starb schließlich, nach der Eroberung Mekkas, eines natürlichen Todes. Dazu Ibn Ishaq: Ich habe gehört, wie Omar erzählt hat: Als Abd Allah Ibn Ubei starb, wurde Mohammed gerufen, um für ihn zu beten. Er stellte sich vor ihn und wollte beten, ich wendete mich aber um, bis ich vor seiner Brust stand und sagte: ‚Willst du über Abd Allah Ibn Ubei, den Feind Gottes beten, der an dem und dem Tage dies und an einem anderen jenes gesagt hat?‘ Mohammed lächelte bis ich viel gesprochen hatte, dann sagte er: ‚Weiche zurück von mir, mir ist die Wahl gelassen worden, und ich habe gewählt, mir ist gesagt worden: Flehe Allahs Gnade für sie an oder unterlasse es, tust du es auch siebzig mal, so wird ihnen Gott doch nicht vergeben, wüßte ich jedoch, daß wenn ich mehr als siebzig mal für ihn bete, ihm vergeben würde, so würde ich es tun‘ …“(Weil, 2. Band, Seite 283 f)

6. Mohammed und Umaiya bin Khalaf Abi Safwan

Die folgende Mordtat ist in der Sirat nicht beschrieben, weshalb der entsprechende Beleg aus den ahadith zitiert wird:

Bukhari V4 B65 N826, berichtet von Abdullah bin Masdu: Sad bin Muadh kam nach Mekka für eine Wallfahrt (’Umra). Er war im Hause von Umaiya bin Khalaf Abi Safwan zu Gast, weil letzterer stets bei ihm zuhause in Medina auf dem Weg nach Sham übernachtete.

Umaiya fragte Sad: „Willst du bis zum Mittag warten, wenn die Leute zuhause sind, um deine Umkreisung (Tawaf) der Kaaba zu absolvieren?“ So geschah es auch. Während Sad um die Kaaba herum ging, kam Abu Jahl herbei und fragte: „Wer bist du, der du diese Umkreisung machst?“ Sad antwortete: „Ich bin Sad.“ Da sagte Abu Jahl: „Du umschreitest die Kaaba dich in Sicherheit wähnend obwohl du Mohammed und seinen Gefährten Unterschlupf gewährt hast?“ Sad bestätigte dies und sie begannen zu streiten. Umaiya sagte zu Sad: „Schreie bitte den Abu Jahl nicht an, denn er ist das Oberhaupt vom mekkanischen Tal.“ Sad sagte nun zu Abu Jahl: „Bei Allah, falls du meine Umschreitung der Kaaba zu verhindern versuchst, werde ich deine Handelsgeschäfte mit Sham verderben.“ Umaiya hingegen packte ihn und wiederholte: „Bitte erhebe deine Stimme nicht.“ Dies machte Sad wütend und er äußerte sich folgendermaßen:

Laß mich los denn ich habe von Mohammed gehört, daß er dich umbringen will.“ Umaiya fragte: „Wird er mich wirklich umbringen?“ „Jawohl!“ erwiderte darauf Sad. „Bei Allah, wenn Mohammed etwas sagt, dann meint er dies auch wirklich“, sagte nun Umaiya und ging umgehend nach Hause. Dort fragte er seine Frau: „Weißt du, was mir mein Bruder von Medina erzählt hat?“ „Nein, was denn?“ „Er behauptet, er hätte von Mohammed vernommen, daß dieser mich umbringen will.“ Darauf antwortete sie: „Bei Allah, Mohammed lügt nie.“

Als sich dann die Ungläubigen nach Badr begaben und den Muslimen den Krieg erklärten, sagte Umaiyas Ehefrau zu ihm: „Kannst du dich nicht mehr erinnern, was dir dein medinensischer Bruder gesagt hat?“ Umaiya entschied sich nicht (in den Krieg) zu ziehen. Abu Jahl jedoch versuchte ihn folgendermaßen zu überzeugen: „Du gehörst zu den Vornehmen von Mekka, du solltest uns für ein oder zwei Tage begleiten.“ Also ging er mit ihnen und Allah sah zu, daß er getötet wurde.

Woher nahm Mohammed seinen mörderischen Haß gegen Umaiya bin Khalaf Abi Safwan? Die Erklärung finden wir bei Ibn Ishaq: „Als Mohammed einst die Kaaba umkreiste, traten ihm Alaswad Ibn Almuttalib, Weid Ibn Almughira und Umaiya Ibn Khalaf, welche alle angesehene Männer unter ihrem Stamme waren, in den Weg, und sagten ihm:Wohlan, Mohammed, wir wollen deinen Gott anbeten, bete du unsere Götter an, so daß wir alle gemeinsam beten, ist das, was du anbetest besser, so haben wir unseren Anteil davon, ist das, was wir anbeten besser, so erhältst du deinen Anteil davon‘.“ (Weil, 1. Band, Seite 178) Da offenbarte Allah die 109. Sure:

Sure 109, Vers 1: Sprich: „O ihr Ungläubigen,
Vers 2: Ich diene nicht dem, dem ihr dienet,
Vers 3: Und ihr seid nicht die Diener dessen, dem ich diene.
Vers 4: Und ich bin nicht Diener dessen, dem ihr dientet,
Vers 5: Und ihr seid nicht Diener dessen, dem ich diene.
Vers 6: Euch euer Glaube und mir mein Glaube.“

Einmal mehr bildet die Tatsache, daß ein Quraisch den Glauben Mohammeds nicht unbesehen übernehmen will den Grund für dessen Liquidierung. Allah mußte dann bei der Schlacht von Badr nur noch etwas nachhelfen.

7. Mohammed und Ibn Suneina:  Der generalisierte Befehl zur Ermordung aller Juden

Der Hintergrundbericht zur Aufforderung Mohammeds, jeden Juden unbesehen umzubringen findet sich in ► 624 Meuchelmorde. Hier wird nichts weniger gefordert als der Genozid an den Juden insgesamt. Diesem Aufruf zum Völkermord war ja schon die einseitige Aufkündigung des Schutzvertrages mit dem jüdischen Stamme der Quaynuqa vorangegangen. Die diesem Befehl folgende Vertreibung und Vernichtung der zwei noch verbliebenen jüdischen Stämme in Medina war die logische Konsequenz des Judenhasses von Mohammed. Auch die ahadith zeugen vom Willen Allahs zum Genozid an den Juden:

Bukhari V4 B52 N177, berichtet von Abu Huraira: Der Prophet Allahs sagte: „Das jüngste Gericht wird nicht stattfinden, bis ihr mit den Juden gekämpft habt, und jeder Stein, hinter welchem sich ein Jude verbirgt, wird sagen: „Oh Muslim! Es verbirgt sich ein Jude hinter mir, also töte ihn.“

Alle Juden sind sowohl Affen als auch Schweine und sie sind verflucht

8. Mohammed und Amr Ibn Djahasch

Vor der Vertreibung der Banu Nadir stattete Mohammed deren Stammesführern einen Besuch ab, um sie zu verpflichten, sich an einer (von seinen mujahidun verursachten) kostspieligen Lösegeldzahlung zu beteiligen. Die Begebenheit ist dargestellt in:

625 Mission bei den Beduinen

Nach Mohammeds Rückkehr nach Medina berichtete er seinen mujahidun von dieser Begebenheit: „Er erzählte ihnen, wie ihn die Juden haben verraten wollen, und gab den Befehl, sich zum Kriegszuge gegen sie auszurüsten. Er brach dann auf und schlug sein Lager in ihrer Nähe auf“(Weil, 2. Band, Seite 81)

Die Vertreibung der Banu Nadir

Nach erfolgreicher Eliminierung dieses jüdischen Stammes aus Medina (besagter Amr Ibn Djahasch zog mit den Seinen ebenfalls fort) verblieben in Medina nur zwei Juden, die sich durch ihre Bekehrung zum Islam nicht nur das Bleiberecht erkauften sondern auch ihre Güter vor der Beraubung retten konnten: „Jamin Ibn Omeir, ein Vetter des Amr Ibn Djahasch und Abu Saad Ibn Wahab, die dadurch ihre Habe retteten. Mohammed soll zu Jamin Ibn Omeir gesagt haben: ‚Hast du nicht gesehen, was mir dein Vetter angetan und was er mit mir vorhatte?‘ Jamin setzte dann jemandem einen Lohn aus, der ihn töten sollte, was, wie man glaubt auch geschah.“(Weil, 2. Band, Seite 82)

Dieser Jude wurde also deshalb umgebracht, weil Mohammed von Allah durch Eingebung von dessen geplantem Anschlag gewarnt worden war. Dieses Ereignis wird die Rachegelüste der beutegierigen mujahidun noch weiter aufgeladen haben, so daß der Gesandte Allahs die Stunde nutzte, gerade den ganzen mißliebigen Stamm der Nadir loszuwerden.

9. Mohammed und ein ungläubiger Spion

Der gleichen Logik folgend wurde mit einem ungläubigen Besucher verfahren, von welchem Mohammed ebenfalls entweder durch Eingebung oder Bericht wußte, daß es sich um einen Spion handelte:

Bukhari V4 B52 N286, berichtet von Salama bin Al-Akwa: Ein Spion der Ungläubigen gesellte sich zu Mohammed, als dieser unterwegs war. Er saß für eine Weile mit ihm und den Gefährten zusammen und sie unterhielten sich. Als er wieder weg ging, sagte Mohammed zu seinen Getreuen: „Verfolgt und tötet ihn.“ Also wurde er ermordet. Der Prophet gab dem Mörder dann die Habseligkeiten des getöteten Spions.

10. Mohammed und Abu Afak

Ein weiterer Fall von Lynchjustiz, angeordnet vom Gesandten Allahs, wird in der Sirat erwähnt: Salim Ibn Omeir … wurde ausgesandt, um Abu Afak, einen der Banu Obeida zu töten, denn seine Heuchelei trat hervor, als Mohammed Alharith Ibn Suweid Ibn Assamit tötete.“ Diese Ermordung ist in der Sirat andernorts nicht erwähnt; sie soll sich in den Anfängen des Propheten Zeit in Medina zugetragen und die Mißbilligung des Dichters Abu Afak hervorgerufen haben. Er verfaßte ein diesbezügliches Gedicht worin er seinen Stamm beschuldigte, die von Mohammed eingeführte neue Herrschaftsordnung zu wenig geprüft und unbedacht angenommen zu haben. „Mohammed sagte: ‚Wer befreit mich von diesem Bösewicht?‘ Salim Ibn Omeir … zog aus und erschlug ihn“ (Weil, 2. Band, Seite 337)

11. Mohammed und Assma Bat Merwan

Die Dichterin Assma „die Tochter Merwans …war von den Banu Omejja, und war die Gattin eines Mannes der Banu Chatmeh. Sie zeigte sich als Heuchlerin, nach der Ermordung Abu Afaks.“ Der Meuchelmord an Abu Afak hatte den Widerspruch und Protest dieser Frau bewirkt „und [sie] schmähte den Islam und seine Bekenner mit folgenden Versen:

Ihr gehorchet den niedrigen Banu Aus und Hazrag und erwartet von Fremden Geschenke … nach der Ermordung der Häupter, wie man den Saft reifender Früchte erwartet. Gleicht ihr nicht dem der eine kranke Nase hat und ein schönes Gesicht wünscht, und Hoffnung hegt, die nie erfüllt wird?

Als Mohammed dies hörte, sagte er: ‚Befreit mich Niemand von der Tochter Merwans? Als Omeir Ibn Alchtami, der bei ihm war dies hörte, ging er noch in derselben Nacht zu ihr und tötete sie. Am folgenden Morgen begab er sich zu Mohammed und sagte ihm, er habe sie getötet. Mohammed sagte: ‚Du bist Gott und seinem Gesandten beigestanden.‘ Da fragte er, ob er nun ihretwillen etwas zu befürchten habe. Mohammed antwortete: ,Es werden sich um ihretwillen nicht zwei Böcke stoßen‘ Omeir begab sich hierauf zu den Seinigen zurück. Die Banu Chatmeh waren in großer Erregung wegen der Tochter Merwans, denn sie hatte fünf erwachsene Söhne. Als Omeir zu den Banu Chatmeh kam sagte er: ‚Ich habe die Tochter Merwans erschlagen, bekämpft mich insgesamt, dann braucht ihr nicht lange zu überlegen.‘ Dieser Tag war der erste, an welchem die Wohnung der Banu Chatmeh durch den Islam verherrlicht wurde … Als am Tage der Ermordung der Tochter Merwans die Banu Chatmeh die Stärke des Islam sahen, bekehrten sich noch andere von ihnen.“ (Weil, 2. Band, Seite 337 f)

Epilog

Verherrlicht wird der Islam also auch durch Meuchelmorde. Wenn sie vom Gesandten Allahs angeordnet werden, hebelt dies offenbar auch die von Ihm selbst verordneten Gesetze der Blutrache aus. Gewaltanwendung ist im Islam nicht nur im Rahmen großer Aktionen wie dem „Heiligen Krieg“ ein schlagender Beweis für seine Stärke und Überlegenheit; vielmehr vermag die Ausübung von Gewalt auch bei kleineren Aktionen zu überzeugen.

 

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